
Hoisdorf – Am Dienstag und Mittwoch gab es in der Kreisliga Südwest bereits zwei Spiele. Im vorgezogenen Spiel vom kommenden Wochenende gastierte der Tralauer SV beim Aufsteiger SV Sülfeld, wo eine unbequeme Aufgabe erwartet wurde. Dennoch stand dieses Spiel unter einem besonderen Licht für beide Trainer, die sich bestens kennen. Es war ein Arbeitssieg für den Favoriten, nach einer turbulenten Anfangsphase. 24 Stunden danach stand das Nachholspiel zwischen der FSG Alsterland und Teutonia Alveslohe an. Dabei sollte es einen späten, glücklichen Punktgewinn geben. Dieses Spiel versprach eine Menge. Nun geht der Blick bereits auf das kommende Wochenende, denn schon am Freitagabend rollt der Ball im Duell zweier Sorgenkinder.
SV Sülfeld – Talauer SV 2:4 (2:3)
Die Vorfreude auf dieses Spiel war sowohl bei Sülfelds Co-Trainer Birger Broening als auch Tralau-Chef Roman Ismagilov riesig. Beide kennen sich sehr gut, sind lange befreundet und haben gemeinsam einst für den VfL Oldesloe die Schuhe geschnürt. Zudem wuchs der Sülfelder in einem weiteren Dorf von Travenbrück auf, sodass es ein besonderes Aufeinandertreffen war. Sportlich ging es für Sülfeld darum, nach der 0:6-Pleite in Alveslohe ein anderes Gesicht zu zeigen und den klaren Favoriten zur Geduld zu zwingen. Man wollte es Tralau so schwer wie möglich machen, die das klare Ziel verfolgten, vor dem anschließenden Trainingslager in Dänemark am Wochenende, nochmal die Maximalausbeute mitzunehmen. Dabei sollten einige Leistungsträger nicht zur Verfügung stehen. Es fehlten Torhüter Hans Stoltenberg, Sven Garken und Phil Boie im Vergleich zum 4:1-Sieg gegen die FSG Alsterland. Dennoch war es eine schlagkräftige Truppe, die auflief. Sülfeld, die ihre Premiere in neuen Trikots feierte, sollte im Vergleich zur deutlichen Pleite am Freitag, einige Veränderungen vornehmen. So starteten mit Ali Mohammadi, Fynn Krieg und Patrick Klinge drei neue Spieler zur Vorwoche.
Packender Start
Die Zuschauer bekamen auf dem Rasenplatz in Sülfeld eine muntere Anfangsphase zu sehen, in der es direkt Schlag auf Schlag ging. Es dauerte keine 60 Sekunden bis der erste Treffer fiel, doch dies überraschenderweise nicht für den Favoriten. Tralaus Coach Ismagilov sagte: „Wir sind maximal unglücklich in die Partie gestartet. Direkt nach dem Anstoß haben wir zur Ecke geklärt, die dann auch noch unmittelbar zum Gegentor geführt hat. Daraus entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch. Wir konnten schnell ausgleichen, gerieten durch einen Distanzschuss erneut in Rückstand und haben wiederum ausgeglichen. Damit entwickelte sich in den ersten 20 Minuten das erwartet schwere Spiel.“ Ali Mohammadi (1.), der bereits beim ersten Saisonsieg gegen Bargfeld doppelt traf, sollte den SV Sülfeld früh in Führung bringen. Wie bereits gegen Alsterland sollten die Stormarner also einem Rückstand hinterherlaufen, doch diesmal antwortete der letztjährige Tabellendritte wesentlich schneller. Kevin Kolepp (8.) glich aus.
Sülfeld zeigt ein anderes Gesicht
Es war somit wieder alles auf Null, doch auch dies nur für drei Minuten. Jan Niklas Treumann (11.) brachte den Aufsteiger erneut in Führung. Die Antwort folgte allerdings erneut prompt, denn Kevin Öz (14.) glich zum 2:2 aus. Es war keine Viertelstunde gespielt und es sollten schon vier Treffer gefallen sein. Beide Mannschaften waren mutig, denn der Underdog entschied sich diesmal gegen eine solch abwartende und tiefstehende Ausrichtung, wie noch in Alveslohe, wo man dadurch keinen Zugriff bekam und den Gegner zu viel machen ließ. Broening sagte: „Ein großes Kompliment an unsere Mannschaft. Das war eine starke Reaktion auf die Niederlage in Alveslohe. Wir haben von Beginn an eine ganz andere Mentalität auf den Platz gebracht und waren sofort im Spiel. Die frühe Führung hilft uns natürlich und gibt zusätzliches Selbstvertrauen. Auch nach dem schnellen Ausgleich reagieren wir richtig gut und gehen erneut in Führung.“
Aufsteiger hadert mit Gegentoren
Noch vor der Halbzeit sollte der bereits fünfte Treffer an diesem Abend fallen, doch nun ging der Favorit in Führung. Tolga Albanoz (34.) besorgte die 3:2-Pausenführung. Der Sülfelder Co-Trainer sagte: „Schade ist, dass wir die Gegentore danach zu einfach und zu schnell bekommen. So gehen wir mit einem Rückstand in die Pause, obwohl wir eigentlich echt gut im Spiel waren.“ Dass dies noch nicht die Vorentscheidung sein würde, wusste auch Tralau-Coach Roman Isamgilov, der im Vorfeld bereits sagte, dass er noch nie „schön“ gegen Sülfeld gewonnen hätte. Auch diesmal sollte es ein hartes Stück Arbeit sein, denn Sülfeld gab nicht auf. Broening sagte: „Wir kommen gut aus der Halbzeit, halten das Energielevel weiter hoch und beschäftigen den Gegner. Aus meiner Sicht müssen wir in dieser Phase auch einen Elfmeter bekommen. Das 4:2 fällt dann einfach zu einem für uns unglücklichen Zeitpunkt. Mit nur einem Tor Unterschied wäre es natürlich nochmal eine ganz andere Schlussphase geworden.“ Mit dem 4:2 durch Kigham Kouzian (68.) kam mehr Sicherheit, auch wenn die Anpassungen in der Pause beim Favoriten nicht unbedingt Früchte trugen: „Im Grunde sind unsere Anpassungen in der Halbzeit ins Leere gelaufen. Das Spiel wurde in der zweiten Hälfte noch wilder, auch wenn weniger Tore gefallen sind. Es gibt einfach Spiele, die über Kampf und Arbeit gewonnen werden müssen. Und genau das haben unsere Jungs dann super gemacht.“
Viel Positives
Am Ende gab es den verdienten 4:2-Sieg der Gäste gegen einen unbequemen Gegner. Sülfeld Co-Trainer sagte: „Am Ende ist es schade, dass wir uns für diesen couragierten Auftritt gegen einen starken Gegner nicht mit etwas Zählbarem belohnen konnten. Trotzdem nehmen wir viele positive Dinge mit und wissen jetzt, dass wir auch gegen solche Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte mithalten können. Ich glaube, die Zuschauer haben heute ein sehr gutes und intensives Spiel von zwei guten Fußballmannschaften gesehen.“ Man verlor das zweite Spiel in Folge, doch sammelte dabei einige positive Erkenntnisse. Die erste Hälfte war keine schlechte, denn schließlich führte der SVS zweimal gegen den Tabellenführer. Dass man sich am Ende dann doch geschlagen geben muss, ist absolut keine Schande für die Mannschaft von Jens Schimanski und Birger Broening. Die Punkte werden woanders geholt werden müssen. Tritt man allerdings so auf, dann wird es eine Frage der Zeit sein, bis weitere aufs Punktekonto des Aufsteigers eingehen werden.
