Duell der Ungeschlagenen im Otto-Dechert-Stadion – Legt Lübeck 1876 bei Fortuna nach?

Formstarkes Rethwisch reist an den Pöbelberg

Anzeige

Lübeck – Nach dem zweiten Spieltag, der eine Menge Überraschungen mit sich brachte, steht nun die erste Englische Woche der Saison in der Kreisliga Süd an. Es kommt am Donnerstagabend zu gleich acht Spielen, die allesamt eine Menge versprechen. Die ersten beiden Wochen zeigten schon früh, dass in dieser Liga in jedem Spiel eine Menge drinsteckt und so wird es auch in der Zukunft sein. Daher darf man sich auf spannende Duelle freuen, in denen es für einige bereits um eine Menge geht.

TSV Zarpen – SV Grün-Weiß Siebenbäumen (Do., 19 Uhr)

Der TSV Zarpen ist als Aufsteiger gut in die neue Klasse gekommen. Aus den ersten beiden Kreisligaspielen holte der Meister der abgelaufenen A-Klasse bereits vier Punkte. Es zeigt somit direkt, dass die Mannen aus dem Norden Stormarns großes Potenzial haben und sich vor keinem Gegner in dieser Liga verstecken müssen. Schließlich war das Startprogramm mit Azadi Lübeck II und dem TSV Schlutup alles andere als ein Selbstgänger, doch es wurde gemeistert. Der Start zu Hause gegen Azadi war ein verdienter Erfolg, wo der Aufsteiger einen ganz starken Auftritt gegen, aber auch mit dem Ball ablieferte. Einzig zu viele lange Bälle bemängelte Coach Tobias Clasen, doch dies sollte im darauffolgenden Auswärtsspiel auch abgestellt werden. Dort gab es ein 2:2-Remis beim TSV Schlutup, in dem die Stormarner trotz spätem 1:2-Rückstand, prompt eine Antwort parat hatten und Moral bewiesen. Es gab einen Punkt beim Vorjahresdritten der Kreisliga, auch wenn dieser ins Gesamt eher glücklich war. Nun steht für den TSV eine Aufgabe an, die es erneut absolut in sich hat. Der Tabellenführer reist ins Otto-Dechert-Stadion und somit ein klarer Titelfavorit. Dieser ist allerdings noch nicht allzu bekannt bei den Hausherren, dennoch weiß Clasen genau, was auf seine Mannschaft zukommt: „Wir begrüßen unseren Gegner aus Siebenbäumen recht herzlich im Otto-Dechert-Stadion. Besonders einen Gegner, der noch nicht sehr oft in Zarpen war, daher sind wir sehr auf das Auftreten von ihnen bei uns gespannt. Wir wissen natürlich, dass sie eine Qualität mitbringen, denn nicht umsonst sind sie mit zwei Spielen, zwei Siegen, sehr gut in die Saison gestartet. Wir sind aber sehr gut vorbereitet auf den Gegner. Es ist natürlich auch einer, der um den Titel mitspielen wird, denn nicht umsonst sagt man, dass sie zum Kreis der Titelträger gehören. Wir geben unser Bestes und die Jungs sind hochmotiviert, das beste Resultat für uns am Donnerstag zu holen.“

Siebenbäumen grüßt von der Tabellenspitze

Der SV Grün-Weiß Siebenbäumen ist mit zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen gestartet und somit den Erwartungen gerecht geworden. Die Qualität des Verbandsligaabsteigers setzte sich durch und auch Top-Transfer Franz Walter Schlatow sollte sich als Soforthilfe erweisen. Doch die ersten beiden Spiele waren noch längst nicht perfekt. In beiden Partien wurden mehrere Chancen des Gegners überstanden, sodass das Spiel sowohl gegen Wentorf-Sandesneben/Schönberg als auch Fortuna St. Jürgen zwischenzeitlich hätte kippen können. Danach fragt im Nachhinein allerdings keiner mehr nach, denn klar ist, dass die Mannschaft von Trainer Marco Urban von ganz oben in der Tabelle grüßt. Nun wartet auf die Lauenburger mit dem TSV Zarpen allerdings eine Aufgabe, die keineswegs unterschätzt werden darf. In der vergangenen Saison verlor der Aufsteiger kein einziges Spiel auf dem heimischen Platz, sodass die letzte Heimniederlage bereits über ein Jahr zurückliegt. Am 4. Mai 2025 war dies der Fall, als der damalige Meister Eichholz II in der A-Klasse die vollen drei Punkte aus Nordstormarn entführte.

