Derbys und Favoritenduelle eröffnen die neue Saison

Die Kreisliga Südost startet

Der SC Cismar empfängt am Sonnabend den TSV Lensahn. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Malente – Der Startschuss für die Kreisliga Südost erfolgt am Freitagabend. Nach langem Warten geht es endlich wieder los und auf die Mannschaften aus Ostholstein, Segeberg und dem Kreis Plön wartet eine spannende Liga. Diese bietet bereits zum Auftakt am ersten Spieltag einige Duelle, die eine Menge versprechen. Mehrere Derbys steigen, bei denen es direkt ordentlich zur Sache gehen wird.

SG Bösdorf/Malente – Eutin 08 II (Fr., 19 Uhr)

Wenn am Freitagabend um 19 Uhr der Anpfiff im Ernst-Rüdiger-Sportzentrum ertönt, dann weiß auch spätestens der Letzte, dass die Kreisliga in die neue Saison startet. In der Südost-Staffel geht es direkt ordentlich zur Sache, denn den „Opener“ bestreitet die SG Bösdorf/Malente ausgerechnet gegen den Lokalrivalen Eutin 08 II. Ein echtes Derby steigt zum Start, sodass direkt zu Beginn der neuen Saison ein absolutes Highlight wartet. Vergangene Saison boten bereits beide Teams zwei packende, intensive Duelle und auch wenn es der erste Spieltag ist, wird man sich auch am Freitagabend nichts schenken. Es wird heiß hergehen, auch wenn es bei beiden Mannschaften durchaus personelle Veränderungen zum Vorjahr gab. Die SG hat einige junge Spieler dazubekommen. Dabei kamen mit Falk Fricke-Kranz und Hannes Frank sogar zwei Spieler aus der A-Jugend von Eutin 08 und das Defensivduo sind nicht die einzigen. Es ist für Bösdorf/Malente also ein besonderes Spiel. Cheftrainer Benjamin Berger verriet, was man sich in diesem vornimmt und was für einen Gegner er erwartet: „Endlich ist die Sommerpause vorbei und es geht um Zählbares. Wir wollen dem Vizemeister am Eröffnungsspieltag alles abverlangen und mit einem Sieg in die neue Saison starten. Wir erwarten einen spielstarken und unangenehmen Gegner, der uns in vielen Phasen des Spiels vor Probleme stellen wird. Die Probleme wollen wir allerdings minimieren und werden gut eingestellt und vorbereitet sein.“

In der Vorbereitung waren die Ergebnisse der SG eher durchwachsen. Die Generalprobe in Neustadt verlor man mit 0:2 und auch zuvor musste man sich mehrfach geschlagen geben. Das erste Pflichtspiel im Pokal gegen den VfR Neumünster verlor der Kreisligist ebenfalls mit 0:2, doch der Auftritt war positiv. Defensiv stand man gut und genau dies könnte eine Stärke sein. Man ließ in den Vorbereitungsspielen, trotz relativ vieler Gegentore, nicht viel zu. Die Gegner waren effizient, denn beispielsweise in Neustadt gab es wenige klare Chancen des Gegners. Diese Stabilität braucht es auch am Freitagabend, doch auch die Offensive muss mehr in Fahrt kommen. Dort stimmt noch nicht alles, auch wenn schon viele gute Aktionen dabei waren. Youngster Jannes Radzuhn, der seine erste Herrensaison spielen wird, hat in der Vorbereitung mehrfach getroffen und macht einen sehr guten Eindruck. Doch nun gilt es, dies auch in der Liga auf den Platz zu bekommen und sich noch einmal zu steigern. In den vergangenen Wochen war es personell nicht perfekt, auch wenn am vergangenen Wochenende durchaus ein großer Kader zur Verfügung stand. Spieler wie Jonas Lüdtke oder auch Kim Kaun fehlten dort dennoch, sodass man auf die Rückkehr hofft. Bezüglich Personal sagt Berger: „Bei uns sieht es aktuell so aus, dass der ein oder andere nach Urlaub zurückkehren wird und wir dadurch mehr Optionen erhalten als in den vergangenen Wochen. Ansonsten sieht es personell ganz gut aus. Nun gilt es, die richtige Balance in der Mannschaft für ein Derby sowie das Eröffnungsspiel zu schaffen. Wir freuen uns auf das Eröffnungsspiel, sind gut vorbereitet und lassen die eher schlechten Vorbereitungsergebnisse hinter uns. Denn das einzig Wichtige sind Pflichtspiele und Punkte.“

