Doppelerfolg in der Halle: Eutin 08 nicht zu stoppen

Zwei Turniere in der Hans-Heinrich-Sievert-Halle

Eutin 08 sicherte sich gleich zwei Titel in der Halle. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Eutin – In der Hans-Heinrich-Sievert-Halle in Eutin standen an diesem Wochenende die Hallenkreismeisterschaften an. Bereits am Freitagabend wurde Futsal gespielt, wobei gleich vier der fünf Mannschaften aus der Rosenstadt stammten. Eine sportliche Überraschung gab es nicht, denn der haushohe Favorit setzte sich durch. Am Folgetag stand das Hallenmasters an, bei dem zehn Mannschaften um den Titel kämpften. Die Favoriten setzten sich durch, sodass es im Finale das Aufeinandertreffen zweier Schwergewichte aus dem Kreis Ostholstein gab. Erneut blieb der Pokal in der Kreisstadt.

Eutin 08 dominiert Futsal-Hallenkreismeisterschaft

Im Modus „Jeder-gegen-Jeden“ traten am Freitagabend fünf Mannschaften bei der Futsal-Hallenkreismeisterschaft in Eutin an. Der haushohe Favorit war das Oberliga-Team von Eutin 08. Die 08er stellten mit der U23 und U19 noch zwei weitere Mannschaften, komplettiert wurde das Teilnehmerfeld vom Stadtrivalen BSG Eutin und dem TSV Dahme. Der Favorit legte souverän los und setzte sich gegen die eigene U19 (4:1) als auch Dahme (4:0) deutlich durch. Die Kreisligamannschaft unter der Leitung von Jasper Frahm startete ebenfalls mit einem Sieg, musste sich gegen die A-Jugend jedoch knapp geschlagen geben. Gegen die Erste präsentierte man sich wieder sehr stark und holte einen Punkt. Dennoch war dem Oberligisten an diesem Abend überhaupt nichts entgegenzusetzen. Mit zehn von möglichen zwölf Punkten und 11:1 Toren krönte sich das Team Kapitän Lukas Schultz zum Hallenkreismeister im Futsal. Dahinter reihten sich die Zweitvertretung und die U19 mit jeweils sieben Punkten ein. Für die BSG Eutin gab es den vierten und somit für Dahme den fünften Platz.

Favorit marschiert durch die Gruppe

Am Sonnabend stand dann das Fußball-Hallenmasters an. Diesmal gingen gleich zehn Mannschaften an den Start. In Gruppe A sollten die Eutiner problemlos das Halbfinalticket buchen. Alle vier Spiele wurden gewonnen, dabei 18:1 Treffer erzielt. Es zeigte sich also auch am Folgetag, dass der Oberligist kaum Gegenwehr hatte. Dahinter setzte sich der TSV Pansdorf II durch. Die Mannschaft von Steven Tion war eine Mischmannschaft aus Spielern der ersten Elf und Reservisten. Dennoch wurde man der Favoritenrolle auf Platz zwei gerecht. Die Defensive blieb, wie auch in der Kreisliga Südost in den ersten beiden Spielen, kompakt, sodass man ohne Gegentreffer blieb. Gegen den Gruppenprimus vom Waldeck gab es dann allerdings eine deutliche 0:4-Niederlage. Dennoch sollte es zum Weiterkommen reichen, auch weil Verfolger SC Kellenhusen der Zweitvertretung nichts wirklich entgegensetzen konnte. Der TSV Dahme und der TSV Benz-Nüchel beendeten das Turnier auf dem vierten und fünften Platz.

Pansdorf II setzte sich hinter Eutin durch. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Pansdorf souveräner Gruppensieger

Die Gruppe B sollte ebenfalls zwei klare Favoriten haben. Mit dem TSV Pansdorf ging ein Landesligist an den Start, der nicht nur beim Sparkasse-zu-Lübeck-Cup in der Hansehalle trotz ausbleibender Punkte überzeugte, sondern auch in guter Besetzung in die Kreisstadt reiste. Mit Spielern wie Malte Villbrandt oder aber Timon Werda war die Marschroute des Teams von Hendrik Block schon klar zu erkennen. In der Vorrunde ließ der TSV auch überhaupt keine Zweifel an einem Weiterkommen aufkommen. Alle vier Spiele wurden souverän gewonnen, ein Ausrufezeichen setzte man zudem mit einem 7:0 gegen die BSG Eutin II. Dahinter setzte sich Eutin 08 II durch, die einzig gegen den Favoriten vom Techauer Weg Lehrgeld zahlen mussten. Ansonsten setzte sich die Mannschaft um Stürmer Florian Schumacher souverän hinter den Pansdorfern durch und feierte den Einzug ins Finale. Spannung kam also nicht wirklich in der Gruppe auf, auch weil der erste Verfolger, der TSV Gremersdorf II, nur vier Punkte holte. Dies galt auch für den SV Heringsdorf. Die BSG II schied punkt- und torlos als Schlusslicht aus.

