Bremens Florian Kohfeldt in besseren Zeiten.
Archiv-Foto:Fotostand/Krause
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Düsseldorf – Für die drei letzten der Bundesliga wird es eng. Nach zwei Monaten Corona-Pause sollen sie von null auf 100 kommen, um den Klassenerhalt zu schaffen, sich in die Relegation retten oder einen Nichtabstiegsplatz zu ergattern. Dazu kommt noch ein Vorschlag der Deutschen Fußball Liga (DFL), die bei einem Abbruch zwei Clubs in die 2. Liga schickt.

Fünf Beschlüsse bei DFL-Videokonferenz

Auf der Videokonferenz am Donnertag zwischen den 36 Proficlubs gab es zudem fünf Beschlüsse, die im ersten Punkt auf jeden Fall vorsieht, die Saison sportlich zu beenden. Dafür gab es ein einstimmiges Votum. Dies soll sogar über den 30. Juni hinausreichen. Weiterhin ist das DFL-Hygienekonzept rechtlich verbindlich und wurde in die Spielordnung aufgenommen. Künftig sind fünf Wechsel pro Partie erlaubt. Das DFL-Präsidium darf ferner nach Vorgaben vom Weltfußballverband FIFA und Deutscher Fußball Bund (DFB) am Transferfenster im Sommer und Winter drehen und dieses zeitlich anpassen. Sollten Vereine ihre Spiele aufgrund behördlicher Auflagen nicht zuhause austragen können, kann ein Ausweichspielort bestimmt werden.

Rösler hat keine Vorstellung

Für Fortuna Düsseldorf heißt das alles: noch mehr Stress, noch mehr Druck und keine Wahl, als zu gewinnen. Am besten gleich am kommenden Sonnabend gegen Schlusslicht SC Paderborn. „Ich habe noch keine genaue Vorstellung davon, wie der gesamte Spieltag ablaufen wird. Ich kann mir das Gefühl in den Minuten vor dem Anpfiff noch nicht richtig vorstellen“, gab Trainer Uwe Rösler auf der „Geister-Pressekonferenz“, die online abgehalten wurde, zu. Dennoch war Vorfreude herauszuhören: „Wir sind so gut in Form, wie wir es in der aktuellen Situation sein können. Alle wissen, dass es ein sehr wichtiges Spiel ist. Wir haben Paderborn analysiert und wissen, wie wir sie attackieren können.“

Bremens Innensenator mit klaren Ansagen

Werder Bremen sträubt sich mit Händen und Füssen gegen die Ideen der DFL und hatte dabei zudem noch schlechtere Karten als die anderen Clubs. Der Tabellenvorletzte ist mit 56 Jahren Rekordhalter in Sachen Bundesliga, doch in dieser Saison wird es sehr dünn an der Weser. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer befeuert den Stress noch zusätzlich und würde die Erlaubnis Geisterspiele im Stadion wieder untersagen, wenn sich Fans davor versammelten. Zudem machte der SPD-Politiker klar, dass wenn es nur einen positiven Corona-Test in der Mannschaft gibt, alle Kontaktpersonen in 14-tägige Quarantäne müssten. Schon Zweitligist Dynamo Dresden kann davon aktuell ein Lied singen. Die Bremer müssen dazu noch ein Nachholspiel absolvieren. Droht der Super-Gau bei den Grün-Weißen?

Baumgart als Schlüsselfigur

Schlusslicht SC Paderborn hat in 25 Saisonspielen 16 Punkte geholt. Ob das mit dem Klassenerhalt noch etwas wird, liegt sicher auch am Cheftrainer Steffen Baumgart. Er gilt als Motivator und könnte vermutlich im leeren Stadion schon alleine für mächtig Lautstärke sorgen. Nehmen es seine Spieler an? „Natürlich hätten wir gerne die Stadionatmosphäre. Aber für alle Beteiligten ist die jetzige Lage Neuland. Unser klares Ziel ist es, aus den verbleibenden neun Spielen das Optimale rauszuholen“, sagt er.

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