Dem steht allerdings auch ein Gegner gegenüber, der sich viel vorgenommen hat für diese Saison. Nach zweimaligem Scheitern in den Aufstiegsspielen möchte Eutin 08 II auch im dritten Jahr zum Spitzenduo gehören. Dazu gab es personelle Veränderungen, sodass nun mit Florian Schumacher ein neuer Cheftrainer an der Seitenlinie steht und auch auf dem Platz einige neue Gesichter stehen. Man hat sich nochmals verjüngt und Spieler aus der A-Jugend wie Max Heusser, Mika Maczey oder Jelle Haas hochgeholt. Diese sammeln nun ihre ersten Erfahrungen im Herrenbereich, doch bringen allesamt eine gute fußballerische Ausbildung mit. Nun wartet auch auf sie ein Derby und das Wiedersehen mit den besagten Neuzugängen des Gegners Hannes Frank und Falk Fricke-Kranz. Zu erwarten ist, dass die U23 vom Waldeck das Spiel in die Hand nehmen und bestimmen wird. Sie wollen den Ball, so war es bereits in den vergangenen Jahren und auch unter dem neuen Coach. Doch auf Eutin wartet durchaus Gegenwehr, wobei man physisch unterlegen ist. Spielerisch dagegen sind die 08er auch in diesem Jahr wieder eine der stärksten Truppen der Liga, was sie auch klar auf den Rasen bringen wollen. Vor dem Eröffnungsspiel am Freitag sagt Schumacher: „Nach fünfeinhalb Wochen Vorbereitung dürfen wir gleich mit einem Derby starten. Natürlich wollen wir das Spiel für uns entscheiden und dem Spiel unseren Stempel aufdrücken. Nichtsdestotrotz sind wir natürlich gewarnt. Denn Bösdorf/Malente hat letzte Saison lange oben mitgespielt und erst zum Ende der Spielzeit ein wenig nachgelassen. Im Gegensatz zur Vorsaison wollen sie weiter oben in der Tabelle landen und daher müssen sie zuhause mit einem Sieg starten. Somit haben sie auch Druck. Dazu haben sie sich gut verstärkt und verfügen mit Thore Meyer und Fabian Riemann über sehr erfahrene Spieler, die mit einer einzigen Aktion ein Spiel entscheiden können. Wir erwarten sie eher defensiv und kompakt. Ein Derby hat immer eine ganz besondere Brisanz und daher erwarte ich schon ein körperliches Spiel, das auch durch Emotionen geprägt sein wird.“

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Am Freitagabend trifft die SG Bösdorf/Malente auf Eutin 08 II. Foto: Lobeca/Niklas Runne

In den Testspielen gab es Licht und Schatten, sodass der neue Coach viele Erkenntnisse sammeln konnte. Zuletzt verloren die Ostholsteiner deutlich mit 1:6 bei Landesligaaufsteiger SVG Pönitz, doch dabei stand auch eine ganz junge Truppe auf dem Feld mit vier Neuen aus der U19. Personell wird es spannend sein, wer dabei ist, denn zwei Leistungsträger aus dem vergangenen Jahr trainieren derzeit bei der Ersten mit. Sowohl Jannik Sarnow als auch Jorge Bruckmann absolvierten die Vorbereitung beim Landesligateam, sodass sich zeigen wird, ob die beiden Optionen für den Freitag sind. Ansonsten sieht es personell so aus, dass nur drei Spieler ausfallen werden. Dazu sagte der Trainer der Zweitvertretung: „Personell müssen wir zu den Langzeitverletzten Jasper Schnoor und Raphael Witt auf Christian Witt verzichten, der noch an einer Schulterverletzung vom Altenkrempe-Spiel laboriert. Hier wollen wir nichts riskieren.“ Gerade die Erfahrung und Physis von Neuzugang Christian Witt hätte den Eutinern im Derby sicherlich sehr gut getan, doch auch so hat man einige Spieler, die vorangehen. Für einen weiteren Neuzugang könnte es das Wiedersehen mit einigen alten Bekannten geben, denn Tom Buhmann spielte beim TSV Benz-Nüchel unter anderem mit Thies Theede oder Jonas Lüdtke zusammen, die nun beim Gegenüber spielen. In diesem Duell steckt also direkt einmal eine Menge drin, sodass man sich auf die Eröffnung der Kreisliga Südost freuen darf. Favorisiert ist minimal der Vizemeister aus der vergangenen Saison, doch in Heimspielen wurde Bösdorf/Malente kaum geschlagen. Die Bilanz der vergangenen Duelle zeigt, dass es seit der SG-Bildung einen Sieg für Bösdorf/Malente, zwei Remis und drei Siege der Eutiner gab.