Ratzeburger SV II – SV Azadi Lübeck II (Do., 19 Uhr)

In der vergangenen Saison war der Ratzeburger SV II in der Kreisklasse A unbesiegbar. Keine Mannschaft schaffte es, die Zweitvertretung in einem Ligaspiel zu bezwingen und nur eine, dieser überhaupt einen Punkt abzunehmen. Selten passte die Bezeichnung „Durchmarsch“ so gut, wie zum RSV. Nur zehn Gegentore machten deutlich, wie defensivstark dieser ist. Dementsprechend sollte der Blick mit Spannung auf den Aufsteiger gerichtet werden, dem man bereits vor dem Sommer vieles zutraute. Doch nach einer schwierigen Sommervorbereitung sollte auch der Saisonstart nicht perfekt für die Mannschaft vom „Riemann“ laufen. Gegen den ebenfalls aufgestiegenen Krummesser SV unterlag die Verbandsligareserve mit 2:4 und auch am vergangenen Wochenende blieb Ratzeburg sieglos. 3:3 hieß es am Ende der Heimpremiere in der Kreisliga gegen den ATSV Stockelsdorf. Schon jetzt wurden also deutlich mehr Punkte abgegeben als in der gesamten abgelaufenen Saison und auch die Anzahl der Gegentore ist überraschend hoch. Sieben Stück wurden bereits kassiert. Nun steht das zweite Heimspiel innerhalb kürzester Zeit an und dort hofft Trainer Paul Dietz auf den ersten Dreier in der neuen Liga: „Am Donnerstag empfangen wir die Zweite vom SV Azadi Lübeck. Eine Mannschaft mit vielen starken Einzelspielern und unser „kleiner“ Angstgegner. Vor zwei Saisons konnten wir im Kampf um Platz Zwei in der Kreisklasse A zweimal nicht gewinnen, obwohl wir starke Leistungen zeigten. Kadertechnisch sieht es nicht sehr rosig aus und wir haben immer noch viele Verletzte und Urlauber, die erst ab nächster Woche wieder mit dem Training beginnen können. Wir werden alles reinhauen, versuchen, die drei Punkte am Riemann zu halten und den ersten Kreisligasieg einzufahren.“

Azadi überzeugt noch nicht

Der Gast, der SV Azadi Lübeck II, ist ebenfalls durchwachsen in die Saison gestartet. Nach einer 1:4-Pleite in Zarpen folgte ein 2:1-Sieg gegen Krummesse. Dort sollte allerdings erst spät ein Rückstand gedreht und die Personalnot des Gegners, dem die Optionen von der Bank fehlten, ausgenutzt werden. Nun wartet der nächste Aufsteiger und dort hoffen die Lübecker auf eine klare Leistungssteigerung. Aus dem eigenen Ballbesitz soll mehr Gefahr entwickelt und sich somit belohnt werden. Die Landesligareserve ist noch nicht ins Rollen gekommen, genauso wie auch Serdar Hassan, der erst einen Treffer erzielte. Den kommenden Gegner kennen sie noch aus dem Aufstiegsjahr, denn dort holte die Mannschaft von Omar Yassin einen Sieg (3:1) und ein Remis (3:3).

