
Lübeck – Die Kreisliga Süd steht in den Startlöchern und es wartet eine erneut hochklassige Liga. Erneut wird mit Spannung auf diese geschaut, denn es gibt zahlreiche Mannschaften, die über hohe Qualität verfügen und auch in diesem Jahr nochmal nachgerüstet haben. Eine dieser ist auch der Eichholzer SV II, der in sein zweites Kreisligajahr nach dem Aufstieg 2024/25 geht. Die Mannschaft vom Pöbelberg geht mit einer Serie im Rücken in die neue Spielzeit und möchte dort die starke abgelaufene Saison bestätigen.
Eichholzer verstärken sich hochkarätig
Die abgelaufene Saison beendete der Eichholzer SV II als Tabellenvierter. Mit 61 Punkten und nur insgesamt fünf verlorenen Spielen war es im Jahr eins nach dem Aufstieg eine beeindruckende Runde. Vor allem die Rückrunde sorgte für Staunen, denn die Zweitvertretung glänzte mit einer herausragenden Konstanz und verlor gerade einmal ein Rückrundenspiel. Dieses war sogar noch in 2025, sodass die Mannschaft von Trainer Stephan Lindhoff in 2026 noch kein einziges Pflichtspiel verlor. Wenig überraschend gilt die Landesliga-Reserve durch diese Serie als einer der Top-Favoriten der neuen Saison. Doch auch die Neuzugänge tragen an dieser Rolle ihren Anteil bei. Mit Spielern wie Marcel Stellbrinck (SC Rapid Lübeck), Nico Hoffmann (Schönberg 95) oder aber Tom Meier (eigene Erste) wurden gleich drei hochkarätige Neuverpflichtungen getätigt. Diese ergänzen das ohnehin eingeschworene Kollektiv an der Guerickestraße und bringen ebenfalls Stallgeruch aus früheren Zeiten beim ESV mit.
Die Mischung macht’s
Zur neuen Saison bekam der Cheftrainer zudem auch einen neuen Co-Trainer dazu, denn Dustin Funck, der vergangene Saison noch als Spieler zu vereinzelten Einsätzen kam, rückt nun an die Seite von Lindhoff und Michael Zech, der weiterhin ebenfalls als Co-Trainer fungiert. Man startete bereits früh und getestet wurde ebenfalls fleißig. So stand die eigene Sportwoche an, bei der man auf den VfL Vorwerk (2:1) und TSV Schlutup (5:1) traf. Dort zeigte man zwei Gesichter, so enttäuschte man gegen den Kreisligaabsteiger, doch brillierte stattdessen gegen den letztjährigen Tabellendritten und Ligakonkurrenten. Gegen AKM Lübeck durfte sich beim 15:3-Sieg zudem die Offensive für die neue Saison warmschießen. Jüngst gab es noch ein 7:5 gegen den Tralauer SV. Die Vorbereitung war also intensiv und durchaus positiv. Stephan Lindhoff sagte zu dieser: „Unsere Vorbereitung lief wie in den Jahren davor eigentlich wie immer. Wir haben knapp fünf Wochen vor Saisonstart begonnen und die Schwerpunkte auf den konditionellen Bereich gelegt, wobei es in jedem Training natürlich auch ausreichend mit Ball trainiert wurde. Durch die Urlaubs- und Ferienzeit fehlen natürlich bei Einheiten mal hier und mal da Spieler. Wir als Trainerteam wissen dieses und finden da immer eine gute Mischung aus Vollgas geben und etwas lockeren Einheiten. Wir denken, dass diese dosierte Mischung aus anspruchsvollem Training sowie Spaß, als Team auf dem Platz zu stehen, genau uns als Mannschaft ausmacht.“
Vorsaison soll mindestens bestätigt werden
Mit Blick auf die Kreisliga kamen für den ESV durchaus auch neue Gegner dazu, die man noch nicht allzu gut kennt. Vor allem Siebenbäumen und die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg sind dies. Die drei Aufsteiger TSV Zarpen, Ratzeburger SV II und Krummesser SV sind aus der eigenen Aufstiegssaison von vor zwei Jahren noch bestens bekannt. Der Trainer der Eichholzer verrät, was er für eine Liga erwartet: „Es ist erst unsere zweite Kreisligasaison. Ich denke, die Liga wird durch die Aufstiege von Reinfeld/Kronsforde sowie Pansdorf II ausgeglichener werden. Diese beiden sind letztes Jahr komplett vorne wegmarschiert. Diese Saison wird es so eine Mannschaft vermutlich nicht geben. Es wird sehr spannend werden in der neuen Kreisliga, egal ob in der oberen Tabellenhälfte oder in der unteren. Für uns ist es die zweite Saison in der Kreisliga und die Mannschaften wissen, was wir auf den Platz bringen können. Die Außenseiterrolle werden wir wahrscheinlich nun nicht mehr einnehmen können.