Duell der Tormaschinen im Jahnstadion – Wer beendet den Negativtrend in der „Kuhle“

Vizemeister empfängt Verbandsligaabsteiger

Der neunte Spieltag in der Kreisliga Südost bietet wieder einiges. So trifft Vizemeister Eutin II auf den TSV Gremersdorf. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Lensahn – Der neunte Spieltag in der Kreisliga Südost wird schon am Freitagabend eröffnet. Dann gastiert die SG Bösdorf/Malente beim TSV Lütjenburg. Am Folgetag geht es direkt weiter mit einigen spannenden Partien. So treffen zwei Tabellennachbarn aufeinander, Gremersdorf gastiert bei zuletzt verbesserten Eutinern oder auch ein zuletzt erfolgreicher Aufsteiger in Oldenburg. Es wird wieder so viel geboten und dies setzt sich am Sonntag fort. Dort wartet ein absolutes Topspiel im Lensahner Jahnstadion, wo der Tabellenführer gastiert. Zwei Stunden später begegnen sich zwei zuletzt schwächelnde Mannschaften am Tensfelder Bahndamm.

SV Kirchbarkau – FT Preetz (Sa., 14 Uhr)

Nach einem guten Saisonstart musste der SV Kirchbarkau zuletzt zwei Partien ohne Sieg hinnehmen. Gegen Gremersdorf (2:4) und Dannau (1:1) gab es nur einen Punkt, wobei vor allem das Remis beim Aufsteiger zuletzt sehr ernüchternd war. Man schaffte es nicht, das gewohnte Spiel auf den Platz zu bekommen und rettete sich letztlich einen Zähler durch einen Foulelfmeter kurz vor Schluss. Nun gilt es schnell wieder in die Spur zu finden und die Punkte 14 bis 16 einzufahren. Damit würde man oben dranbleiben, denn derzeit hat man schon etwas den Anschluss an die Spitzenplätze verloren. Vier Punkte steht der SVK hinter Platz Zwei und das Torverhältnis spricht ebenfalls nicht für Sie. Nun wartet das Derby in dieser Liga und in diesem soll die Heimstärke wieder den Unterschied machen.

Zu Gast ist die FT Preetz, die einen guten Saisonstart hingelegt hat. Nur eines der acht Spiele wurde verloren, doch die Unentschieden ließen sie hadern. So gab es bisher zwei Gesichter, wie schon in der vergangenen Saison. In der Fremde gab es bisher drei Punkte. Drei Remis und eine Niederlage sind die Ausbeute. Es ist sehr dürftig, denn man ist schließlich noch sieglos. Zu Hause sieht es ganz anders aus. Die vergangenen drei Partien wurden allesamt im Fichtestadion ausgetragen und die Bilanz ist mit drei Siegen perfekt. Es gab Siege gegen Aufstiegsaspiranten wie Göhl/Oldenburg (3:1), SC Cismar (5:0) oder aber den TSV Lensahn (3:1). All dies sind Ausrufezeichen, an denen es nun anzuknüpfen gilt.

SG Dersau/Kalübbe – TSV Dannau (Sa., 15 Uhr)

In den vergangenen Wochen konnte die SG Dersau/Kalübbe nach schwierigem Start endlich richtig in der Saison ankommen. Es gab nach vier Punkten aus den ersten fünf Spielen, zuletzt sieben aus drei. Es ist nun genau das, was man von der SG vor der Saison erwartet hatte. So gelang es ihnen, den bis dato ungeschlagenen TSV Gremersdorf zu bezwingen. 4:2 hieß es dort am Ende. Es war der dritte Saisonsieg und dieser wie bereits die ersten beide zu Hause. Nun steht erneut ein Spiel im Waldstadion an und dort soll nun das vierte ungeschlagene Spiel in Serie folgen. Gegen Aufsteiger TSV Dannau ist die Mannschaft von Holger Böttcher klarer Favorit, doch unterschätzen möchte man diesen nicht.

Für den TSV Dannau gilt es nun endlich mal wieder dreifach zu punkten. Einen Sieg, diesen am ersten Spieltag, holte der Aufsteiger erst, ansonsten gab es wenig Grund zum Jubeln. Zwei Remis machten noch Mut und sorgten für fünf Punkte auf dem Konto, doch diese gab es allesamt zu Hause. Die Bilanz in der Fremde gleicht einer Katastrophe. Alle drei Spiele wurden verloren bei 4:28 Toren. Dies ist ein dramatischer Wert, denn im Schnitt kassiert man pro Partie auf fremdem Geläuf mehr als neun Gegentore. Zweimal war es zweistellig, zuletzt gegen Lensahn und Göhl/Oldenburg. Solch eine Defensivleistung darf es am Sonnabend in Dersau nicht geben, ansonsten droht die nächste Klatsche.