SG Breitenfelde/Mölln – SV Viktoria 08 (Do., 19.30 Uhr)

Die Enttäuschung war groß, als man am Sonntagnachmittag trotz vieler Torchancen und eigener Führung, ohne Punkt aus Kücknitz zurück nach Hause fahren musste. Die SG Breitenfelde/Mölln haderte mit der Chancenverwertung, denn nach einem 6:1-Sieg zum Start fehlte am Roten Hahn die Kaltschnäuzigkeit. So wurde verloren, doch nicht nur das Spiel, sondern auch einen ganz wichtigen Spieler im Mittelfeld, der sich nach seinem Aufstieg aus der A-Jugend in den Herrenbereich zu einem nahezu unverzichtbaren Spieler entwickelte. Leif Wolff führte die U19 als Kapitän an und ging auch in der Herren-Kreisliga trotz seines jungen Alters mit starken Leistungen voran. Nun musste dieser am Sonntag vorzeitig vom Feld, sodass ein Ausfall im zweiten Heimspiel der Saison sehr wahrscheinlich ist. In diesem empfängt die SG den SV Viktoria 08, der schwer einzuschätzen ist. Trainer Arne Riewe sagt: „Gegen Viktoria ist es natürlich auch ein bisschen eine Wundertüte.
Letzte Saison ja schon das Hinspiel klar gewonnen und das Rückspiel zum Glück nur knapp verloren. Jetzt starten sie mit zwei wilden Ergebnissen in die Saison. Wir sind gewarnt, aber bleiben mutig. Knüpfen an die Leistung vom Kücknitz-Spiel an, wollen dann aber unsere Buden auch machen, um die Punkte zu Hause zu behalten.“

Wundertüte nach „wilden“ Ergebnissen

Der SV Viktoria 08 überraschte mit einem 3:2-Heimsieg gegen den Titelfavoriten Eichholz II die gesamte Liga. Eine junge, nach dem Umbruch neuformierte Mannschaft von der Falkenwiese präsentierte sich als starke Einheit, die sich mit einem enormen Willen den Sieg erkämpfte. Es war die Reaktion auf die enttäuschende 1:5-Pleite in der Vorwoche gegen den TSV Travemünde. Ein Sieg und eine Niederlage aus zwei Duellen mit Aufstiegsaspiranten sorgt dafür, dass die Lübecker auch nach den ersten beiden Partien nicht einzuschätzen ist. Nun wartet mit Breitenfelde/Mölln eine weitere Mannschaft mit Ambitionen nach oben. Vor dieser warnt Trainer Timur Akgün und fordert die gleiche Einstellung wie am Sonntag: „Unser erstes Auswärtsspiel ist uns deutlich missglückt, nun wollen wir es besser machen. Allerdings ist auch diese Aufgabe gegen die heimstarken Gastgeber nur mit 100% Willen und Einsatz zu bewältigen. Wir müssen auf Rasen und den kampfstarken Breitenfeldern an unser Limit gehen müssen.“

ATSV Stockelsdorf – TSV Travemünde (Do., 19.30 Uhr)

Wenn du im zweiten Durchgang mit 3:1 gegen einen Aufsteiger führst und am Ende noch glücklich einen Punkt nach Hause mitnimmst, dann kannst du nicht voll und ganz zufrieden sein. Dies war Yannik Biemann nach dem Unentschieden und somit ersten Punktgewinn als Cheftrainer des ATSV Stockelsdorf auch nicht wirklich. Dennoch bewertete er diesen aufgrund einer schwierigen Personallage mit nur gerade einmal einem Ersatzspieler realistisch und nahm diesen gerne mit. Nun steht allerdings das zweite Heimspiel an und dort soll dieser Zähler bestätigt werden. Klar ist allerdings auch, dass die Aufgabe eine unheimlich schwere ist. Zu Gast ist mit dem TSV Travemünde eine Spitzenmannschaft der Liga, gegen die es auch in der vergangenen Saison keine Punkte gab. Es wird vor allem defensiv einen leidenschaftlichen Auftritt brauchen, denn ansonsten droht die zweite Heimniederlage. Am ersten Spieltag verlor Stodo nämlich gegen den VfL Rethwisch mit 1:3, wobei es allerdings genügend Chancen gab, das Spiel vor allem nach der Pause auf seine Seite zu ziehen. Die Auftritte waren also nicht schlecht von der Biemann-Elf, doch es sprang zu wenig heraus. In beiden Partien war mehr möglich, womit durchaus gehadert, dies allerdings auch als Hoffnungsschimmer gesehen wird, denn weit weg war man nicht.

