Riad Kastrati-Rrahmani entscheidet das Rennen um Platz 2. Archivfoto: Lobeca/Niklas Runne

Lübeck – Der letzte Spieltag in der Verbandsliga Süd stand ganz im Zeichen des Kampfes um Platz 2, der an Spannung kaum zu überbieten war.

Der Türkische SV war bei Eintracht Groß Grönau zu Gast. Zur Halbzeit stand es lediglich 1:0 für die Gäste durch einen Treffer von Lasse Schönwald. Zu diesem Zeitpunkt war das Ergebnis in der Partie zwischen dem FC Ahrensburg und dem SV Hamberge noch 0:0 und die Gäste hatten immer noch den Vorteil für sich. In der 76. Minute der beiden Begegnungen änderte sich das Szenario. Der Türkische SV führte durch weitere Tore von Efe Gökgöz (50.), Sergen Tarim (59.) und Rafique Dwaah (70., 76.) klar und hatte seine Hausaufgaben gemacht. Jetzt schaute alles nach Ahrensburg und genau in der 76. Minute fiel der Siegtreffer für die Heimmannschaft durch Riad Kastrati-Rrahmani. Den Gästen aus Hamberge gelang der Ausgleich nicht mehr. Durch die bessere Tordifferenz zog der Türkische SV vorbei und sicherte sich Platz 2, nimmt an den Aufstiegsspielen zur Landesliga teil.

Die Stimmen nach den Spielen

Büchen-Siebeneichen – GW Siebenbäumen 1:2 (0:2)

Matthias Räck (Büchen-Siebeneichen): „Zu diesem Ergebnis kann man nicht viel sagen. Ich war erst fünf Minuten vor Ende der ersten Halbzeit da, musste arbeiten. Aber was ich in diesen fünf bis sieben Minuten gesehen habe, dass war nicht die Mannschaft, die eine top Rückrunde gespielt hat. Das war einfach nur lauffaul. Ziel war es ganz klar, drei Punkte einzufahren. Gründe:
Johannes Müller hatte sein letztes Spiel für uns gemacht, wir haben zuhause gespielt und danach sollte es eine kleine Party mit den Fans geben (Freibier). Ich bin mega enttäuscht über das, was heute auf dem Platz ablief. Glückwunsch an Siebenbäumen für die drei Punkte. Viel Glück nächste Saison.“

SV Azadî Lübeck – Sereetzer SV 3:1 (2:1)

Niwar Jasim (Azadî): „Wir haben noch einmal alles für ein gemeinsames Ziel auf dem Platz gelassen, nämlich, dass Marco Pajonk die Marke von 50 Toren knackt. Das ist uns gelungen und hat zum Saisonabschluss noch einmal gezeigt, wie geschlossen wir als Team aufgetreten sind. Auch in der Fairness-Tabelle stehen wir weit oben, was ebenfalls für die Mannschaft spricht. Es war ein perfekter Abschluss und insgesamt eine rundum gelungene Saison.“

André Frese (Sereetz): „Wir machen über weite Strecken ein gutes Spiel, aber am Ende war die Qualität von Pajonk der Unterschied in einem munteren Spiel, wo es für beide um nichts mehr ging. Nun freuen wir uns auf die Sommerpause und auf unsere Abschlussfahrt nach Mallorca am Sonntag.“

VfL Oldesloe – Elmenhorst/Tremsbüttel 2:2 (2:1)

Marco Urban (Oldesloe): „Das Spiel steht in gewisser Weise sinnbildlich für unsere gesamte Saison. Ziehen in den ersten fünf bis zehn Minuten den Kopf aus der Schlinge, haben dann vieles richtig gemacht und trotzdem ist es uns am Ende nicht gelungen, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Der Abstieg stand bereits seit einigen Wochen fest. Das ist eine bittere Realität, der wir uns als Verein, als Team und auch ich mich persönlich stellen müssen. Die Umstände waren nicht einfach.
Für viele trennen sich nun die Wege nach dieser Saison. Einige Spieler werden neue Herausforderungen annehmen oder sogar ganz aufhören, auch für mich beginnt ein neues Kapitel. Das gehört zum Fußball dazu, gerade in Phasen wie diesen. Ich wünsche jedem einzelnen nur das Beste, sportlich aber in erster Linie auch privat! Es sind alles feine Jungs! Ich möchte mich ausdrücklich bei den Jungs bedanken, auch beim Staff und dem kompletten Verein! Ich wünsche dem Verein für die kommende Saison viel Kraft, Geschlossenheit und sportlichen Erfolg. Manchmal sind es genau solche Phasen, aus denen langfristig etwas Neues und Stärkeres entstehen kann.“

