Der Sereetzer SV tut sich aktuell schwer. Foto: Philipp Drenckhahn - Sereetzer SV
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Lübeck – Am Sonnabend eröffnet Tabellenführer SV Azadî gegen den SSV Güster den Spieltag in der Verbandsliga Süd und will der Meisterschaft und dem Aufstieg einen Schritt näher kommen. Der Sereetzer SV hat die SG Elmenhorst/Tremsbüttel, die zuletzt zweimal erfolgreich war und durch den Erfolg am Donnerstag gegen den SV Schackendorf auf den Relegationsplatz vorrückte, zu Gast. Die beiden Tabellennachbarn trennen zwar vier Punkte, aber die SG hat zwei Spiele weniger absolviert.

Der Sonntag hat das absolute Spitzenspiel zu bieten. Der Türkische SV (2.) empfängt den TSV Trittau (3.). Beide Teams sind punktgleich, Trittau hat aber noch eine Begegnung mehr auszutragen. Die dritte Mannschaft mit Ambitionen auf Platz 2 ist der SV Hamberge, der zum Büchen-Siebeneichener SV reist, der die letzten drei Partien gewann. Schlusslicht SG Oering-Seth trifft auf den FC Ahrensburg, der das Mittelfeld anführt. Der MTV Ahrensbök will sich bei GW Siebenbäumen weiter von den Abstiegsrängen absetzen, Eintracht Groß Grönau und SV Schackendorf duellieren sich am Torfmoor und schauen beide weiter nach oben. Die S.I.G. Elmenhorst kann befreit gegen den VfL Oldesloe aufspielen, der seinerseits im Abstiegskampf mächtig unter Druck steht.

Elmenhorst/Tremsbüttel – SV Schackendorf 4:2 (1:0)

Am Donnerstagabend kam die SG Elmenhorst/Tremsbüttel in einem Nachholspiel vom 17. Spieltag zu einem Erfolg gegen den SV Schackendorf. Alleiniger Torschütze der Gastgeber war Fynn Luka Grund, der viermal erfolgreich war (22., 52., 66., 93.). Florian Meyer (68.) und Henry Chinoca (79.) hatten die Gäste zwischenzeitlich wieder herangebracht, konnten die Niederlage aber nicht verhindern.

Michal Ratajczak (Elmenhorst/Tremsbüttel): „Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten unbedingt an die starke zweite Halbzeit aus dem Siebenbäumen-Spiel anknüpfen. Das ist uns sehr gut gelungen. Wir haben uns hochkarätige Chancen erspielt, es jedoch versäumt, das Ergebnis frühzeitig deutlicher zu gestalten. So ging es mit einer knappen 1:0-Führung in die Kabine. Für die zweiten 45 Minuten war das klare Ziel, nachzulegen. Nach der 3:0-Führung haben wir das Spiel eigentlich kontrolliert, dann aber durch zwei Eckbälle die Gegentore kassiert. Dadurch hat der Gegner natürlich noch einmal Mut gefasst und uns phasenweise tief hinten reingedrängt. Wir haben jedoch als Einheit sehr diszipliniert verteidigt und blieben durch Konter stets gefährlich. Mit dem befreienden 4:2 haben wir den Deckel draufgemacht. Es war ein hart erkämpfter Arbeitssieg. Die Jungs haben heute alles auf dem Platz gelassen, und es freut mich sehr, dass sie für diesen Aufwand belohnt wurden.“

Die Stimmen vor den Spielen

SV Azadî Lübeck – SSV Güster (Sa., 14 Uhr)

Kordo Mohammad (Azadî): „Es sind nur noch acht Spieltage zu spielen und für uns heißt es jetzt, dass jedes Spiel ein Endspiel ist. Nach dem Sieg letzte Woche gegen Hamberge gehen wir mit ganz breiter Brust in das Heimspiel gegen Güster. Für uns soll das der nächste große Schritt Richtung Meisterschaft sein, da die direkte Konkurrenz dieses Wochenende auch aufeinander trifft und sich gegenseitig Punkte nimmt.“

Sereetzer SV – Elmenhorst/Tremsbüttel (Sa., 15 Uhr)

André Frese (Sereetz): „Ein wichtiges Heimspiel steht uns bevor. Wir müssen unsere eigenen Fehler minimieren, da uns das die letzten beiden Spiele um Punkte gebracht hat.“

Michal Ratajczak (Elmenhorst/Tremsbüttel): „Vor uns liegt das nächste Sechs-Punkte-Spiel – es geht aktuell Schlag auf Schlag. Momentan präsentieren wir uns in guter Verfassung, und diesen Lauf sowie die positive Energie wollen wir unbedingt in die kommende Partie mitnehmen. Allerdings hinterlassen die Englischen Wochen ihre Spuren: Wir haben einige angeschlagene Spieler und müssen kurzfristig sehen, wer uns am Spieltag zur Verfügung steht. Gegen Sereetz wollen wir unbedingt nachlegen, wissen aber um die Schwere der Aufgabe. Da es für beide Seiten um enorm wichtige Zähler geht, erwarte ich ein hochintensives, vom Abstiegskampf geprägtes Spiel.“