Travemünde möchte es direkt besser machen

Der TSV Travemünde enttäuschte am Sonntag auf ganzer Linie und verlor daher mit 0:1 beim VfL Rethwisch. Wie bereits im Jahr zuvor sollte sich der TSV am Buchrader Weg enorm schwertun. So harmlos wie zuletzt war die Mannschaft von Christian Jetz selten, denn es fiel ihnen nichts ein. Nur wenige Torchancen wurden erspielt, doch so richtig gefährlich war es selten. Hinten wurde gegen defensivorientierte Stormarner allerdings auch wenig zugelassen, doch ein Gegentor gab es dennoch. Dieses Spiel soll nun schnell aus den Köpfen, denn das nächste Spiel steht vor der Tür und es ist eine Chance, sein gewohnt, torgefährliches Gesicht zu zeigen. Zu Gast in Stockelsdorf wartet eine sieglose Mannschaft, die allerdings trotz vieler Abgänge im Sommer noch einige gute Kicker dabei hat. Vor diesen wird gewarnt und auch vor dem Umschaltspiel. Schließlich bekam der ATSV mit Sajad Barbari einen pfeilschnellen Spieler dazu, der genauso wie Tjark Sölter das Angriffsspiel mit seinem hohen Tempo enorm belebt. Für die Monte-Kicker gilt es daher aufzupassen und dennoch sich gewohnt dominant zu präsentieren, damit es bei der Enttäuschung von Rethwisch sich nur um einen Ausrutscher handelt. Gerade vor dem Topspiel am kommenden Sonnabend gegen Eichholz II wäre ein Sieg enorm wichtig. Trainer Jetz sagt: „Wir wollen es in Stockelsdorf besser machen und hatten zum Glück nicht viel Zeit nachzudenken. Es scheint eine Mannschaft in Stockelsdorf zusammenzuwachsen, die starke Umschaltspieler haben, wir werden aber ordentlich Qualität dagegensetzen.“

Anzeige
VfB Lübeck
Anzeige
Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige
Anzeige

SV Fortuna St. Jürgen – Lübeck 1876 (Do., 19.30 Uhr)

Der SV Fortuna St. Jürgen wollte unbedingt in dieser Saison einen erfolgreichen Start hinlegen und anders als die vergangenen Jahre, direkt punkten. Ein komplett zusammengebliebener Kader und die daraus resultierende Eingespieltheit sollten helfen, dieses erste Ziel zu erreichen. Die Realität sieht nach zwei Spielen allerdings anders aus. Null Punkte holte die Fortuna, sodass erneut ein Fehlstart droht. Dabei sollte der Auftakt gegen Schlutup noch zufriedenstellend sein, nur das Ergebnis passte nicht. Gegen Siebenbäumen war Trainer Andre Meese allerdings alles andere als zufrieden, sodass er nun von seiner Mannschaft eine klare Steigerung erwartet. Zu Hause begrüßt der SV Fortuna mit Lübeck 1876 eine Mannschaft, die dürftig gestartet ist, doch zuletzt ein kleines Ausrufezeichen setzte. Daher sind die Jungs vom Kalkbrenner gewarnt, doch auch hochmotiviert. Nikolay Frech sagte: „Gegen 1876 wollen wir endlich die ersten Punkte in dieser Saison holen! Natürlich sind wir enttäuscht über die ersten zwei Spiele, jedoch können wir das auch richtig einordnen und besitzen eine gute Moral in der Truppe und werden uns zeitnah belohnen.“ An das letzte Duell der beiden Teams in Lübeck-St. Jürgen erinnert sich die Fortuna sicherlich gerne zurück, denn dort gab es einen hochverdienten 5:1-Sieg. Auch das Rückspiel in der Fremde wurde nicht verloren, denn dort hieß es am Ende 1:1.