TSV Dannau – SV Rickling (Fr., 19.30 Uhr)

Am Freitagabend rollt auch an der Hauptstraße in Dannau der Ball. Es kommt zu einem Aufsteigerduell zwischen dem TSV Dannau und dem SV Rickling. Die Heimmannschaft rückte als Tabellenzweiter der Kreisklasse A durch den Verzicht des SC Kaköhl hoch, doch musste einen schwerwiegenden Verlust hinnehmen. 36 der insgesamt 94 Tore gingen auf das Konto von Nicolas Timpe, doch der Stürmer machte den Schritt in die Verbandsliga zur SG Sarau/Bosau. Man verlor somit den besten Torschützen der A-Klasse. Diesen gilt es im Kollektiv zu kompensieren. Mit Meeno Scheer und Maurice Stöffer hat man noch zwei Spieler, die in der vergangenen Saison 14 und zwölf Tore erzielten und daher ebenfalls genau wissen, wo das Tor steht. Ansonsten wird man in dieser Saison womöglich eher viel gegen den Ball arbeiten müssen, sodass eine stabile Defensive essenziell für das Kapitel Kreisliga ist. Mit 46 Gegentoren kassierte Dannau die zweitwenigsten im Aufstiegsjahr. In den Vorbereitungsspielen hinterließ das Team von Stefan Gärtner einen guten Eindruck, denn es gab Remis gegen den TSV Selent (1:1) und den SC Kaköhl (2:2). Im ersten Pflichtspiel schied der Aufsteiger gegen den A-Klassenaufsteiger BW Wittorf Neumünster durch ein 3:4 aus dem Pokal aus. Nun empfängt der TSV zum Start den SV Rickling aus dem Kreis Segeberg.

Rickling setzte sich nach Platz zwei in der A-Klasse in den Aufstiegsspielen durch, sodass es nach vier Jahren die Rückkehr in die Kreisliga gab. In dieser möchte man nun mit viel Energie und Offensivdrang begeistern. Man möchte nicht abwarten und reagieren, sondern das Zepter selbst in die Hand nehmen. Die Mannschaft von Oliver Pekrun, der sich in seiner Zeit beim SVR vom Spieler hin zum Cheftrainer arbeitete, kommt vor allem über das Kollektiv, doch hat auch einige Schlüsselspieler in den Reihen. Neuzugang Dominik Lembke spielte einst für den SV Todesfelde und bringt mit seinen 42 Jahren eine hohe Erfahrung in die Abwehr. Doch auch Oliver Zebold im Sturm oder aber Tim Simon sind Spieler, die den Unterschied für Rickling machen können. Mit Dannau hat man sich bisher noch nie duelliert, sodass eine Premiere am Freitagabend ansteht. Für den SVR ist es bereits das dritte Pflichtspiel in diesem Jahr, denn bereits im Pokal waren die Segeberger zweimal gefordert. Dabei wurde der TSV Fahrenkrug bezwungen (3:1), doch zuletzt gab es eine 1:6-Klatsche gegen den SV Eintracht Segeberg, mit dem man gemeinsam aus der Kreisklasse A Mitte aufstieg.

SG Insel Fehmarn – TSV Lütjenburg (Sa., 16 Uhr)

Die SG Insel Fehmarn hat eine zufriedenstellende Vorbereitung hingelegt. Man überzeugte in den Testspielen und auch im Pokal, sodass das Team von Andre Hack bereit für die neue Kreisligasaison ist. In dieser möchte man sicherlich an der Rückrunde der vergangenen Saison anknüpfen, denn dort zeigte die SG mit Ausnahme der Derbyniederlage zum Abschluss gegen Großenbrode einen starken Endspurt. Daran möchte Fehmarn nun anknüpfen, denn dann könnte die junge Mannschaft in der Liga durchaus begeistern. Der Kader wurde nochmals enorm verjüngt, denn einige Talente aus der Region zog es auf die Insel. Zudem auch Leistungsträger von Ligakonkurrent Großenbrode, denn Maurice Molles kehrte zurück. Nun steht nach dem 4:0-Sieg im Pokal gegen den TSV Benz-Nüchel das erste Ligaspiel an und in diesem hat man noch eine Rechnung offen. Der TSV Lütjenburg reist auf die Sonneninsel und an diesen hat man keine guten Erinnerungen. An der Kieler Straße verlor die SG in der abgelaufenen Saison nach einem desolaten Auftritt deutlich mit 1:7. Seitdem hat sich einiges getan, denn während die SG Insel mit einem guten Gefühl und einer eingespielten, jungen Truppe in die achte Kreisligasaison in Folge geht, durchlebten die Lütjenburger einen Umbruch. Kaum noch etwas ist so, wie es vor rund zwei Monaten noch war. Der nahezu komplette Kader ist weg, mehr als 15 Spieler verließen Lütjenburg. Daher sind sie schwer einzuschätzen. Mit Blick auf den Kader muss man den TSV allerdings klar zu den Abstiegskandidaten zählen.