SG Oering-Seth – FC Ahrensburg (So., 14 Uhr)

Harjas Ahluwalia (Oering-Seth): „Zum letzten Heimspiel vor Ostern empfangen wir den FC Ahrensburg bei uns in Seth. Für uns gilt es, weiter aus den Fehlern der vergangenen Spiele, auch letzter Woche, zu lernen. Wir müssen uns auf die einfachen Dinge im Fußball konzentrieren und diese von Anfang an hellwach umsetzen. Außerdem müssen wir es schaffen, die Bälle auch mal vorne festzumachen. Gegen ein temporeiches FC Ahrensburg keine leichte Aufgabe, dennoch gehen wir mit viel Selbstvertrauen und einer klaren Aufgabenverteilung in dieses Spiel. Die Offensive der Ahrensburger gilt es mit einer weiterhin gestärkten Defensive zu bearbeiten, aber wir sehen auch unsere Momente gegen deren Defensive.“

Avni Ajvazi (Ahrensburg): „Am Sonntag geht es für uns zum Tabellenletzten, zur SG Oering-Seth. Auf den ersten Blick könnte man denken, dass es ein leichtes Spiel wird, doch so sehen wir das nicht. Seitdem sie einen neuen Trainer haben, haben sie sich deutlich gesteigert und zeigen bessere Leistungen, auch wenn sich das bisher nicht in den Ergebnissen widerspiegelt. Für uns ist es daher ganz wichtig, den Gegner auf keinen Fall zu unterschätzen. In der Hinrunde haben wir bereits gegen den damaligen Tabellenletzten Siebenbäumen Punkte liegenlassen und dabei eines unserer schwächsten Spiele gezeigt. Damals sind wir mit der falschen Einstellung in die Partie gegangen, ein Fehler, den man sich in dieser Liga nicht erlauben darf, da hier nahezu jeder jeden schlagen kann. Mit unserem letzten Spiel bin ich zufrieden, und genau an diese Leistung wollen wir anknüpfen. Wenn wir erneut mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen, sehe ich uns in der Favoritenrolle und bin überzeugt, dass wir die Punkte mitnehmen können. Allerdings müssen wir daran arbeiten, in den Schlussminuten konzentriert zu bleiben, da wir zuletzt unnötig Punkte liegengelassen haben. Wir haben eine gute Trainingswoche hinter uns und gehen motiviert in die Partie. Wenn wir unsere Leistung abrufen, habe ich ein gutes Gefühl. Dennoch gilt: Den Gegner dürfen wir keinesfalls unterschätzen.“

Türkischer SV – TSV Trittau (So., 14 Uhr)

Ismail Öztürk (Türkischer SV): „Am Sonntag spielen wir zu Hause. Wir haben eine sehr gute Trainingswoche hinter uns und jeder Spieler weiß, wie wichtig dieses Spiel für uns ist. Wir werden alles geben, um die drei Punkte in Lübeck zu behalten. Wir haben auf dem Kunstrasen am Kasernenbrink in dieser Saison bereits sehr gute Spiele absolviert und wollen genau daran anknüpfen. Unser Ziel ist es, wieder eine starke Leistung zu zeigen und das Spiel für uns zu entscheiden. Natürlich hoffen wir auch auf ein faires Spiel vom Schiedsrichtergespann. Im Hinspiel in Trittau war das leider nicht der Fall, wir wurden klar benachteiligt.“

Niels Gehrken (Trittau): „Sonntag haben wir das Glück, das Spitzenspiel in der Verbandsliga Süd beim Türkischen SV austragen zu können. Die Gastgeber haben als Saisonziel Platz 2 ausgegeben und haben sich in der Winterpause noch mal verstärkt. Punktgleich mit einem Spiel weniger haben wir allerdings am Sonntag eine sehr gute Ausgangsposition. Unsere Mannschaft brennt auf den direkten Vergleich. Wir werden mit unserer jungen Mannschaft mutig nach vorne spielen und in der Defensive kompakt und gut gestaffelt verteidigen, damit wir die starken Einzelspieler der Gastgeber möglichst wenig zur Entfaltung kommen lassen!“

GW Siebenbäumen – MTV Ahrensbök (So., 14 Uhr)

Jan-Hendrik Alpen (Ahrensbök): „Am kommenden Sonntag geht es für uns auswärts zu SV Grün-Weiß Siebenbäumen. Wir erwarten einen hochmotivierten Gegner, der mit viel Leidenschaft und großem Kampfgeist auf dem Platz stehen wird. Wir haben uns in der Trainingswoche intensiv auf die Partie vorbereitet und gehen mit viel Motivation in das Spiel am Wochenende. Wenn wir mit vollem Einsatz auftreten und unsere Tugenden auf den Platz bringen, sehen wir definitiv die Chance, etwas Zählbares mitzunehmen.“