Lübeck 1876 zeigt starke Reaktion

Die Mannschaft von Lübeck 1876 hat sich im Sommer durchaus verändert, denn erfahrene Leistungsträger sind gegangen und einige neue Gesichter kamen dazu. Einen solchen Umbruch gab es lange nicht an der Travemünder Allee, denn oftmals wurde auf den eingespielten Kern vertraut, der nur minimal ergänzt wurde. Nun war es anders, sodass Geduld gefordert wurde. Die 1:6-Klatsche bei der SG Breitenfelde/Mölln war bitter, doch längst nicht so schwach, wie die sechs Gegentore vermuten ließen. Erst Mitte der zweiten Hälfte ergaben sich Hansestädter, doch zuvor bot sich nach dem Ausgleich sogar die Chance, das Spiel zu kippen. Dies gelang nicht und so brauchte es in der Folgewoche eine klare Reaktion im ersten Heimspiel gegen Wentorf-Sandesneben/Schönberg. Dort zeigten die 76er einen kämpferisch starken Auftritt, bei dem hinten kaum etwas zugelassen und vorne neben den beiden Toren auch gute Chancen kreiert wurden. 2:0 setzte sich die Mannschaft von Uwe Buchholz durch, die nun das klare Ziel verfolgt, am Donnerstagabend nachzulegen. Doch einfach wird es keineswegs. Ihr Trainer sagt: „Wir hatten am Dienstag eine gute Trainingseinheit und das wollen wir am Donnerstag gegen Fortuna bestätigen. Fortuna hat eine Top-Mannschaft und Sie haben beide bisherigen Spiele unglücklich verloren. Wir werden versuchen unser Spiel wieder variabel zu gestalten. Wir benötigen dazu wie gegen Wentorf 90 konzentrierte und engagierte Minuten, um am Ende erfolgreich zu sein.“

SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg – TSV Kücknitz (Do., 19.30 Uhr)

Am Donnerstagabend treffen mit der SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg und dem TSV Kücknitz zwei Mannschaften aufeinander, die vor der Saison potenziell als Verfolger auf die Spitzenplätze galten. Beide Mannschaften bringen eine hohe Qualität mit und verfügen über hohe Offensivqualitäten, auch wenn dies zuletzt vor allem bei den Lauenburgern eher weniger danach aussah. Gegen Lübeck 1876 präsentierte sich die Mannschaft von Niklas Oelrichs und Dennis Hadler erschreckend harmlos und kreierte kaum eine Torchance. Lediglich eine Möglichkeit wurde auf den Kasten des Gegners gebracht, doch dort scheiterte die SGWSS am Torhüter. Hinten gab es zwei Gegentreffer, sodass es nach der 2:3-Auftaktniederlage nun mit dem 0:2 in Lübeck erneut keine Punkte gab. Es ist ein kleiner Fehlstart, doch klar ist auch, dass es am Donnerstagabend dringend einen Dreier benötigt, denn ansonsten ist der Saisonstart endgültig verpatzt. Doch zu Gast ist ein Gegner mit enormer Qualität. Hadler sagt: „Mit Kücknitz kommt ein Team zu uns, welches neben ihrer individuellen Qualität vor allem über ihre Intensität kommt. Wir werden alles geben müssen, um dort etwas zu holen. Mit einer Leistung wie bei 1876 am Sonntag wird für uns nichts drin sein. Wir sind aber überzeugt, dass wir als Team im Heimspiel ein anderes Gesicht zeigen werden und müssen.“

Kücknitz lässt zu viele Chancen liegen

Der TSV Kücknitz hat drei Punkte mehr als die Lauenburger auf dem Konto und in den ersten beiden Spielen überzeugt. Trotz einer 0:3-Niederlage in Eichholz stimmte die Leistung allemal und nur in der Präzision vor dem Tor hakte es. Gegen Breitenfelde/Mölln zuletzt wiederholte sich die Problematik mit den vielen vergebenen Möglichkeiten und dennoch sollte es diesmal mit dem Dreier klappen. Somit wurden die ersten Punkte der Saison eingefahren und die Mannschaft von Mirco Groß ist heiß darauf, weitere zu holen. Dazu braucht es bei der SGWSS einen erneut guten Auftritt im Spiel mit, als auch gegen den Ball. Die Qualität beim Gegner ist schließlich klar vorhanden, sodass es nach den bisherigen beiden Duellen, trotz der noch ausgebliebenen Punkte beim Gegner, erneut eine ganz schwierige Aufgabe werden wird. Dort braucht es noch mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, denn dann klappt es auch, die vielen erspielten Chancen in Tore umzumünzen. Der kommende Gegner ist aus der Saison 2024/25 noch bekannt, denn dort gab es am Roten Hahn ein 3:3-Remis, sowie einen 3:1-Auswärtserfolg auf dem Sportplatz Sparrbucht. Nun vor dem Duell bei der SGWSS sagt Mirco Groß: „Für uns geht es unter der Woche nach Wentorf-Sandesneben absolutes Unverständnis für diese Englische Woche in den Ferien. Wir erwarten einen spielstarken gegner mit viel Tempo,. Wir konnten gestern gut trainieren und wollen uns vor allem im Thema Abschluss deutlich verbessern. Fünf Spieler fehlen uns unter der Woche was wir aber dank eines breiten Kaders kompensieren können.

