Druck zu groß: Mark Seemann und Rapid Lübeck geplatzt

Dario Bilic bleibt über den Sommer hinaus

Stefan Utescher und Mark Seemann bei der Unterschrift für ihre neuen Jobs zum Sommer beim SC Rapid.

Lübeck – Die geplante Zusammenarbeit zwischen Mark Seemann und Rapid Lübeck ab Sommer 2024 ist Geschichte. Die Verantwortlichen des Teams aus der Landesliga Holstein haben sich umentschieden. Für die Saison 2024/2025 wird weiterhin auf Trainer Dario Bilic gesetzt, der bis zum Ende der aktuellen Spielzeit als Nachfolger von Christian Arp vorgesehen war. Seemann hat am Montag die endgültige Entscheidung erhalten, dass für das Amt des Chef-Trainers weiterhin Bilic vorgesehen ist. Grund dafür ist nicht nur der Druck von außen gewesen, sondern auch von innen.

Schwere Entscheidung

Martin Armbruster tut die Entscheidung gegen Seemann leid, einen anderen Ausweg gab es aus Vereinsperspektive aber nicht: „Für Mark Seemann tut es mir unendlich leid. Ein großer Teil der Mannschaft ist mit der Bitte auf uns zugekommen weiterhin unter der Leitung von Dario Bilic zu spielen. Wir haben es lange Zeit abgelehnt, da wir Mark Seemann für die kommende Saison schon fest zugesagt haben. Leider wurde der Druck zu groß, da viele Spieler mit den Gedanken spielten den Verein zu verlassen. Nach jedem Spiel kamen auch diverse Fans/Zuschauer auf uns zu und setzten uns zusätzlich unter Druck mit der Bitte Dario unbedingt zu behalten. Wir suchten das Gespräch mit Dario, ob er sich das über die Saison hinaus vorstellen könnte, zeitgleich haben wir auch den Kontakt zu Mark gesucht, auch für Mark war der Druck zum Schluss einfach zu groß. Mark teilte uns dann mit, dass er nicht mehr zur Verfügung steht. Uns tut es unendlich leid für Mark. Wir sind der Meinung, dass Mark diese Chance auf jeden Fall verdient hätte. Jetzt gehen wir mit Dario Bilic und seinem Team in die neue Saison und hoffen, dass wir uns endlich auf das sportliche konzentrieren können.“

Spieler schuld an dem Chaos

Immer wieder kursierten Spekulationen, dass einige Spieler bevorzugen würden weiterhin unter der Führung von Bilic zu spielen, ansonsten stünde ein Abgang zur kommenden Spielzeit im Raum. Mit Mark Seemann war eine andere Philosophie geplant, das zeigten die bisherigen Neuzugänge ganz klar. Von sieben verkündeten Transfers kamen fünf Spieler aus U19-Mannschaften und zwei vom TSV Schlutup, bei dem Seemann zuvor Trainer war. Einen Ansturm auf Rapid gab es aus spielerischer Sicht nicht mit der Verkündung des neuen Trainer-Duos Mark Seemann und Stefan Utescher. Inwiefern der Plan, der Verjüngung und das Setzen auf eigene Talent fortgeführt wird, bleibt abzuwarten.

Ab Sommer auf Vereinssuche

Seemann war von der Entscheidung überrascht, war doch bereits alles seit einigen Monaten klar kommuniziert. Am 7. Dezember gab es die offizielle Verkündung des neuen Duos auf der Trainerbank. Eines steht fest, der ehemalige Trainer des TSV Schlutup will zurück ins Geschäft: „Ich bin enttäuscht darüber, wie das alles abgelaufen ist. Ich würde schon gerne etwas ab Sommer wieder machen wollen, da bin ich für vieles offen. Für mich ist es wichtig, dass da ein Umfeld ist, das hinter mir steht, wo ich selber den Spaß wiederfinden kann.“

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Ähnliche Probleme im Winter

Nach dem Rücktritt von Christian Arp und René Sternberg kam es bereits zu ähnlichen Problemen. Interimstrainer Jens Offen übernahm die Rolle als Coach nur kurzfristig, denn auch dort gab es Stimmen aus dem Verein, dass einige Spieler gerne unter einem anderen Trainer trainieren würden, aus diesem Grund wurde Dario Bilic knapp drei Wochen nach Antritt von Offen auf die Trainerbank berufen.

Welches Lübecker Team schafft den Verbleib in der Oberliga?

  • VfB Lübeck II (40%, 180 Votes)
  • FC Dornbreite (18%, 83 Votes)
  • Ist mir egal (18%, 83 Votes)
  • Beide Teams (16%, 71 Votes)
  • Kein Team (7%, 33 Votes)
  • Weiß ich nicht (1%, 5 Votes)

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Bildquellen

  • Utescher, Seemann: SCR/oH
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