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Tjelk Jacobs Einsatz scheint noch offen zu sein, denn der Torjäger ist angeschlagen. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Die Favoritenrolle spricht vor dem Duell am Sonnabend somit klar für Fehmarn. Co-Trainer David Beljan sagt vor dem ersten Ligaspiel: „Wir spielen zu Hause, wollen auf Sieg spielen und drei Punkte zu Hause behalten. Lütjenburg hat einen Umbruch gestartet, paar wichtige Leistungsträger sind gegangen. Aber wir wissen, wie unangenehm Lütjenburg trotzdem ist. Es wird ein Kampfspiel wie die Jahre zuvor. Aber wir denken, wer das erste Tor macht, der entscheidet das Spiel.“ Die Bilanz zwischen den beiden Kreisligisten spricht klar für den Gast, denn sieben der zwölf Spiele gewann Lütjenburg. Die SG Insel setzte sich zweimal durch. Man sah gegen den kommenden Gegner oft nicht gut aus, auch wenn das letzte Aufeinandertreffen mit 3:0 für die Ostholsteiner entschieden wurde. Nun hofft die Mannschaft von Cheftrainer Hack erneut auf ein glücklicheres Ende für sich. Dabei gibt es personell allerdings einige Ausfälle beziehungsweise Fragezeichen: „Personell fehlen tut uns leider: Sven Ove Westphal mit seinem Kreuzbandriss, Morten Blendermann ist privat verhindert, Tjelk Jacob angeschlagen vom Spiel gegen Benz-Nüchel und Max Mackeprang (Ernte).“ Es fehlen somit voraussichtlich wichtige Schlüsselspieler. Neben dem langzeitverletzten Westphal muss nun nämlich auch Torjäger und Unterschiedsspieler Tjelk Jacob ersetzt werden.

FSG Saxonia – SG Dersau/Kalübbe (Sa., 16 Uhr)

Ein spannendes Duell steht am Sonnabend am Jahnweg in Bornhöved an. Die FSG Saxonia empfängt die SG Dersau/Kalübbe, den letztjährigen Tabellendritten der Kreisliga Ost und somit einen der Top-Favoriten auf den Titel. Doch auch die Heimelf hat Ambitionen. Gleich elf Neuzugänge wurden in diesem Sommer vorgestellt, sodass man zahlreiche neue Impulse gewinnen konnte. Zudem hat man sich enorm verjüngen können durch gleich fünf Eigengewächse um Jannis Voigt, die in den Herrenbereich hochgezogen wurden. Doch auch Fynn Brommann und Mathis Delfs, die jeweils vom TSV Klausdorf aus der U19 kamen. Der Cheftrainer Tobias Becker, der zuvor den Raisdorfer TSV trainierte und daher viele Teams aus der Liga bereits kennt. Man hat durchaus einen Umbruch vollzogen, sodass man sich erst einmal finden muss. Das Potenzial für die Top Fünf sieht man dennoch. In der Vorbereitung gab es zwei Testspielniederlagen gegen den VfB Kiel II (1:2) und ATSV Stockelsdorf (1:2), doch auch einen Sieg gegen den TSV Bordesholm (3:1). Im Pokal setzte sich der Kreisligist zunächst gegen den TSV Lepahn (4:1) durch, bevor es eine knappe Niederlage gegen die TS Einfeld (0:1) gab. In der vergangenen Saison belegte die FSG den neunten Platz in der Kreisliga Mitte mit großem Abstand nach unten, doch auch nach oben. Mit 20 Toren war dabei Mattis Kringel der beste Torschütze. Dieser ist einer der Anführer in der jungen Truppe.