“ Zur eigenen sportlichen Zielsetzung setzte er fort: „Wie schon gesagt ist es unsere zweite Saison erst in der Kreisliga. Wir sind 15 Spiele in dieser aktuell ungeschlagen. Unser Kader ist soweit komplett zusammengeblieben und hat eine überragende letzte Saison gespielt. Nun ist es uns auch gelungen, starke Neuzugänge mit ebenfalls Eichholzer Wurzeln für uns zu gewinnen. Wir haben mit allen Neugängen nochmals deutlich an Qualität gewonnen. Diese heißt es nun zu integrieren, um am Ende so gut wie möglich abzuschneiden. Ich bin kein Fan davon zu sagen, wir müssen Platz eins, zwei, drei oder vier erreichen. Um solche Positionen zu erreichen, muss alles in der Saison passen (Spielglück, wenig Verletzungen etc.). Wir als Trainerteam würden gerne den Platz vier aus letzter Saison mindestens bestätigen, im besten Fall verbessern.“

„Wichtig ist, dass wir mit Leistung dem Pöbelberg sowie dem Verein zeigen, dass Eichholz grün, schwarz ist und diese Farben mit Stolz getragen werden“
Wenn der ESV II in der vergangenen Saison gespielt hat, wurde eigentlich immer eine Menge geboten. Nicht nur knapp fünf Tore, die im Schnitt pro Spiel mit Beteiligung der Zweitvertretung fielen, sondern auch fußballerisch eine Menge Unterhaltung und Spektakel. Der Trainer verriet, worauf man sich bei den Spielen seiner Mannschaft freuen darf und was die Zuschauer von dieser erwarten können: „Ich glaube, diese Frage ist ganz einfach zu beantworten. Das, was wir uns die letzten drei Jahre aufgebaut haben, und welch einen attraktiven und schnellen Offensivfußball wir in der Lage sind zu spielen, ist großartig. Defensiv haben wir uns in der Aufstiegssaison sowie in der letzten nach anfänglichen Schwierigkeiten gefangen und waren im Defensivverbund besser. Hier gilt es aber noch weiter dran zu arbeiten. Die Zuschauer am Pöbelberg dürfen sich definitiv auf eine eingeschworene, spielstarke Mannschaft freuen, die in jedem Spiel über 90 Minuten alles geben wird, um zu gewinnen. Wichtig ist, dass wir mit Leistung dem Pöbelberg sowie dem Verein zeigen, dass Eichholz grün, schwarz ist und diese Farben mit Stolz getragen werden.“
Anspruchsvoller Start
Verbesserungspotenzial gibt es für die Mannschaft vom Pöbelberg trotz dieser noch immer anhaltenden Serie von 15 Ligaspielen ohne Niederlage dennoch: „Verbesserungspotenzial sehen wir immer noch in der Passqualität sowie im „Arbeiten“ gegen den Ball. Wir spielen einen attraktiven Fußball, jedoch gibt es meistens in den 90 Minuten Phasen, da machen wir zu einfache Passfehler. Es sind noch zwei Wochen bis zum Start. Da wartet mit Kücknitz gleich ein richtiges Brett auf uns. Wir blicken positiv in die neue Saison und wollen in jedem Spiel alles geben. Am Ende wird man dann sehen, für was es gereicht hat.“ Der Start hat es für Eichholz direkt in sich, denn direkt nach dem besagten Spiel gegen Kücknitz reist man an die Falkenwiese zum SV Viktoria 08. Dies ist ihr Angstgegner, denn gegen keine andere Mannschaft blieb Eichholz II in der vergangenen Saison sieglos. Zudem datiert die letzte Kreisliganiederlage vom 8. November 2025, ausgerechnet gegen die 08er. Dort hat man also noch etwas wiedergutzumachen.