Michal Ratajczak (Elmenhorst/Tremsbüttel): „Es hat bei uns leider die Luft gefehlt. In der ersten Halbzeit waren wir nicht präsent genug und haben gleich drei hundertprozentige Chancen vergeben. Dann gerieten wir aus dem Nichts in Rückstand. Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen waren zu groß, es fehlte an Dynamik und Tempo. Dennoch haben wir am Ende Moral bewiesen und uns den Punkt erkämpft. Insgesamt war es kein gutes Spiel von uns.“

Eintr. Groß Grönau – Türkischer SV 0:5 (0:1)

Philipp Polzin (Groß Grönau): „Trotz eines stark dezimierten Kaders haben wir alles reingeworfen und das Beste daraus gemacht. Die 0:5-Niederlage fällt zwar deutlich aus, war am Ende aber verdient. Glückwunsch auch an den Türkischer SV zum zweiten Platz – jetzt habt ihr es in der eigenen Hand! Trotzdem überwiegt bei uns der Stolz: Danke an die Jungs für eine überragende Saison. In der ersten Verbandsliga-Saison direkt aus der B-Klasse so eine Leistung abzurufen, ist alles andere als selbstverständlich. Charakter gezeigt, zusammengehalten und als Team gewachsen – darauf können wir alle stolz sein!“

Ismail Öztürk (Türkischer SV): „Meine Jungs haben mir ein richtig schönes Spiel geschenkt: taktisch stark, mit großer Spielfreude und voller Leidenschaft, sehenswerten Toren. Nach dem Schlusspfiff mussten wir noch auf das Ergebnis aus Ahrensburg warten, diese zehn Minuten kamen mir wie eine Ewigkeit vor. Es waren wirklich unvergessliche Momente, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde. Ein riesiges Dankeschön an meine Spieler für den Zusammenhalt. Verdientermaßen Vizemeister! Aber selbst wenn wir am Ende Dritter geworden wären, hätten wir eine Hammer-Saison gespielt. Deshalb bin ich unglaublich stolz auf die Truppe – und das kann Hamberge ebenfalls sein. Sehr starke Saison gespielt, Hut ab. Jetzt heißt es wohl doch noch drei weitere Spiele, bevor ich zurücktrete. Ein großer Dank geht auch an Ahrensburg: „Respekt“.“

S.I.G. Elmenhorst – TSV Trittau 2:3 (0:2)

Bastian Olböter (Elmenhorst): „Für einen Punktgewinn hat es leider nicht ganz gereicht. Wir hatten zu Spielbeginn zwei gute Chancen, nutzen sie aber nicht. Trittau kam dann immer besser ins Spiel und ließ den Ball gut in den eigenen Reihen laufen. Das 0:2 zur Pause war dann vielleicht um ein Tor zu hoch. Nach der Pause konnten wir ein wenig umstellen und haben über die Außen mehr Zugriff bekommen. Am Ende hat die Kraft dann nicht für ein drittes Tor zum Unentschieden gereicht, und man hat auf dem Platz auch gemerkt, dass die Laufbereitschaft ein bisschen raus war. Jetzt gilt es, für das Pokalfinale in Siebenbäumen nächste Woche nochmal hochzufahren.“

Niels Gehrken (Trittau): „Wieder ein spannendes Spiel zum Abschluss – wir führen nach sehr guter Leistung verdient mit 2:0 zur Halbzeit. Die zweite Halbzeit war dann ausgeglichen und sehr spannend bis zum Schluss. Am Ende nehmen wir aber verdient die drei Punkte mit. Glückwunsch an den Türkischen SV und viel Erfolg in der Relegation!“

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SG Oering-Seth – MTV Ahrensbök 3:2 (1:1)

Harjas Ahluwalia (Oering-Seth): „Zum Abschluss der Saison haben wir uns vorgenommen, uns mit drei Punkten aus der Liga zu verabschieden. Über 90 Minuten geht dieser Sieg auch in Ordnung. Generell hat die Mannschaft die letzten Spiele gezeigt wozu sie in der Lage ist. Darauf gilt es nun aufzubauen. Aber vorerst steht die Pause an, die vor allem dazu dienen soll einmal die Köpfe komplett frei zu bekommen.“

Jan-Hendrik Alpen (Ahrensbök): „Klassischer Sommerkick bei schlechtem Wetter. Es war insgesamt kein gutes Spiel von uns. Zwar haben wir uns einige Chancen erspielt und sind immer wieder zurückgekommen, am Ende war es aber zu wenig und wir müssen uns bei der SG Oering-Seth geschlagen geben. Viel wichtiger ist allerdings, dass wir die Saison über dem Strich abschließen und damit unser Ziel erreicht haben. Vielen Dank außerdem an die SG Oering-Seth für die tolle Gastfreundschaft heute Abend!“

SV Schackendorf – SSV Güster 4:3 (1:3)