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Die SG Dersau/Kalübbe verpasste knapp den zweiten Platz im ersten Jahr als Spielgemeinschaft, doch war dennoch nicht unzufrieden. Nun wird ein neuer Anlauf genommen und der Kader ist nahezu komplett zusammengeblieben. Zudem wurde er mit neuen Spielern ergänzt, wobei vor allem Fatlum Zymberi, der von Oberligaabsteiger Eutin 08 kam, ein echter Top-Transfer ist. Dies zeigte er bereits in den Vorbereitungsspielen, denn sowohl defensiv als auch im Spielaufbau ist Zymberi eine echte Verstärkung. In der Vorbereitung wurden gute Ergebnisse erzielt, wobei vor allem der 2:1-Sieg gegen den Preetzer TSV heraussticht. Im ersten Pflichtspiel hatte die Mannschaft von Holger Böttcher allerdings das Nachsehen. Gegen den Verbandsligaabsteiger SV Bönebüttel-Husberg gab sich diese mit 0:3 geschlagen. Nun steht der Ligaauftakt an und diesen möchten die „Keiler“ erfolgreich gestalten. Als ASV Dersau trat man gegen die FSG Saxonia 14 Mal an, wobei es keinen einzigen Sieg gab. Acht Saxonia-Siege stehen sechs Unentschieden gegenüber. Letztmals aufeinandergetroffen sind die Teams im Mai 2022, als es ein 2:2-Remis gab.

SC Cismar – TSV Lensahn (Sa., 16 Uhr)

Der erste Spieltag bietet vor allem eines: Derbys. Nicht nur am Freitagabend, wenn die Liga in Malente eröffnet wird, sondern auch am Folgetag an der Gildestraße. Der SC Cismar empfängt den TSV Lensahn und diese Konstellation gab es bereits vor zwei Jahren. In der ersten Kreisligaspielzeit nach dem Aufstieg empfingen die Grömitzer bereits den TSV Lensahn am ersten Spieltag. Damals verlor die Heimmannschaft mit 2:4. Nun sind ziemlich genau zwei Jahre seitdem vergangen und aus dem damaligen Aufsteiger wurde ein gefestigter Kreisligist, der in der abgelaufenen Spielzeit als heimstärkste Mannschaft der Liga sogar oben anklopfen konnte. Die Entwicklung spricht für den SCC, sodass sie nicht ohne Grund für viele Trainer der Liga zum Favoritenkreis zählen. Dabei hat man den klaren Vorteil, dass die Truppe eingespielt ist und nur durch drei Neuzugänge ergänzt wurde. Zudem verließ gerade einmal ein Spieler den Kreisligisten. Die Abläufe sind also bereits fest verankert, doch nun gilt es, diese auch auf den Platz zu bekommen. Dazu wurde sich intensiv vorbereitet und ein sehr positives Fazit zur Sommervorbereitung gezogen. Das Gefühl, mit dem der SCC also in die Saison startet, ist trotz der 0:4-Pokalniederlage gegen den Oldenburger SV, wo man durchaus auch einige positive Dinge zeigte, sehr positiv. Co-Trainer Daniel Temme sagt vor dem Derby am Sonnabend: „Wir haben lange auf den ersten Spieltag hingearbeitet, haben in der Vorbereitung viele Dinge gemacht, um die Mannschaft in allen Bereichen bestens vorzubereiten. Die Trainingsbedingungen und die Beteiligung waren sehr gut. Wir haben nicht so viel Kraft und Energie in die Vorbereitung gesteckt, um am ersten Spieltag Punkte zu lassen. Egal gegen wen! Wir sind alle unfassbar motiviert und freuen uns sehr auf den Saisonauftakt. Und dann am ersten Spieltag zu Hause ein Derby gegen Lensahn? Was will man mehr? Lensahn hat sehr gut aufgerüstet und anständige Ergebnisse erzielt. Daher wird das mit Sicherheit kein Spaziergang. Wir wissen um die Stärken und Schwächen des Gegners. Personell sieht es sehr gut aus. Außer den Langzeitverletzten und ein, zwei Spielern, die arbeiten müssen, stehen uns alle Jungs zur Verfügung.“