FSG Saxonia – SV Großenbrode (Sa., 16 Uhr)

Die FSG Saxonia hat am vergangenen Wochenende nach zuvor drei Siegen aus vier Spielen einen enttäuschenden Auftritt hingelegt. Nach 2:0-Führung wurde das Derby gegen den SV Rickling noch mit 2:3 verloren. Es war ein Dämpfer für die Mannschaft von Tobias Becker, die erst zum dritten Mal das Nachsehen hatte. Man verpasste es dadurch, weiter nach oben zu schauen in der Tabelle, sodass derzeit Platz Neun belegt wird. Dies ist nicht unbedingt da, wo man am Ende gerne stehen möchte, doch es gibt noch viel Steigerungspotenzial. Nun steht mal wieder ein Heimspiel an und dort fühlt man sich einfach wohl. Acht Punkte aus vier Spielen, somit keine einzige Niederlage zu Hause, zeigt, wie schwer es ist, die FSG in Borndhöved zu schlagen. Fünf Gegentore machen dabei wohl die größte Stärke in der Heimat deutlich.

Nun gastiert der SV Großenbrode am Schul-, und Sportzentrum und für die Ostholsteiner gilt es, den Abstand nach unten großzuhalten. Als derzeitiger Tabellenzwölfter hat man einen Vorsprung von drei Punkten auf den ersten direkten Abstiegsplatz. Dieser soll nun gerne vergrößert werden, bevor die „Kracher-Wochen“ gegen mehrere Spitzenteams wartet. Etwas Druck herrscht nach der 1:4-Pleite zuletzt gegen Bösdorf/Malente also durchaus. Zur Vorsaison stehen schon jetzt zwei Punkte mehr auf dem Konto und dennoch braucht es weitere Zähler. Die vermeintlich machbaren Aufgabe sind bereits absolviert und nun warten zum Ende der Hinrunde einige schwierige Aufgaben. Die erste wartet schon jetzt am Sonnabend. Peter Thomm sagt vor diesem: „Es gilt nun die Chancen auch zu verwerten. Daran müssen wir auf jeden Fall arbeiten und konzentrierter vor dem Tor sein. Wir müssen mehr Wille vorne zeigen und sich ansonsten das ein oder andere Mal auch cleverer anstellen. Einen Ball einfach mal zu klären und konzentrierter zu sein. Saxonia ist eine kämpferisch starke Truppe, fußballerisch werden sie auch gut sein. Deswegen erwarte ich ein hartes Spiel für uns. Personell sieht es gut aus, bis auf die üblichen Fragezeichen die man hat, aber eigentlich sollte fast alles dabei sein.“

Eutin 08 II – TSV Gremersdorf (Sa., 16 Uhr)

Der Trend bei Eutin 08 II zeigte zuletzt nach oben. Der Horrorstart scheint abgeschüttelt zu sein, denn es gab vier Punkte aus den jüngsten beiden Spielen. In Dersau wurde der Matchplan trotz vieler Ausfälle nahezu perfekt umgesetzt, doch sich nur mit einem Zähler belohnt. Schlusslicht Lütjenburg wurde mit 11:1 bezwungen, wo man dem Gegner von Beginn an die Grenzen aufzeigte. Nun begrüßt man den TSV Gremersdorf am Waldeck und die Aufgabe wird eine richtig schwere. Dort wird es mindestens eine ähnlich starke Leistung wie in Dersau, wenn nicht nochmal eine Steigerung brauchen. Trainer Florian Schumacher sagt: „Mit Gremersdorf erwartet uns ein harter Brocken. Sie haben erst ein Spiel verloren und haben eine erfahrene Truppe, die enorme Qualität hat. Sie spielen einen robusten Fußball und kommen über ihre schnellen Außen. Wir haben in den letzten Wochen ein paar Erfolgserlebnisse gesammelt und die Jungs finden immer besser zusammen. Daher wollen wir auch den nächsten Dreier sammeln. Personell fehlen uns einige Spieler, aber dennoch haben wir einen breiten Kader.“