Arbeitssieg
Tralau führt die Liga nun an und verbuchte 15 von 18 Punkten, sodass der Saisonstart sehr zufriedenstellend ist. Dieser Sieg war nun allerdings einer, bei dem wenig Glanz, dafür allerdings eine starke Einstellung in Form des unbedingten Willens, die Punkte einzufahren, hervorstach. Der Cheftrainer zog folgendes Fazit: „Wir verbuchen das Ganze als Arbeitssieg und als ein hartes Stück Arbeit gegen einen Gegner, der uns sehr unangenehm gemacht hat. Für mich als Coach war es wieder ein Spiel in Sülfeld, das wir nicht schön gestalten konnten. Und genau das zeigt auch, wie gut Sülfeld es wieder gemacht hat.“
FSG Alsterland – TuS Teutonia Alveslohe 2:2 (1:2)
Für die FSG Alsterland galt es am Mittwochabend nach der ersten Saisonniederlage beim Tralauer SV (1:4), eine Reaktion zu zeigen. Drei Punkte waren dabei im Heimspiel gegen die TuS Teutonia Alveslohe Pflicht, doch ein Selbstgänger war nicht zu erwarten. Schließlich steckt im Team aus Alveslohe eine hohe Qualität. Viele junge Spieler, die mit ihrem Tempo immer wieder für Umschaltmomente sorgen, sollten brandgefährlich sein. Die Gäste kündigten bereits im Vorfeld an, dass man sich nicht verstecken wollen und daher mutig nach Seth reisen würde. Dort wartete allerdings eine wesentlich besser besetzte Offensive der FSG als noch zuletzt. Vor allem die Rückkehr von Nico Post nach seiner Sperre, sollte für eine vermeintliche Steigerung im Spiel nach vorne sorgen. Die Realität auf dem Rasen sah allerdings anders aus. Trainer Harjas Ahluwalia sagte: „Wir gehen mit einem klaren Plan in das Spiel gegen Alveslohe. Wir wussten um die Stärken und Schwächen des Gegners und wollten diese gezielt bespielen und im Defensivverbund gerade in den Umschaltmomenten klar verteidigen. Was dann passierte, war eine absolute Nicht-Leistung in Halbzeit eins.“
Alveslohe spielt seine Stärken aus
Alveslohe kam besser ins Spiel und nutzte klar ihre Stärken, die dem Gegner eigentlich klar bewusst waren. Dennis Rerop, Coach der Gäste sagte: „Wir sind gut ins Spiel reingekommen, waren sehr scharf, griffig und gierig, sind gut in den Zweikämpfen gewesen, haben viele zweite Bälle geholt. Es war genau das, was wir gegen Sülfeld schon gut gemacht haben, denn wir waren sehr lauffreudig und genauso, wie wir es besprochen haben, auch für den, für diese Jahreszeit sehr fragwürdigen Platz. Wir haben gut Fußball gespielt, waren sehr mutig auch im Aufbau, haben häufiger den langen Ball gespielt, weil wir wussten, dass sie uns sehr hoch anlaufen würde. Dadurch haben wir auch unsere schnellen Außen immer wieder in Szene bekommen. Da haben wir im Dreieck spielen und unsere Stärken ausspielen können.“ Nach einem Umschaltmoment sollte Gabriel Stockinger (24.) zur nicht unverdienten Alvesloher Führung treffen. „Es war in einer Phase, wo man wirklich auch gemerkt hat, dass wir am Drücker sind. Wir sind nach dem 1:0 draufgeblieben, haben sie sehr früh gestresst.“ So sollte es ein guter Spielzug über Außen sein, den Leon Walkovs (28.) in der Box nach Zuspiel von Felix Burkhardt zum 2:0 verwandelte. Alsterlands Coach sagte: „Beim 2:0 lassen wir uns über die Außenbahn komplett düpieren und bekommen eine Situation zu dritt nicht geklärt, die dann das nächste Gegentor einleitet. Alveslohe geht komplett verdient mit einem zwei Tore Vorsprung in die Kabine. Schmeichelhaft, denn wir hätten uns über weitere Gegentore nicht beschweren dürfen.“
Post trifft aus dem Nichts
Alsterland blieb offensiv mit Ausnahme eines gefährlichen Distanzschusses ungefährlich, sodass es eine Menge Steigerungspotenzial für den zweiten Durchgang gab. Dennoch sollte noch vor dem Seitenwechsel sich die individuelle Qualität von Nico Post (42.) durchsetzen. Einen langen Ball nahm der Stürmer mit links herunter, bevor er mit rechts zum Anschluss traf. So ging es mit 1:2 in die Pause, was schmeichelhaft war. Der TuS wollte genau so weitermachen und an der starken Leistung der ersten 45 Minuten nahtlos anknüpfen: „Wir haben in der Halbzeit gesagt, dass wir so scharf und lauffreudig sein müssen, dass wir weiterhin diese Tugenden, die wir erste Hälfte super gemacht haben, auch weiterhin an den Tag legen müssen, dass das Spiel nicht vorbei ist und gerade die ersten 15 bis 20 Minuten entscheidend sind.“ In diesen war es ziemlich hektisch, doch Alsterland war etwas besser im Spiel, als noch vor dem Pausentee. Der Trainer sagte: „In Halbzeit Zwei haben wir dann endlich etwas mehr vom Ball und kommen zu vermehrten Abschlüssen. Diese werden aber vom starken Keeper vereitelt oder souverän wegverteidigt.“ 25 Minuten vor dem Ende tauchte dann Jonas Ihde vor dem Tor der FSG auf, hatte die Riesenchance den Deckel vielleicht sogar schon draufzumachen, doch Cedric Michel hielt den Favoriten im Spiel.