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Wenn der SC Cismar und TSV Lensah aufeinandertreffen, geht es meist ordentlich zur Sache. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Der TSV Lensahn ist für viele der Top-Favorit in der Kreisliga Südost. Bereits die Rückrunde war höchst beeindruckend, sodass man die Mannschaft von Daniel Safadi klar auf dem Radar haben muss. Nicht nur, weil man 2026 nur zwei von 13 Kreisligaspielen verlor, sondern auch 27 Zähler holte. Die Offensive war dabei einer der Hauptgründe, denn neben den ohnehin starken Ratje-Brüdern kam mit Haruna Jammeh noch einmal ein Spieler dazu, der eine außergewöhnliche Qualität für die Liga mitgebracht hat. Mit 13 Toren in zehn Spielen brauchte der ehemalige Erstligaspieler aus Ungarn kaum Eingewöhnungszeit. In dieser Saison möchte Jammeh sicherlich daran anknüpfen, doch er bekam einen weiteren, vierten Offensivspieler dazu. Connor Prüss kam aus Oldenburg und hat ebenfalls bereits unter Beweis gestellt, welch hohe Qualität er hat. Die Offensive ist somit hochkarätig besetzt, doch auch in der Defensive wurde sich verstärkt. Wilhelm Gradert kehrte zurück und soll an der Seite von Kapitän Jonas Müller für noch mehr Stabilität sorgen. Lensahn ist allein aufgrund der Neuzugänge einer der Top-Favoriten auf den Aufstieg. Somit hat das Derby in Grömitz direkt einmal Topspiel-Charakter, wenn zwei Teams aus dem Favoritenkreis aufeinandertreffen. Die Bilanz der vergangenen Duelle ist dabei ziemlich ausgeglichen. Vier Siege des SCC stehen fünf des TSV gegenüber. Zudem gab es zwei Remis. Die vergangenen Duelle sprechen allerdings klar für die Mannen von der Gildestraße, denn die jüngsten drei Partien gewannen sie allesamt bei 7:0 Toren. Diesen Trend möchte Lensahn beenden, sodass sich die Mannschaft aus dem Jahnstadion viel vornimmt. Vadim König sagt zum Auftakt: „Wir wollen gut in die Saison starten und das umsetzen, was wir uns in der Vorbereitung vorgenommen haben. Mit Cismar erwartet uns ein Gegner, der viel über seine Leidenschaft und den Kampf kommt. Sie werden wieder versuchen, uns über die Zweikämpfe unser Spiel nicht aufziehen zu lassen. Personell kommen so langsam alle wieder zurück und so können wir fast auf alle zurückgreifen.“

SG Göhl/Oldenburg – SV Kirchbarkau (So., 14 Uhr)

Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga gab es für die SG Göhl/Oldenburg einen Umbruch. Mit Neu-Trainer Mario Markmann wurde sich massiv verjüngt, sodass kaum ein Spieler im mittleren 20er-Alter ist. Es ist fast schon eine A-Jugend, die in der Kreisliga an den Start geht, denn der Großteil der Mannschaft rückte in diesem Sommer aus der U19 in den Herrenbereich. Fußballerisch bringen diese eine hohe Qualität mit, denn gemeinsam mit Markmann als Coach spielte die SGGO in ihrer Altersklasse Oberliga. Doch es wird sich zeigen, wie schnell man sich an die Herren-Kreisliga gewöhnen kann. Die Testspiele waren gemischt, doch das Pokalspiel gegen Landesligist Eutin 08 machte Mut. Dort hielt man gut dagegen und das Ergebnis lange Zeit offen. Doch gerade mit Blick auf die Ausdauer zeigte diese Partie auch eine klare Schwäche auf. Nun steht nach einer kurzen Sommerpause, da die A-Jugend wesentlich länger im Ligabetrieb war, das erste Kreisligaspiel an. Auf dem Kunstrasen in Oldenburg ist der SV Kirchbarkau zu Gast, eine echte Wundertüte in dieser Liga.

Der Trainer der SGGO sagt vor dem Duell: „Wir freuen uns auf den Start in die Liga. Die Jungs sind heiß und haben am Montag intensiv und konzentriert trainiert. In den beiden Einheiten am Mittwoch und Freitag werden wir den letzten Feinschliff vornehmen.“ Personell sah es zuletzt durchwachsen aus, was sich nun geändert hat. Dennoch hofft Markmann auf Unterstützung der Ersten: „Nach jetzigem Stand haben wir am Sonntag alle Spieler aus unserem Kader an Bord. Nur bei Ben Ehrich steht noch ein Fragezeichen, ob er es zeitlich schafft (Arbeit).
Es ist noch offen, ob und wie viele Spieler wir zusätzlich noch aus dem Trainingsbetrieb der Ersten dazubekommen werden. Da einige Spieler von uns noch Trainingsrückstand haben, wäre es gut, auf den einen oder anderen fitteren Spieler zurückgreifen zu können. Für die jungen Spieler ist es gut, dass wir mit einem Heimspiel in die Saison starten. Wir wollen natürlich mit einem positiven Ergebnis gestärkt in die kommenden schweren Spiele gehen. Dazu werden wir versuchen, dem Gegner von Beginn an unser Spiel aufzudrücken. Wenn die Jungs die Leistung aus dem Pokalspiel gegen Eutin auf den Platz bekommen, werden wir ein gutes Spiel sehen.“ Der Gegner ist im vergangenen Jahr Tabellenneunter in der Kreisliga Nord geworden. Dabei zeigte man sich offensivstark mit 62 Toren. Die meisten gingen davon auf das Konto von Jesse Schlüter, der 13-mal traf. In der Vorbereitung gab es zunächst einen 6:2-Sieg gegen den TSV Melsdorf, bevor im Anschluss das Pokalspiel gegen den TSV Selent im Elfmeterschießen verloren wurde. Die Mannschaft von Niklas Hass ist daher sehr schwer einzuschätzen.