Eutin 08 II und die BSG Eutin II trafen im Derby aufeinander. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Vereinsinterne Halbfinalspiele

Somit sollten die Halbfinalspiele steigen und es kam zu einer kuriosen Konstellation. Die jeweiligen Zweiten forderten nämlich die Ersten. So trafen zunächst der TSV Pansdorf und der TSV Pansdorf II aufeinander. Es war ein Spiel, das über weite Strecken wenige Höhepunkte bot. Beide gingen es ganz locker an, sodass die Zeit herunterlief und die Tore auf sich warten ließen. Das Neunmeterschießen rückte näher, doch fünf Sekunden vor dem Ende zappelte der Ball doch noch im Netz. Die Landesliga-Mannschaft zog durch einen aus Sicht des Kreisligisten ganz bitteren Gegentreffer ins Finale ein. Dort sollte eines der beiden 08-Teams folgen. Eutin 08 II forderte das eigene Oberliga-Team und erneut stand es lange 0:0. Zum Ende erhöhte die Erste den Druck und kam zu Chancen. So ließ Konrad Kohlwes mehrfach die Führung liegen und mit der letzten Aktion traf Schultz nur den Pfosten. Somit sollte der zweite Finalist vom Punkt ermittelt werden. Der Kreisligist fing an und Jannik Sarnow scheiterte an Luca Kiecok. So legte Tom-Luca Weist vor. Für die Zweite scheiterte auch Lasse Behrmann, sodass Kapitän Schultz den Sieg auf dem Fuß hatte, doch ebenfalls verpasste. Schumacher musste treffen und tat dies, doch Kohlwes machte den Sack zu. Somit sollte sich die Erste durchsetzen und im Finale auf den TSV Pansdorf treffen.

Zweiter Hallentitel perfekt

Bevor es zum großen Finale in der Kreisstadt kam, sollte erst einmal der dritte Platz ermittelt werden. Dieser wurde im Duell der Zweitvertretungen ausgeschossen. Pansdorf traf, Eutin patzte. Anschließend ließ der TSV das zweite Tor liegen, sodass Jarred Bünning ausglich. Im Anschluss trafen sowohl Leon Sorg als auch Leon van den Eeckhaut und Tim Bolbrinker, sodass der Druck für Moritz Manzow groß war. Der Außenspieler der Eutiner scheiterte an Felix Wala. Somit ging der dritte Platz an die Mannschaft von Steven Tion. Zum Abschluss des Turniers stand also das große Finale der beiden Schwergewichte an. Beide dominierten die Hallenkreismeisterschaft und trafen sich folgerichtig im Duell um den Titel. Eutin startete dabei spielbestimmender und kam zu ersten Annäherungen. Pansdorf tat sich schwer. Dementsprechend gingen die Gastgeber in Führung. Schultz bediente Kohlwes, der traf. Nun musste Pansdorf mehr Druck erzeugen, doch es waren zu viele Ungenauigkeiten. Viele klare Chancen kreierte das Block-Team nicht und so lief die Zeit herunter. In der Schlussminute warf der TSV alles hinein, doch mit dem 2:0 durch Weist war die Messe gelesen. Somit gewann Eutin auch das Fußball-Hallenmasters und beendete somit das Wochenende mit der Maximalausbeute.

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Im Duell der Schwergewichte des Turniers hatte Eutin die Nase vorn. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Die Stimmen zum Turnier

Lukas Schultz (Eutin 08): „Hallenfußball bringt mir immer relativ viel Spaß. Ich hätte mir gewünscht, dass vielleicht noch ein, zwei andere Mannschaften hier gewesen wären, aber an sich war es eine runde Sache und wenn wir das Ding geholt haben, sind wir immer zufrieden. Bei uns ist es relativ schwierig, weil bei uns in der Mannschaft nicht mehr so viele Halle spielen. Wir haben in Lübeck beim Sparkasse-zu-Lübeck-Cup mit einem gemischten Team aus Erster und Zweiter gespielt und hier war es nicht möglich, aber auch das haben wir gut gelöst. Wir waren zwar heute wenige, aber es hat dennoch gereicht.“

Tim Bolbrinker (TSV Pansdorf II): „Ich glaube, wir können grundsätzlich mit dem Auftritt zufrieden sein. In der Konstellation haben wir noch nicht einmal zusammengespielt. Es sind alle gesund geblieben, das ist das Wichtigste, damit wir Ende des Monats in die Vorbereitung starten können. Ein kleines Highlight war das Spiel gegen die Erste, das wir unglücklich verloren haben. Mal sehen, was im Neunmeterschießen möglich gewesen wäre, aber insgesamt war das hier eine gelungene Sache.“

Florian Schumacher (Eutin 08 II): „Ich denke, im Vordergrund steht, dass sich keiner verletzt hat. Es ist ein bisschen schade, dass so wenige Mannschaften aus dem Kreis mitmachen. Ich würde mir wünschen, dass es eine Pflichtveranstaltung wird, aber rein sportlich geht es um Spaß in der Halle und den hat es gemacht. Wir waren grundsolide. Beim zweiten Spiel hatten wir ein eher schwaches Spiel, wo wir alle Taktiken über den Haufen geworfen und gegen Pansdorf verdient verloren haben. Danach haben wir wieder gute Spiele gemacht, uns reingekämpft und im Neunmeterschießen unglücklich beide Spiele verloren.“

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