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VfB Lübeck

Büchen-Siebeneichen – SV Hamberge (So., 14.30 Uhr)

Christian Casper (Büchen-Siebeneichen): „Hamberge ist klarer Favorit. Wir hoffen, dass wir den Rückenwind aus den letzten Spielen mitnehmen können und etwas zählbares rauskommt.“

Kambiz Tafazoli (Hamberge): „Am kommenden Wochenende steht für uns die Auswärtsaufgabe in Büchen-Siebeneichen an. Unser Gegner hat sich in den vergangenen drei Spielen jeweils verdient durchgesetzt und wird entsprechend mit viel Selbstvertrauen in die Partie gehen. Nach unserer Niederlage gegen den Tabellenführer haben wir die zurückliegende Woche genutzt, um Dinge aufzuarbeiten und klare Schlüsse zu ziehen. Jetzt gilt es, wieder in unsere Spur zu finden, mit der richtigen Energie aufzutreten und von Beginn an konsequent zu agieren. Die Jungs haben sich nach dem Spiel sehr selbstkritisch gezeigt und waren ehrlich zu sich selbst. Gerade die sieben, acht Minuten gegen Azadi, in denen wir uns einfach schlecht präsentiert haben, konnten sich viele selbst nicht erklären. Umso größer ist jetzt der Wille, das am Wochenende mit einer ganz anderen Energieleistung wiedergutzumachen.“

Eintr. Groß Grönau – SV Schackendorf (So., 15 Uhr)

Philipp Polzin (Groß Grönau): „Am Sonntag steht unser nächstes Heimspiel gegen Schackendorf an. Das Hinspiel konnten wir zwar klar für uns entscheiden, doch zuletzt sind wir nicht optimal in die Spiele gestartet – genau daran wollen wir arbeiten. Unser Ziel ist es, von der ersten Minute an hellwach zu sein, mit voller Intensität aufzutreten und alles auf dem Platz zu lassen, um die nächsten drei Punkte einzufahren. Entscheidend wird sein, dass wir als Mannschaft auftreten – auf und neben dem Platz. Wenn jeder für den anderen kämpft und wir bis zum Schluss alles geben, bin ich überzeugt, dass wir gemeinsam erfolgreich sein werden.“

S.I.G. Elmenhorst – VfL Oldesloe (So., 15 Uhr)

Bastian Olböter (Elmenhorst): „Es wird ein schwieriges Spiel gegen Oldesloe, weil es für sie noch um alles geht. Auch wenn sie gegen Groß Grönau früh in Überzahl waren, ist es gegen diese Truppe schwer, vier Tore zu schießen. Wir sind also vorgewarnt. Dennoch gehen wir nach den letzten Ergebnissen mit breiter Brust in das Spiel und wollen die drei Punkte zu Hause behalten. Wir hatten eine gute Trainingswoche und freuen uns auf Sonntag.“

Marco Urban (Oldesloe): „Wir stehen weiterhin unter Druck und wissen genau, dass wir uns diese Situation nur Schritt für Schritt erarbeiten können. Entscheidend wird sein, dass wir auch im kommenden Spiel wieder die gleiche Struktur und den gleichen Rhythmus in unser Spiel bringen wie zuletzt. Wir brauchen erneut eine hohe Aggressivität gegen den Ball sowie saubere und klare Umschaltmomente. Darauf wird unser Fokus liegen. Insgesamt richten wir den Blick ausschließlich auf die nächste Aufgabe – alles weitere spielt keine Rolle.“

Der 24. Spieltag (28. / 29.3.)

SV Azadî Lübeck – SSV Güster (Sa., 14 Uhr)
Sereetzer SV – Elmenhorst/Tremsbüttel (15 Uhr)
SG Oering-Seth – FC Ahrensburg (So., 14 Uhr)
Türkischer SV – TSV Trittau
GW Siebenbäumen – MTV Ahrensbök
Büchen-Siebeneichen – SV Hamberge (14.30 Uhr)
Eintr. Groß Grönau – SV Schackendorf (15 Uhr)
S.I.G. Elmenhorst – VfL Oldesloe

Die Tabelle

1.SV Azadi Lübeck22130 : 3063
2.Türkischer SV2279 : 3549
3.TSV Trittau2161 : 2749
4.SV Hamberge2153 : 3246
5.FC Ahrensburg2365 : 5636
6.S.I.G. Elmenhorst2056 : 4836
7.Eintr. Groß Grönau2154 : 6028
8.Büchen-Siebeneichen2241 : 5927
9.SSV Güster1834 : 3526
10.SV Schackendorf2049 : 5624
11.MTV Ahrensbök2142 : 7222
12.Sereetzer SV2145 : 5821
13.Elmenhorst/Tremsbüttel1934 : 6117
14.VfL Oldesloe2135 : 6315
15.GW Siebenbäumen1927 : 539
16.SG Oering-Seth2128 : 888

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Bildquellen

  • ssv_ser_torwart: Philipp Drenckhahn - Sereetzer SV
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