SV Großenbrode – TSV Gremersdorf (So., 15 Uhr)

Sowohl der SV Großenbrode als auch der TSV Gremersdorf sind im Kreispokal ins Achtelfinale eingezogen. Während der SVG sich vergangene Woche spektakulär durch ein Torhütertor von Sebastian Ziegler ins Elfmeterschießen rettete, wo man letztlich den Verbandsligisten MTV Ahrensbök bezwang, war der TSV am Dienstagabend gefordert. In Altenkrempe war es ein hartes Stück Arbeit für den Verbandsligaabsteiger, der sich dank eines Treffers von Rene Klein in der ersten Hälfte mit 1:0 gegen den A-Klassisten durchsetzte. Mit einem dünnen Kader angereist, sollte es nicht wirklich überzeugend sein. Nun steht der Ligastart an und beide Mannschaften trafen sich bereits in diesem Sommer. Im Rahmen des Sund-Cups setzte sich der TSV Gremersdorf durch. Für Großenbrode soll es ein guter Start werden, damit direkt die ersten drei Punkte auf der heimischen Sportanlage eingefahren werden. Man möchte an die Rückrunde der abgelaufenen Saison anknüpfen und vor allem über einen starken Kampf kommen. Dieser war im Pokal und auch in den vergangenen Testspielen bereits sehr gut. Trainer Peter Thomm sagt: „Personell sieht es eigentlich ganz gut aus. Ausfallen wird definitiv Henner Kühlsen (verletzt), da warten wir auch noch auf eine Diagnose. Der Rest ist tatsächlich fit, dementsprechend habe ich einen nahezu vollen Kader. Da freue ich mich drauf, Ligastart, dann gleich gegen einen Nachbarn mit Gremersdorf. Ich denke, sie werden kompakt stehen, es ist eine erfahrene Truppe mit vielen erfahrenen Spielern in den Reihen und werden uns alles abverlangen. Es ist das erste Spiel in der neuen Serie und wir wollen nach Möglichkeit drei Punkte holen, zumal es auch ein Heimspiel ist und das wollen wir auf jeden Fall erfolgreich gestalten. Ich bin bisher mit der Vorbereitung zufrieden, deshalb kann man das auch erwarten.“

Der TSV Gremersdorf hat keinen leichten Sommer nach dem Abstieg hinter sich. Einige Spieler haben den Verein verlassen, sodass ein sehr kleiner Kader in die Kreisligasaison geht. Die Vorbereitung zeigte Licht und Schatten, sodass es noch schwer einzuschätzen ist, wo der TSV derzeit steht. Selbst hofft man auf eine Platzierung im oberen Tabellendrittel. Soll dies gelingen, dann ist ein Sieg in Großenbrode schon fast Pflicht, doch unterschätzen darf man das Team von Peter Thomm nicht. Gremersdorf-Coach Christian Ippig sagt vor dem ersten Ligaspiel: „Wir starten direkt mit einem Derby in Großenbrode. Keine einfache Aufgabe, aber wir sind gut vorbereitet und wollen gut in die Saison starten. Zwar haben wir Großenbrode im Sund-Cup geschlagen, aber dies ist kein Maßstab. Gerade in einem Derby wird es schnell emotional, daher heißt es, ruhig bleiben, unser Spiel geduldig aufziehen und den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen. Michel Rüddiger (Urlaub) und Tim Keibel (Dienst) sowie Tim-Ole Uthenwoldt fallen aus. Ansonsten müssen wir das Training am Donnerstag abwarten.“

TuS Tensfeld – FT Preetz (So., 15 Uhr)