Eichholzer SV II – VfL Rethwisch (Do., 19.30 Uhr)

Der Eichholzer SV II wurde vor der Saison als klarer Top-Favorit der Liga gekürt. Eine starke Rückrunde, viele hochwertige Neuzugänge und eine eingespielte Truppe unter der Regie von Stephan Lindhoff sollten allesamt dafür sprechen, dass die Zweitvertretung im zweiten Jahr nach dem Aufstieg eine noch größere Rolle spielt, als es im vergangenen mit Platz Vier bereits der Fall war. Der Start mit einem 3:0-Heimsieg gegen Kücknitz war auch direkt einmal sehr positiv, doch zuletzt gab es einen herben Dämpfer. Beim Angstgegner SV Viktoria 08 klappte nicht viel und auch wenn man kurz vor dem Ende zum 2:2 ausglich, unterlag die Gastmannschaft mit 2:3. Der Trainer sprach von einem „komplett gebrauchten Tag“, der dafür sorgte, dass die lange Serie von 16 ungeschlagenen Spielen ausgerechnet gegen den Gegner riss, gegen den es zuvor letztmals eine Niederlage im Herbst 2025 gab. Nun gilt es diese Pleite allerdings schnell abzuschütteln und den Blick auf Donnerstagabend zu richten, denn dort steht das zweite Heimspiel der Saison an. Zu Gast ist mit dem VfL Rethwisch eine unbequeme Truppe, die mit sehr gut in die Saison gestartet ist. Lindhoff sagt: „Nach der Niederlage am Sonntag geht es nun am Donnerstag weiter. Wir empfangen den VfL Rethwisch am Pöbelberg. Die Gäste sind optimal in die Saison gestartet. Sie verfügen über eine zweikampfstarke Mannschaft mit einigen sehr erfahrenen und guten Spielern. Wir müssen uns im Vergleich zu Sonntag deutlich steigern, um die drei Punkte in Eichholz zu behalten. Ich erwarte einen kompakt stehenden Gegner, der uns alles abverlangen wird.“

Euphorie in Rethwisch

Beim VfL Rethwisch ist man derzeit hochzufrieden und Neu-Trainer Till Kniffka spürt bereits früh, dass es eine besondere Saison werden kann. Nach Siegen gegen Stockelsdorf (3:1) und Travemünde (1:0) sagte er: „Hier im Dorf, im Verein passiert etwas. Es knistert und alle haben Bock.“ Es ist eine Euphorie am Buchrader Weg entstanden, die nach einer enttäuschenden Rückserie in der Vorsaison wenige erwartet hatten. Kniffka allerdings schon, denn dieser zeigte sich schon vor dem ersten Spieltag absolut von seiner Mannschaft überzeugt und überraschte die Liga mit der Aussage, ins obere Tabellendrittel schauen zu wollen. Nicht wenige hielten dies für sehr ambitioniert, doch schaut man auf die Tabelle, dann befindet man sich genau dort. Platz Zwei ist die Realität, doch gleichzeitig muss man die Kirche auch noch im Dorf lassen, denn die Saison hat gerade erst begonnen. Nun beim Eichholzer SV II könnte es ein spannendes Duell werden, bei dem die Stormarner nach Travemünde den nächsten Aufstiegsaspiranten ärgern wollen, doch diese Aufgabe hat es in sich. Im vergangenen Jahr machte der VfL am Pöbelberg allerdings bereits kein schlechtes Spiel, doch verlor nach einem offenen Schlagabtausch mit 5:6. Ob es nun erneut ein solches Spektakel gibt, ist eher unwahrscheinlich, doch nicht unmöglich. Der Trainer sagt vor dem Duell: „Meine Jungs freuen sich auf ein intensives Fußballspiel bei hoffentlich bestem Wetter. Eichholz ist der klare Favorit, aber wir möchten mit unserer starken Mentalität und Geschlossenheit gegenhalten.“