Für den TSV Gremersdorf gab es am vergangenen Wochenende die erste Saisonniederlage. Bei der SG Dersau/Kalübbe unterlag der Verbandsligaabsteiger mit 2:4. Die dünne Personaldecke mit nur 13 Mann im Kader machte sich massiv bemerkbar, sodass die Ostholsteiner das Nachsehen hatten. Nun geht es nach Eutin, wo eine Aufgabe wartet, die in der Vergangenheit den TSV oftmals vor Herausforderungen gestellt hat. So gab es im Aufstiegsjahr 2025 eine Niederlage am Waldeck. Nun ist man der klare Favorit mit Blick auf die Tabelle. Zehn Punkte trennen die beiden Kreisligisten, sodass der Saisonstart höchst unterschiedlich verlief. Das Spiel am Sonnabend wird dennoch kein Selbstgänger, denn die Qualität bei der jungen Truppe vom Waldeck ist durchaus da. Zudem holte Eutin sechs der sieben Punkte auf heimischem Platz. Für Gremersdorf gilt es, zurück zur Form der ersten Wochen zu finden. Trainer Christian Ippig sagt: „Wir müssen unsere Struktur wieder finden, die wir im letzten Spiel, aber auch schon teilweise in Kirchbarkau nicht eingehalten haben. Dies ist die Grundlage unseres Spiels. Allerdings haben wir diverse personelle Probleme. Luca Zielinski, Dustin Gabbey und Mathias Ruske fallen aus. Fraglich sind Oskar Fink und Tim-Ole Uhtenwoldt. Da das Spiel unserer Zweiten verlegt worden ist, können wir glücklicherweise einige Spieler hochziehen. Eutin scheint sich in den letzten Spielen stabilisiert zu haben, da wird das Spiel kein Selbstgänger.“

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SG Göhl/Oldenburg – SV Rickling (Sa., 16.30 Uhr)

Die Erleichterung war groß, als am vergangenen Sonntag der erste Dreier in der Fremde und nach zwei Niederlagen mal wieder ein Sieg eingefahren wurde. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte drehte die SG Göhl/Oldenburg in Tensfeld nach dem Seitenwechsel auf. 6:1 hieß es am Ende, sodass die ersten Punkte in der Fremde eingefahren wurden. Nun begrüßen die Ostholsteiner den nächsten Gegner am heimischen Schauenburger Platz. Es gilt, sich nun noch weiter oben festzubeißen und die eigenen Ambitionen nun auch noch mehr auf den Rasen zu bringen. Zu Gast ist der Aufsteiger SV Rickling, der im Tabellenkeller steckt, doch in den vergangenen Wochen einen klaren Aufwärtstrend hatte. SGGO-Coach Mario Markmann sagt vor dem Duell: „Am Wochenende haben wir mit Rickling einen Gegner aus der unteren Tabellenregion. Trotzdem werden wir den Gegner nicht unterschätzen und äußerst konzentriert in das Spiel gehen. Gerade solche Spiele sind manchmal nicht leicht zu spielen. Wir müssen solche Spiele aber natürlich gewinnen, wenn wir den Anschluss nach oben nicht gänzlich verlieren wollen. Wir brauchen die gleiche konzentrierte und intensive Herangehensweise wie im letzten Spiel, in dem die Mannschaft spielerisch und kämpferisch überzeugt hat. Außerdem hatten wir eine gute Quote bei der Chancenverwertung. Wenn wir das wieder hinbekommen würden, wäre es schon gut. Personell sieht es genauso gut aus wie in den letzten Wochen. Wobei wir aktuell noch zwei/drei Spieler haben, die mit Erkältung zu kämpfen haben. Da gehen wir aber davon aus, dass die Wochenende wieder soweit fit sind.“

Für den SV Rickling geht es am Sonnabend darum, an die vergangenen Wochen anzuknüpfen. Nach schwierigem Start gab es zuletzt einen klaren Aufwärtstrend, sodass nur eines der vergangenen fünf Spiele verloren wurde. Zudem gab es zwei Siege, darunter am vergangenen Wochenende gegen die FSG Saxonia. Dort zeigte der Aufsteiger nach 0:2-Rückstand eine unglaubliche Moral und gewann spät mit 3:2. Es war ein emotionaler Nachmittag für das gesamte Team, das dadurch über dem Strich blieb. Nun geht es nach Oldenburg und die Aufgabe wird alles andere als einfach. Ein spielstarker, offensiver Gegner wartet und genau dieser soll nun geärgert werden. Sebastian Latendorf sagt vor dem Spiel: „Wir haben letztes Spiel gedreht von 0:2 auf 3:2 und das war ein absoluter Teamsieg. Moralisch war es eine glatte Eins, sodass nicht viel besser zu machen ist. Jetzt wäre es auch mal wieder schön, einen Auswärtsdreier zu holen, darauf liegt unser Fokus. Wir sind komplett heiß drauf, denn der letzte war in Lütjenburg und genau daran gilt es nun anzuknüpfen. Ich erwarte einen Gegner, der über uns steht und dadurch wieder ein hart umkämpftes Spiel. Wir müssen um jeden Zentimeter fighten, um dann wirklich auch erfolgreich zu sein. Jeden Punkt müssen wir uns wirklich hart erarbeiten. Es ist wieder ein spielstarker, robuster Gegner. Personell haben wir leider immer noch eine Erkältungswelle, sodass ein paar Spieler ausfallen werden. Dementsprechend haben wir Ausfälle zu verzeichnen, aber sind trotzdem mit einem guten Kader am Start und wollen das bestmögliche herausholen.“

