Schönberg – Das Duell der beiden Rekord-Landespokalsieger steht vor der Tür. Am Sonntag treffen FC Schönberg 95 und Hansa Rostock im Halbfinale aufeinander. Anpfiff im Palmberg-Stadion ist um 14 Uhr. Die Partie ist mit 400 Zuschauern ausverkauft. Mehr dürfen aufgrund der Corona-Verordnung nicht dabei sein, doch die Gäste bieten einen Live-Stream an.

Hansa ist klarer Favorit

Die Rostocker nahmen in fast drei Jahrzenten den Cup dreimal mit nach Hause, bei den Maurine-Kickern stehen sieben Pokalsiege in der Historie. Für Jens Härtel hat das keine Bedeutung. „Es geht nur um dieses Spiel und wir wollen in der kommenden Woche das Finale im Ostseestadion spielen. Wie viele Titel Schönberg oder Hansa geholt haben, ist zweitrangig“, sagt der Hansa-Trainer. Dabei sieht er die Rollen ganz klar verteilt und stellt klar: „Da muss man nicht drum herumreden Wir sind Profiverein und spielen gegen einen ambitionierten Verbandsligisten. Dass das auch Mal eine unangenehme Aufgabe werden könnte, haben wir selbst schon gemerkt. Unter dem Strich sind wir der klare Favorit sind und wir müssen diese Rolle annehmen.“

Ehemaliger Schönberger könnte ausfallen

Personell sind die Rostocker noch mit Fragezeichen belegt. Luca Schulz, Paul Wiese und Lukas Scherf sind angeschlagen. Insbesondere bei Letztgenannten wäre es schade, wenn er passen müsste. Scherff spielte vor drei Jahren noch als Leihspieler für die Schönberger zu deren Regionalligazeiten.

Keine Experimente

Der Drittligist will nichts dem Zufall überlassen und hat die Gastgeber beobachtet. „Wir sind gut vorbereitet und gehen relativ optimistisch in dieses Spiel“, verrät Härtel. Dabei erwartet er „eine Mannschaft, die tendenziell tiefer steht, auf Umschaltsituationen lauert, Fehler von und somit Ballgewinne sowie über Standards zu kommen. Das ist das einfachste Ziel für unterklassigere Mannschaften zum Erfolg zu kommen. Sie werden alles reinwerfen, was sie haben. Für uns gibt es keine Ausreden. Das Spiel musst du gewinnen – ohne Wenn und Aber.“ Experimente wird es bei Hansa nicht geben, wie der Cheftrainer unterstrich.

Ein knappes Elfmeterschießen

Beim „Underdog“ von der Maurine ist man heiß darauf dem „großen“ FC Hansa ein Bein zu stellen. Vor vier Jahren hatten die Schönberger die Profis im Endspiel von Neustrelitz fast am Rande einer Niederlage. Es ging ins Elfmeterschießen, in dem sich der Drittligist knapp mit 4:3 durchsetzte.

Schönberger Chancen im „Promillebereich“

Da war Thomas Manthey noch nicht dabei. Der Coach der Hausherren ist mi seinem Team voller Vorfreude auf die Begegnung am Sonntag zuhause. „Auf dem Papier sind wir klarer Außenseiter, haben sogar gegen die zweite Mannschaft von Hansa verloren und jetzt spielen wir gegen die Erste. Wir sind Sportler und wir gehen in das Spiel rein, um zu gewinnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass uns das gelingt, liegt wohl im Promillebereich, aber im Fußball ist alles möglich. David gegen Goliath ist schon oft vorgekommen. Alle sind heiß auf das Spiel. Unsere Zuschauer werden uns hoffentlich so stark nach vorne peitsche, wie sie es im Viertelfinale getan haben. In der Corona-Phase ist das für uns schwer. Eine richtige Vorbereitung hatten wir nicht, aber dafür schon zwei Pflichtspiele und da müssen wir anders trainieren. Die Jungs ziehen mit und haben Bock.“