„Die Zuschauer können sich auf einige junge Leute einstellen, die dieses Jahr richtig Lust haben, Fußball zu spielen“

Kann Fehmarn am Endspurt der vergangenen Saison anknüpfen?

Die SG Insel Fehmarn legte einen starken Saisonendspurt hin. Nun möchte man daran in der neuen Saison anknüpfen. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Fehmarn – Die SG Insel Fehmarn spielte in der abgelaufenen Saison eine gute Rückrunde. Acht ungeschlagene Spiele, darunter echte Ausrufezeichen wie ein 10:1-Auswärtssieg oder aber Punktgewinne gegen Spitzenteams, ließen die Konkurrenz staunen. Dabei war der Start ins Jahr 2026 zuvor mit sechs sieglosen Partien am Stück noch ziemlich dürftig und die Sorge kurzzeitig da, dass man vielleicht sogar nochmal ganz unten reinrutschen würde. Nun steht die neue Saison an und es geht logischerweise bei null los. Dennoch möchte man an der starken Form aus dem Saisonendspurt anknüpfen und in der Kreisliga Südost überraschen.

SG Insel entwickelt sich unter Hack weiter

Am Ende einer langen Saison mit Höhen und Tiefen stand für die SG Insel Fehmarn der neunte Tabellenplatz. Mit 41 Punkten steigerte sich die SG im Vergleich zum Vorjahr um ganze zehn Punkte. Die Offensive funktionierte mit 72 erzielten Toren besser als noch 2024/25 (58 Treffer) und auch hinten kassierte man weniger Gegentreffer. 68 Stück waren letztlich 13 weniger. Die Verbesserung zum Vorjahr war also unumstritten da und das Zusammenspiel zwischen der SG Insel Fehmarn und Cheftrainer Andre Hack scheint einfach zu passen. Seitdem dieser im Amt ist, zeigt sich Fehmarn deutlich verbessert, auch wenn man nicht komplett ohne Sorgen war. Sieglosserien oder aber rabenschwarze Tage, wie es im vergangenen Jahr beispielsweise in Lütjenburg der Fall war, schleichen sich immer mal wieder ein, sodass das Potenzial, das im Team steckt, noch nicht ganz ausgeschöpft werden konnte.

Talente aus der Region zieht es auf die Insel

Von diesem steckt im Team eine Menge, denn es ist eine ziemlich junge Truppe. Man hat viele Spieler, die frisch aus der A-Jugend gekommen sind. Sei es aus der eigenen oder aber vom Oldenburger SV, wo man sich in diesem Sommer durchaus auch bediente. Unterstützt werden die jungen, hungrigen Fehmaraner von den erfahrenen Stützen im Team, wie Morten Blendermann oder aber Sven Ove Westphal. Letzterer wird in dieser Saison aufgrund der Schockdiagnose Kreuzbandriss allerdings wohl kaum spielen können, womit ein echter Leistungsträger wegfällt. Er sollte in der Innenverteidigung eine wichtige Rolle spielen. Personell hat sich auf der Insel ohnehin ziemlich viel getan. Man hat einige neue Spieler dazubekommen. Mit Tobias Ackermann, einem Torhüter, der vom OSV kommt und dort zum Kader der Ersten gehörte. Auch sein Bruder Fabian, der auf dem linken Flügel beheimatet ist, wechselt vom Schauenburger Platz auf die Sonneninsel. Er spielte in der A-Jugend der Oldenburger, wie auch Niklas Specht. Zudem begrüßte man mit Justin Simon sowie den Rückkehrern Maurice Molles und Bjarne Struck weitere Neuzugänge. Es wurde sich also nochmals in der Breite verstärkt, doch auch qualitativ können die Neuen durchaus helfen. Molles war Leistungsträger beim Ligakonkurrenten SV Großenbrode.

Überzeugende Testspielauftritte

Die SG Insel Fehmarn muss man in der kommenden Spielzeit durchaus auf dem Zettel haben, denn sollten sie an der besagten Form im Saisonendspurt anknüpfen und die Spieler wie Tjelk Jacob, Nico Müntz und Co. weiterhin so performen, dann könnte man die Liga durchaus aufmischen. In den Vorbereitungsspielen überzeugte man bereits. So wurde der traditionelle Sundcup in Großenbrode ungeschlagen gewonnen und auch beim heimischen Turnier zuletzt gab es einen guten zweiten Platz. Im Pokal traf man auf den TSV Benz-Nüchel, gegen den man einen 4;9-Sieg einfahren und ins Achtelfinale einziehen konnte. Die Vorbereitung lief also insgesamt positiv und David Beljan, der seit dieser Saison als Co-Trainer an die Seite von Andre Hack rückte, sagte über die Schwerpunkte: „Die Vorbereitung lief bisher gut. Wir arbeiten an der Fitness, wollen die Neuzugänge integrieren und unser Spielsystem festigen.“

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david beljan @ „Die Zuschauer können sich auf einige junge Leute einstellen, die dieses Jahr richtig Lust haben, Fußball zu spielen“
Co-Trainer David Beljan verriet, wo der Fokus in der Vorbereitung lag. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Man schaut von Spiel zu Spiel

Ein richtiges Saisonziel rief man nicht aus, denn man möchte viel mehr von Spiel zu Spiel schauen. Klar ist aber auch, dass man mit den Verstärkungen und der Rückrunde der abgelaufenen Spielzeit sicherlich den neunten Platz mindestens mal bestätigen möchte, auch wenn mit Westphal einer der Schlüsselspieler lange fehlen wird. Konstanz war im vergangenen Jahr ein Thema, an dem man nun arbeiten möchte und auch in Sachen Toren und Gegentoren soll sich gesteigert werden. So möchte man mehr Treffer erzielen, doch gleichzeitig deutlich weniger kassieren. Die Defensive wurde aus Sicht von Beljan nämlich als klarer Punkt zur Verbesserung identifiziert: „Wir wollen defensiv stabiler werden und natürlich Angriffsfußball bieten. Die Zuschauer können sich auf einige junge Leute einstellen, die dieses Jahr richtig Lust haben, Fußball zu spielen.“

Neulinge zum Start

Die Liga beginnt für Fehmarn direkt mit einem Heimspiel. Der TSV Lütjenburg ist zu Gast, der nach mehr als 15 Abgängen schwer einzuschätzen ist, sich allerdings noch finden muss. Im Anschluss stehen zwei Auswärtsspiele an. Zunächst reist man nach Tensfeld und dann zum SV Rickling. Mit dem Spiel bei der SG Bösdorf/Malente folgt direkt das dritte Spiel in Folge auf fremdem Platz, bevor man dann den August mit einem Heimspiel gegen die FSG Saxonia abrundet. Von den Gegnern her ist es durchaus ein machbarer Start, doch die einzige bekannte Mannschaft ist Bösdorf/Malente. Ansonsten warten drei Neulinge für Fehmarn in der Liga sowie Lütjenburg, die allerdings kaum noch in der Besetzung der vergangenen Jahre sind. Es warten also vor allem zwei Spiele bei noch unbekannten Teams, wo es schwierig ist, Prognosen zu stellen.

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