TSV Lensahn – SG Insel Fehmarn (Sa., 13 Uhr)

Es ist ein echtes Topspiel, das am Sonntagmittag im Jahnstadion ansteht. Der TSV Lensahn empfängt die SG Insel Fehmarn, der Tabellenvierte, den Ersten. Es ist ein echtes Fußballfest zu erwarten, wenn die beiden mit Abstand besten Offensiven der Liga aufeinandertreffen. Der TSV Lensahn erzielte in acht Spielen bereits 38 Treffer. Vor allem Top-Torjäger Haruna Jammeh hat dabei mit bereits 15 Saisontoren einen ganz großen Anteil. Zuletzt, bei der dritten Saisonpleite in Preetz, als es vor eineinhalb Wochen eine 1:3-Pleite gab, war es allerdings die Chancenverwertung, die Sorge bereitete. Der Ball sollte einfach nicht rein. Dies muss sich nun ändern, damit es gegen Fehmarn Punkte gibt. Die Heimausbeute für den TSV ist sehenswert, denn alle drei Spiele wurden bei 23:3 Toren gewonnen. Nun vor dem vierten Spiel sagt Vadim König: „Nach fast zwei Wochen ohne Pflichtspiel freuen wir uns darauf, endlich wieder ins Geschehen eingreifen zu können. Am Sonntag wartet allerdings direkt eine große Herausforderung auf uns. Mit dem Tabellenführer kommt nicht nur die Mannschaft mit den meisten erzielten Toren, sondern gleichzeitig auch die beste Defensive der Liga nach Lensahn. Das allein sind schon genügend Gründe, um gewarnt zu sein. Hinzu kommt, dass wir in den vergangenen Jahren in den direkten Begegnungen nicht immer glücklich ausgesehen haben. Aber auch wir haben uns weiterentwickelt und wollen am Sonntag zeigen, was in uns steckt. Wenn wir unsere Stärken auf den Platz bringen, unsere Chancen konsequent nutzen und in der Defensive von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert und wach bleiben, müssen wir uns vor niemandem verstecken. Wir wissen, dass uns ein starker Gegner erwartet. Gleichzeitig haben wir großes Vertrauen in unsere eigene Qualität. Wenn wir unsere Leistung abrufen, bin ich überzeugt, dass wir dem Tabellenführer auf Augenhöhe begegnen und die drei Punkte in Lensahn behalten können. Wir freuen uns auf ein intensives Spiel und natürlich auf die Unterstützung unserer Zuschauer.“

Für die SG Insel Fehmarn lief der Saisonstart wirklich genau nach ihrem Geschmack. Sechs der sieben Spiele wurden gewonnen, sodass die Mannschaft von Andre Hack von ganz oben grüßt. Es war ein Start, der absolut sehenswert war, denn neben den 18 Punkten wurden auch bereits 42 Treffer erzielt, die meisten der Liga. Fabian Plöger ist derzeit unaufhaltsam, nicht nur wegen seinem Dreierpack am vergangenen Wochenende beim 6:1-Erfolg gegen den SC Cismar. Doch auch Tjelk Jacob und Nico Müntz haben einen großen Anteil. 23 Tore gingen auf das Konto des Trios. Doch auch die Defensive weiß zu überzeugen, denn es gab schließlich erst neun Gegentreffer, die wenigsten der Liga. Die jungen Insulaner sind also eine Spitzenmannschaft. Nun vor dem Duell mit Lensahn, gegen das es vergangene Saison zwei Siege gab, sagt David Beljan: „Wir wollen noch kaltschnäuziger vor dem Tor sein. Die Aggressivität beibehalten und gegen den Ball noch kompakter stehen. Lensahn ist der Favorit auf die Meisterschaft, die eine enorme Erfahrung mitbringt. Die Jungs sind vorne sowas von eiskalt, da erwartet uns eine Menge Arbeit. Aber wir haben keinen Druck, wir wollen unsere Jungs weiterentwickeln, das ist das primäre Ziel. Es wird ein schweres Spiel, aber wir haben Bock. Wir haben momentan einen Fluch. Aktuell fehlen uns zehn Leute (die Langzeitverletzten und 4 Urlauber). Wird mal wieder spannend.“