Der TuS Tensfeld spielte vor zwei Jahren schon in der Kreisliga Ostholstein mit. Man gehörte zu den Spitzenteams, begeisterte mit Offensivfußball, doch verabschiedete sich in der Rückrunde immer mehr aus dem Aufstiegsrennen. Im Folgejahr gab es einen Platz im Tabellenmittelfeld der Kreisliga Mitte, wo erneut die Offensive glänzte, doch die Defensive mit 71 Gegentoren zu löchrig war. Nun gehen die Segeberger in der Kreisliga Südost an den Start und dort soll mit neuem Trainer eine bessere Saison gespielt werden. Alkos Levens, der jahrelang über zwei Amtszeiten in der „Kuhle“ die Mannschaft trainierte, wurde von Christoph Hinz, der zuletzt bei Ligakonkurrent SV Rickling im Amt war, beerbt. Berufliche Gründe zwangen Levens zu dem Schritt, sein Amt niederzulegen. Der neue Coach steht ebenfalls für offensiven Fußball und viel Ballbesitz. Es wird intensiv mit schnellem Umschalten. Das erste Pflichtspiel unter Hinz ging allerdings in die Hose. Gegen den A-Klassisten SG Kaltenkirchen/Lentföhrden schied man durch eine 1:2-Pleite aus dem Pokal aus. Am Bahndamm war man in der Vergangenheit oft sehr ambitioniert, doch es reichte am Ende dann doch nicht, um den letzten Schritt zum Aufstieg zu gehen. So spielt man nun schon seit 2019 in der Kreisliga, musste sich aber meist mit einem Platz im Verfolgerfeld geschlagen geben. Dass es vergangene Saison nicht einmal dafür reichte, lag auch an Verletzungen. Torge Broetzmann, der bereits vor zwei Jahren in der Kreisliga Ost mit seiner Verletzung schmerzlich vermisst wurde, oder aber Kapitän Kolja Bröker fehlten lange Zeit. Ob man in diesem Jahr erneut den Aufstieg als Ziel ausruft, wird sich zeigen, denn die Voraussetzungen könnten besser sein. Mit Levin Stölten ist der beste Torschütze der abgelaufenen Saison weg und zudem werden zwei wichtige Spieler in den ersten Wochen fehlen. Meeno Bröker kehrt erst zur Rückrunde von einer Weltreise zurück und Bruder und Kapitän Kolja fehlt weiterhin verletzt.

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Kapitän Kolja Bröker wird den Saisonstart in der Kreisliga verpassen. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Wenn man am Sonntagnachmittag die FT Preetz empfängt, werden die beiden Brüder also definitiv fehlen. Die erste Aufgabe in dieser Saison ist für den TuS wahrlich keine einfache, denn Preetz hat ein großes Potenzial. Dieses konnte aufgrund vieler Verletzungen in der abgelaufenen Saison nicht ausgeschöpft werden, sodass man sich im Tabellenmittelfeld wiederfand. Vor allem zu Hause lief es allerdings richtig gut, denn dort wurde ein Großteil der Punkte eingefahren. Auswärts dagegen gab es viel Luft nach oben. Ein Unterschiedsspieler mit seinen vielen Toren war im vergangenen Jahr und wird auch in diesem Jahr Spielertrainer Florian Manstein sein. Dieser gehört zu den torgefährlichsten Kreisligaspielern der vergangenen Jahre. In der abgelaufenen Spielzeit wurde allerdings auch er ausgebremst, sodass es letztlich nur neun Saisontore waren. Stattdessen trafen Mirco Breiholz (elf) und Özal Berk (14-mal). In dieser Saison möchte man erneut offensiv ausgerichtet sein. Es wurde sich nochmals verstärkt, wobei man in allen Mannschaftsteilen echte Top-Verstärkungen begrüßen konnte. In der Abwehr ist es der erfahrene Mats Böckmann, der vom TSV Plön kam. Im Mittelfeld kehrt Alex Schachmeier nach einem Jahr bei der Probsteier SG zurück und für vorne hat sich die FT die Dienste eines Stürmers gesichert, der in der Vorbereitung bisher in jedem Spiel traf. Michel Danberg kam vom Preetzer TSV und bringt den Angriff noch einmal auf ein anderes Level. Weitere Neuzugänge sind Leon Ibisi, Bosse Klosz, Luke Fingerhut und Lukas Schmidt aus der eigenen JFV Preetz U19. Zudem Max Behlau aus der A-Jugend des TSV Klausdorf. Abgänge gab es nur mit Alija Bajric zur SG Sarau/Bosau und Dietrich Roo, der aufgehört hat. Es ist also ein Spiel, in dem es durchaus spannend werden könnte und ein Favorit schwer zu bestimmen ist. Zwei Duelle gab es gegeneinander vor zwei Jahren, wobei es einen Sieg des TuS Tensfeld sowie ein Remis gab. Dass es nun ein torreiches Spiel der beiden Kreisligisten wird, ist nicht unwahrscheinlich.

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