„Das gaben wir einfach nicht verdient gehabt“
„Wir haben in der zweiten Halbzeit nahezu auf ein Tor gespielt. Wir haben ganz viele hohe Ballgewinne gehabt, hatten viele Szenen in deren Hälfte, wo wir im letzten Drittel aber einfach etwas unsauber und unkonzentriert waren, viele Chancen hatten, aber einfach nicht das Tor machen. Dann müssen wir das Spiel einfach selbst killen“, sagte Rerop. Man haderte damit, dass der Deckel nicht draufgemacht wurde, denn es war das einzige Manko, dass man sich ankreiden lassen musste. In der ersten Minute der Nachspielzeit sollte Alsterlands Post dann, wie bereits in Trittau, die Gelb-Rote Karte sehen. In Überzahl musste die knappe, aber hochverdiente Führung über die Ziellinie gebracht werden, doch dann gab es einen Freistoß für die Hausherren. Aus 55 Metern segelte dieser in die Box, wo Nils Marvin Neumann den Ball ins eigene Tor verlängerte. „Dann steht es 2:2 und du fragst dich wirklich, wie ungerecht der Fußball eigentlich sein kann, weil das haben wir einfach nicht verdient gehabt. Wir haben ein super Auswärtsspiel gemacht, über 90 Minuten waren wir die bessere Mannschaft. Teilweise haben wir sehr guten Fußball gespielt und Alsterland sogar dominiert. Es war eine unglaublich gute Mannschaftsleistung, super Laufbereitschaft, viele Zweikämpfe gewonnen, man hat absolut gesehen, dass wir es unbedingt wollten.“
Ahluwalia findet deutliche Worte
Selbst für FSG-Chef Ahluwalia war dieser Punktgewinn ein glücklicher. Er war überhaupt nicht einverstanden und sagte: „Auch wenn wir am Ende noch auf 2:2 stellen, ist dieses Ergebnis absolut nicht verdient und keiner weiß, wie es überhaupt zustande kam. Es tut einem fast schon leid, dass Alveslohe hier nicht mit drei Punkten nach Hause fährt, da diese absolut verdient gewesen wären.
Bis auf einige wenige Ausnahmen waren wir trotz klaren Matchplans absolut unterirdisch. Mit solchen Leistungen müssen wir das Wort Aufstieg die nächsten Wochen gar nicht erst thematisieren.“
Viel Lob fürs Team
Trotz der verlorenen zwei Punkte war der Gästetrainer stolz auf sein Team: „Man muss sagen, dass wir auch von der Bank einen wirklich guten Push hatten. Das sind genau diese Basics, Spiele und Momente, die wir auch brauchen. Es darf so kein Einzelfall sein, sondern muss in jedem Spiel sein. Wir brauchen diese Energie und Emotion. Ich bin stolz auf die Leistung. Wirklich jeder, durch die Bank weg, hat wirklich alles reingeworfen. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, auch taktisch. Immer wieder haben wir gute Momente gefunden, wo wir gepresst und gestresst haben, aber auch wo wir tieferstanden und gut verschoben haben. Es war wirklich mannschaftstaktisch sehr gut. Vor allem unser Pressing und Ballbesitz im Mittelfeld. Man muss sagen, es ist schön zu sehen, aber trotzdem unglücklich bitter, dass wir nur einen Punkt mitnehmen, weil wir drei verdient gehabt hätten.“
Eine gefühlte Niederlage
Rerop gab einen Einblick in die Gefühlswelt seiner Mannschaft: „Stimmung der Kabine war sehr ruhig und enttäuscht, sodass es sich angefühlt hat wie eine Niederlage. Dies ist irgendwie schade, weil das Spiel von Außen nicht so aussah und sich auch auf dem Feld nicht so angefühlt hat. Trotzdem ist es wieder nur ein Spiel, das in die Bewertung der gesamten Saison reingeht. Wir nehmen den Punkt gerne mit, haben jetzt Zeit zur Regeneration und haben dann Großensee zu Gast. Darauf bereiten wir uns vor und werden dort alles reinwerfen, um den nächsten Heimsieg zu holen, weil eines kann ich auf jeden Fall schon sagen, dass die Jungs bis in die Haarspitzen motiviert sein werden, diese verlorenen zwei Punkte wiedergutzumachen wollen. Das weiß ich, trotzdem großes Kompliment, ich bin stolz auf die Jungs und das ist das, was ich von ihnen in jedem Training und Spiel erwarte.“
Ausblick
TuS Hoisdorf – VfL Oldesloe (Fr., 20 Uhr)
Ein Sieg ist am Freitagabend für beide Mannschaften fast schon Pflicht. Der TuS Hoisdorf empfängt den VfL Oldesloe und somit der Tabellendrittletzte den Vorletzten. Hoisdorf musste nach dem Erfolg zum Start in Trittau (5:2) zuletzt vier Niederlagen verkraften, wobei es zu viele Gegentore (16) gab und vorne die Effizienz noch zu wünschen übrig ließ. So kann man von einem klaren Fehlstart der Stormarner sprechen, die allerdings ganz klar Ruhe bewahren. Die Mannschaft ist jung und braucht Zeit. Zudem sieht es personell wieder nach und nach besser aus. Desolat tritt der TuS zudem ebenfalls nicht auf, denn die Ergebnisse sprachen bisher eine deutlichere Sprache, als es letztlich war. So erntete man gegen Tralau und Wahlstedt, zwei Spitzenteams der Liga, durchaus Lob, denn man hielt jeweils gut dagegen. Vor allem die erste Halbzeit zu Hause gegen Tralau war wirklich gut, doch das Ergebnis sagte anderes. Es fehlt in der Box der Vollstrecker, den man mit Fabian Koch in seinen Reihen hat. Auf diesen wird man allerdings noch verzichten müssen.