TuS Tensfeld – SC Cismar (So., 15 Uhr)

Zwei Sorgenkinder der vergangenen Wochen treffen am Sonntagnachmittag in Tensfeld aufeinander. Der Tus Tensfeld holte zuletzt nur einen Punkt aus drei Spielen. Es war ein Rückschritt nach dem zwischenzeitlichen Aufwärtstrend. Vor allem die zwölf Gegentore im besagten Zeitraum machten Sorgen. Zweimal gab es nach dem Seitenwechsel hinten zu viele Treffer. Sieben der zehn Gegentore in den vergangenen beiden Spielen fielen erst nach dem Pausentee. Zuvor war es meist noch ein sehr offenes Spiel. Es ist sehr auffällig, was vielleicht auch an fehlenden Impulsen von der Bank liegen könnte. Dennoch ist derzeit klar zu sehen, dass die Segeberger nicht in Fahrt kommen. Nun gastiert der SC Cismar, bei dem es derzeit ebenfalls wenig Grund zur Freude gibt. Vor dem Duell sagt Christoph Hinz: „Wir müssen wieder kompakter und konsequenter verteidigen und dürfen uns die Gegentore nicht so einfach einfangen. Nach vorne hatten wir unsere Möglichkeiten und die müssen wir einfach besser nutzen. Zum Gegner kann ich ehrlich gesagt nicht viel sagen. Aber das ist auch gar nicht entscheidend. Wir müssen bei uns bleiben, unsere Aufgaben gut erledigen und mit der nötigen Energie ins Spiel gehen. Dann schauen wir, was das Spiel von uns verlangt. Wir haben leider weiterhin ein paar kranke und verletzte Spieler. Jammern bringt uns aber nicht weiter. Wir werden eine schlagkräftige Truppe zusammenbekommen und die Jungs, die auf dem Platz stehen, werden alles reinhauen.“

Der SC Cismar steckt derzeit in einem Formtief. Nach gutem Start zeigte der Trend zuletzt ganz steil nach unten. Nur ein Punkt aus vier Spielen, bei 18 Gegentoren sind einfach zu viele und ließen die Grömitzer bis auf Rang elf abstürzen. Die oberen Plätze sind bereits früh etwas aus den Augen verloren worden und der aktuelle Trend macht auch nicht unbedingt viel Mut. Spielerisch gab es am vergangenen Wochenende, beim 1:6 auf Fehmarn zwar wieder eine Steigerung, doch die Gegentore fallen zu einfach. Nun kommt eine Verletzung von Lennard Siebrecht hinzu, der wochenlang ausfallen wird. Somit muss der Torjäger also auch noch passen. Cismar braucht schnell Erfolgserlebnisse, um nicht in eine echte Krise zu fallen. Dies soll nun ausgerechnet auf fremdem Platz geschehen. Auswärts gab es erst einen Sieg, ansonsten wurde viel Lehrgeld bezahlt oder aber zu einfache Fehler gemacht. Daniel Temme sagt vor dem Spiel in der „Kuhle“: „Wir arbeiten weiter daran, unsere Defensivarbeit zu verbessern, darauf legen wir aktuell Wert. Spielerisch haben wir gegen Fehmarn trotz der hohen Niederlage einiges auch richtig gemacht. Daran wollen wir natürlich anknüpfen. Tensfeld ist ähnlich wie wir nicht so gut in die Saison gestartet, die wollen im Heimspiel natürlich Punkten. Daher erwarten wir ein sehr schweres Auswärtsspiel. Zu unseren Langzeitverletzten hat sich nun leider Lenny Siebrecht dazugesellt. Insgesamt fehlen uns aktuell wieder neun bis zehn Spieler.“

Der 9. Speiltag im Überblick

TSV Lütjenburg – SG Bösdorf/Malente (Fr., 19.15 Uhr)
SV Kirchbarkau – FT Preetz (Sa., 14 Uhr)
SG Dersau/Kalübbe – TSV Dannau (15 Uhr)
Eutin 08 II – TSV Gremersdorf (16 Uhr)
FSG Saxonia – SV Großenbrode
SG Göhl/Oldenburg – SV Rickling (16.30 Uhr)
TSV Lensahn – SG InselFehmarn (So., 13 Uhr)
TuS Tensfeld – SC Cismar (15 Uhr)

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