Knud Kapschitzki (Güster): „Wir sind mit zwölf Mann losgefahren, haben die Aufstellung gewürfelt und in der ersten Halbzeit hat nur ein Spieler auf seiner angestammten Position gespielt. Wir gehen völlig verdient mit 3:0 in Führung, bekommen aber noch das 3:1. In der zweiten Halbzeit haben wir etwas umgestellt, das hat leider gar nicht gefruchtet. Vielen Dank an Schackendorf für die Gastfreundschaft. Jetzt sind wir froh, dass wir mit unserem Lazarett in die Sommerpause gehen können.“

FC Ahrensburg – SV Hamberge 1:0 (0:0)

Avni Ajvazi (Ahrensburg): „Wir haben nichts abgeschenkt. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und sehr wenig zugelassen, obwohl wir nur mit 13 Mann da waren und davon zwei Spieler nicht einmal richtig fit waren. Trotzdem haben wir es als Team sehr stark gemacht und alles gegeben, um das letzte Spiel zu gewinnen und zu zeigen, dass wir auch die Teams oben schlagen können. Leider war unsere Saison insgesamt zu schwankend, mit sehr guten, aber auch katastrophalen Spielen, da muss man ehrlich sein. Ich denke trotzdem, dass der Sieg heute in Ordnung geht, weil wir über weite Strecken die bessere Mannschaft waren und viele Situationen spielerisch stark gelöst haben. Ich habe auch zu meiner Mannschaft gesagt: Warum nicht immer so? Dann wäre definitiv mehr drin gewesen und wir hätten eine bessere Platzierung erreichen können. Jetzt heißt es erstmal Pause machen. Die Saison hat sehr viel Kraft gekostet und sowohl ich als auch meine Spieler müssen die Akkus wieder aufladen. Wir hatten über die Saison einen kleinen Kader, weil uns einige Spieler verlassen haben, und deshalb war es oft nicht einfach. Fußball ist ein wunderbarer Sport, aber manchmal auch grausam. Trotzdem lieben wir dieses Spiel.“

Kambiz Tafazoli (Hamberge): „Natürlich sind wir enttäuscht, weil wir es nicht geschafft haben, zumindest einen Punkt aus Ahrensburg mitzunehmen. Es war insgesamt ein sehr chancenarmes Spiel, in dem wir offensiv nicht den Druck entwickelt haben, den wir uns vorgenommen hatten. Ahrensburg nutzt dann eine ihrer wenigen Möglichkeiten und erzielt mit einem Sonntagsschuss das entscheidende Tor. Trotzdem hatten wir am Ende noch die Chance auf den Ausgleich, als der Ball sogar noch auf der Linie geklärt wird. Wenn man aber ehrlich ist, hat man bei einigen Spielern die Nervosität und Anspannung in diesem Spiel schon gemerkt. In solchen Begegnungen entscheiden oft Kleinigkeiten und heute hat es leider nicht für uns gereicht. Trotz allem überwiegt bei mir der Stolz auf diese Mannschaft ganz klar. Die Jungs haben eine überragende Saison gespielt und sich Woche für Woche alles erarbeitet. Natürlich hätten wir das Ganze gerne mit dem i-Tüpfelchen gekrönt, aber das gehört im Fußball manchmal eben auch dazu. Jetzt gehen wir erstmal in die Pause, werden die Saison vernünftig aufarbeiten und dann mit neuer Energie wiederkommen, um uns auf die kommende Spielzeit vorzubereiten. Außerdem Glückwunsch an den Türkischen SV zur Vizemeisterschaft und zur Qualifikation für die Relegation.“

Der 30. und letzte Spieltag

Büchen-Siebeneichen – GW Siebenbäumen 1:2
SV Azadî Lübeck – Sereetzer SV 3:1
VfL Oldesloe – Elmenhorst/Tremsbüttel 2:2
Eintr. Groß Grönau – Türkischer SV 0:5
S.I.G. Elmenhorst – TSV Trittau 2:3
SG Oering-Seth – MTV Ahrensbök 3:2
SV Schackendorf – SSV Güster 4:3
FC Ahrensburg – SV Hamberge 1:0

Die Abschluss-Tabelle

1.SV Azadi Lübeck30153 : 4182
2.Türkischer SV3099 : 4467
3.SV Hamberge3090 : 4767
4.TSV Trittau3090 : 4766
5.SSV Güster3069 : 6847
6.FC Ahrensburg3076 : 6846
7.S.I.G. Elmenhorst3081 : 7446
8.SV Schackendorf3081 : 8343
9.Eintr. Groß Grönau3075 : 8643
10.Büchen-Siebeneichen3066 : 7738
11.Sereetzer SV3061 : 7631
12.MTV Ahrensbök3063 : 10229
13.Elmenhorst/Tremsbüttel3058 : 9528
14.GW Siebenbäumen3042 : 8221
15.VfL Oldesloe3050 : 9517
16.SG Oering-Seth3045 : 11417

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