Personalsorgen in der Abwehr
Nun reist der VfL Oldesloe an die Oetjendorfer Landstraße und man nimmt sich eine Menge vor. Die Auftritte unter dem neuen Coach waren sehr positiv, denn es kam deutlich mehr Stabilität rein. Elf Stück in den ersten beiden Spielen stehen vier aus den vergangenen drei gegenüber, sodass die Steigerung unumstritten ist. In allen drei Partien ging es torlos in die Halbzeit, was dafür spricht, dass der VfL seine Gegner durchaus zur Geduld zwingen kann. Vorne gibt es Torchancen, doch es fehlen noch die Treffer. In den besagten drei Spielen fiel schließlich kein einziges, sodass nun auch vorne endlich der Knoten platzen soll. Es wird ein Duell, in dem bereits ordentlich Druck für beide Teams herrscht, sodass Jan Vogelsang sagt: „Ich erwarte eine junge, recht spielstarke Truppe, die mitspielen will. Ich weiß um deren Schwächen, aber die weiß ich über jeden Gegner, weil ich mich auch informiere. Es wird sicherlich ein Spiel von Geduld werden, weil keiner möchte dort verlieren. Personell sieht es bei uns nicht ganz so gut aus. Unsere komplette Verteidigungsreihe fällt aus, aber bei Hoisdorf fehlen auch zwei Verteidiger mit Gelb-Rot und Rot, zwei gute Jungs. Also auch sie werden Probleme haben. Besser zu machen gilt ganz einfach, dass wir anfangen Tore zu schießen, die Chancen endlich nutzen und daran werden wir beim Training fleißig dran arbeiten, um das Selbstvertrauen bei den Jungs herzustellen. Defensiv stehen wir recht kompakt und gut, das werden wir auch gegen Hoisdorf nicht anders machen. Jetzt gilt es auch das Offensivspiel zu beleben, aber das dauert ein bisschen. Wir haben einen großen Kader, sodass es personell von der Anzahl nicht schlimm ist, aber etwas Qualität fehlt, das fangen wir aber auf. Ich bin dementsprechend guter Dinge.“
Zuletzt in der Verbandsliga
Der TuS möchte das Ruder nun unbedingt am Freitagabend herumreißen. Gegen die junge Mannschaft aus der Kreisstadt sagt Andre Meins: „Ich erwarte ein enges Spiel, wo wir geduldig bleiben müssen. Personell sieht es ganz gut aus. Wir müssen uns jetzt im letzten Drittel belohnen für den Aufwand, den wir machen und uns das Glück erarbeiten.“ Zwischen den beiden Mannschaften ist es das 16. Duell. Die Bilanz spricht dabei mit acht zu sechs Siegen für den VfL. 2023 gab es das letzte Aufeinandertreffen, wobei sich die Mannschaft aus dem Travestadion mit 7:0 durchsetzte. Dies war noch in der Verbandsliga, als Hoisdorf in die Kreisliga abstieg. Auch das Hinspiel in dieser Spielzeit entschied der VfL deutlich für sich. Nun sind die Voraussetzungen allerdings ganz andere. Hoisdorf geht leicht favorisiert in die Partie, doch es wird ein hartes Stück Arbeit.







