„Drei Punkte im Sack, nur das zählt“ – die Stimmen zum Sieg gegen die „Grotifanten“

Ersin Zehir (15, VfB Lübeck), Mirko Boland (31, VfB Lübeck), Torjubel 1:0

Lübeck – Das 5. Heimspiel des VfB Lübeck in der 3. Liga ist bereits wieder Geschichte. Gestern ging es für den Aufsteiger bekanntlich an der Lohmühle gegen den KFC Uerdingen um wichtige Punkte. Die konnten die Schleswig-Holsteiner dann auch mit dem 1:0 (0:0) einfahren, feierten nach dem goldenen Tor von Ersin Zehir ihren zweiten Sieg in Folge. Zum Match, auch der aktuellen Gefühlslage beim Aufsteiger und beim Verlierer, äußerten sich die Beteiligten wie folgt.

Stefan Krämer (verärgerter KFC-Coach): „Erstens verliere ich grundsätzlich nicht gerne und zweitens war die Niederlage total unnötig. Wir haben die erste Halbzeit klar dominiert, waren deutlich die bessere Mannschaft. Vielleicht schon zu dominant für eine Auswärtsmannschaft. Nach dem Rückstand, deshalb war ich auch unzufrieden mit der zweiten Halbzeit, waren zwar viele Aktionen in der Box aber keine Effektivität da. Dem Gegner reichte dann eine Aktion, um das Spiel zu gewinnen.“ Zum Gegentor fügte Krämer noch an: „Wir haben den Ball, geben den dann aber auch zu leicht her. Das ist dann leider auch ein gutes Tor, das muss man auch sagen, aber in der Aktion davor verlieren wir zu einfach den Ball im Zentrum.“

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Rolf Martin Landerl (Trainer, VfB Lübeck), Foto: Lobeca/Michael Raasch

Rolf Martin Landerl (VfB-Trainer): „Es haben sich alle reingehauen, wir sind über den Kampf ins Spiel gekommen, machen dann ein wunderschönes Tor. Das fällt unter die Rubrik hart erkämpftes 1:0. Wir hatten am Schluss auch noch die eine oder andere Teilchance. Thorben Deters hat noch ein Riesending auf dem Kopf. Klar überstehen wir vorher auch eine Phase, wo der Gegner opportunistischer spielt, mit vielen langen Bällen in den Sechszehner hinein. Das überleben wir gut, weil wir da sehr diszipliniert verteidigen, wir wenige Freistöße um die Box zulassen. Klar wollen wir immer Fußballspielen, aber wenn es auf die kämpferische Art und Weise geht wie heute, dann ist das auch völlig in Ordnung.“

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Ersin Zehir. Foto: Lobeca/Raasch

Ersin Zehir (Siegtorschütze des VfB Lübeck): „Mein erstes Tor fühlt sich wunderbar an. Wir haben jetzt 1:0 gewonnen, leider ohne Fans, genießen das aber trotzdem. Es ist egal, wie wir gewonnen haben, ob es gut oder schlecht war. Wir haben drei Punkte im Sack, nur das zählt.“ Eine kurze Aussicht auf zukünftiges gab Zehir auch noch. „Wir hatten ja eine Negativserie, jetzt können wir eine positive anfangen.“

Tommy Grupe (VfB-Kapitän): „In den ersten Minuten hatten wir etwas Glück, waren nicht gut drin. Im Laufe des Spieles sind wir besser reingekommen. In der zweiten Halbzeit waren wir in den Zweikämpfen da, Ersin macht ein super Tor. Heute hat es gereicht, sind wir überglücklich. Als Mannschaft haben wir vieles gut weg verteidigt.“ Zur Geisterkulisse. „Es war sehr schade, dass die Fans nicht dabei waren. Ein riesen Kompliment geht an die ganze Mannschaft. Wir haben heute alle gewonnen.“

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