Krummesser SV – TSV Schlutup (Do., 19.30 Uhr)

Der Donnerstag wird auf dem Hans-Georg-Börstler-Platz komplettiert, wo der Krummesser SV auch im zweiten Heimspiel auf einen Dreier hofft. Hier wurde bereits der Ratzeburger SV II hochverdient mit 4:2 bezwungen und nun soll die nächste Mannschaft ohne Punkte den Weg nach Hause antreten. Dies musste man bei der Auswärtspremiere gegen den SV Azadi Lübeck II selbst auch, denn trotz Führung waren es am Ende die fehlenden Optionen von draußen und die damit verbundenen schwindenden Kräfte, die den zweiten Dreier verhinderten. So unterlagen die Lauenburger, die es allerdings über weite Strecken des Spiels sehr gut gegen den Ball gemacht haben und Azadi vor Herausforderungen stellten. Die Partie wurde, wie Andre Bargholt nach dem Spiel sagte, über 75 Minuten neutralisiert und genau darauf hofft er im Spiel am Sonntag erneut. Mit dem TSV Schlutup gastiert allerdings ein noch ungeschlagenes Team mit Ambitionen auf die obere Tabellenregion, sodass der Aufsteiger als glasklarer Underdog ins Duell geht. Der Trainer sagt vor diesem: „Mit dem TSV Schlutup erwartet uns im zweiten Heimspiel der Saison eine eingespielte Mannschaft, die vor allem bei Standardsituationen gefährlich ist, das zeigte sich vor allem in ihrem letzten Spiel gegen den TSV Zarpen, wo sie eben durch solche immer für Gefahr sorgten. Wir wollen uns vor allem im Spiel mit dem Ball steigern und unsere Umschaltmomente wieder seriös zu Ende spielen. Wir haben Ausfälle und einige angeschlagene Spieler zu verkraften, was uns nicht daran hindern wird, eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz zu bringen.“

Patzt Schlutup erneut gegen einen Aufsteiger?

Für den TSV Schlutup gilt es nach zwei verlorenen Punkten an Sonntag nun mit der Maximalausbeute zu reagieren. Auf einen 4:2-Sieg gegen Fortuna St. Jürgen trotz zwischenzeitlichem 1:2-Rückstand, bei dem Mert Büyükdemir mit drei Toren wieder einmal seine Klasse zeigte, folgte zuletzt die Enttäuschung beim Heimdebüt von Neu-Trainer Robertino Borja. Gegen den TSV Zarpen ging man zunächst, obwohl die besseren Chancen auf ihrer Seite waren, mit einem 0:1-Rückstand in die Pause. Nach dem Seitenwechsel gelang es Schlutup, diesen zu drehen, sodass in der Schlussphase der Führungstreffer fiel. Postwendend kassierten die Lübecker allerdings den Ausgleich, sodass zwei Punkte aus Sicht der Mannen vom Palinger Weg unnötig verschenkt wurden. Nun folgt das nächste Duell gegen einen Aufsteiger, sodass auch klar zu erwarten ist, dass man sehr viel den Ball haben wird. Es wartet ein Gegner, der sich klar auf die Arbeit gegen den Ball fokussiert und aus einer kompakten Hintermannschaft heraus versucht, Nadelstiche zu setzen. Davor ist Schlutup gewarnt. Borja sagt: „In Krummesse wollen wir wieder ein anderes Gesicht zeigen. Im letzten Spiel hat uns vor allem die letzte Konsequenz vor dem Tor gefehlt – genau das müssen wir diesmal besser machen. Uns erwartet ein schwieriges Spiel, in dem wir von der ersten Minute an die richtige Einstellung und Mentalität zeigen müssen. Nur wenn jeder bereit ist, alles für die Mannschaft zu geben, können wir die drei Punkte mit nach Hause nehmen.“

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein