Eichholzer SV und TSV Siems sind Kreispokalsieger – Fans sorgen für Mega-Stimmung in Travemünde

TSV Schlutup gewinnen bei Ü40 und Altherren

Raphael Theiss (Rapid) mit Flugkopfball gegen Mario Nagel (ESV). Foto: Lobeca/Andre porath

Lübeck – Der Herren des Eichholzer SV und die Frauen des TSV Siems vertreten die Hansestadt in der kommenden Saison im Landespokal des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV). Beide Vereine gewannen am Sonnabend beim großen Finaltag des Kreisfußballverbandes Lübeck (KFV) den Kreispokal. Eichholz besiegte den SC Rapid und die Siemserinnen setzten sich gegen den Lübecker SC durch.

Schlutuper Doppelerfolg zum Auftakt

Bereits ab dem späten Vormittag ließ es der TSV Schlutup ordentlich krachen. Im Ü40-Finale setzte man sich gegen Olympia Bad Schwartau im Elfmeterschießen mit 7:6 (2:2) durch. Beflügelt dadurch legten Altherren vom Palinger Weg mit einem 3:1 (2:0)-Erfolg gegen SC Buntekuh nach und feierte das Vereins-Double an diesem Tag. Für den TSV trafen Roman Wilhelm (16.), Florian Buck (30.) und Dennis Gebhardt (76.). Das Ehrentor für den SCB erzielte Marco Zahn (48.).

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Kreispokalsieger Ü40 2022 TSV Schlutup. Foto: Frank Horstmann/KFV
Kreispokalsieger Alte Herren 2022 TSV Schlutup. Foto: Frank Horstmann

Phönix II feiert Double

Dem dritten Tages-Titel des TSV Schlutup macht der 1. FC Phönix Lübeck II einen Strich durch die Rechnung. Die Adler schnappten sich nach der Verbandsliga-Meisterschaft nun den Kreispokal für Untere Mannschaften mit einem 3:0 (2:0)-Sieg. Marvin Scheibel (18., 30.) und Rohjat Acer (73.) sorgten mit ihren Toren dafür.

„Was gibt es Schöneres…“

Nach dem Spiel sagte Phönix-Teammanager Gabriel Lopes zu HL-SPORTS: „Was gibt es Schöneres sich die Meisterschaft und auch noch den Pokal zu holen. Die Saison ist nun zu Ende und die Spieler können nun in die wohl verdiente Pause. Zum Spiel selber gibt es nicht viel zu sagen, es hat zu unseren ganzen Pokalspielen gepasst, zu kompliziert und zu viel klein-klein, aber am Ende hat es wieder gereicht für den Sieg.“

„Wir haben gegen einen Klassegegner super dagegengehalten“

Schlutups scheidender Cheftrainer Alexander Steinhauer: „Wir gratulieren der 2. Mannschaft von Phönix herzlich zu dem Pokalsieg. Leider konnten wir unsere Spielidee nicht ganz umsetzen, aber wir haben gegen einen Klassegegner super dagegengehalten. Das Ergebnis ist somit in Ordnung und wir freuen uns in unserem letzten Spiel so eine Leistung abgerufen zu haben. Mein Dank gilt allen Spielern und Betreuern für die tolle Zeit. Danke schön.“

Der 1. FC Phönix Lübeck II ist Kreispokalsieger 2022 für Untere Mannschaften.

Doppelschlag führt Siems auf die Gewinnerstraße

Bei den Frauen verteidigte der TSV Siems mit 4:1 (2:0) den Pokal gegen den Lübecker SC. Früh stellte der Oberligist die Weichen zum Erfolg, denn Sarah Koch (4.) und Saskia Schunowski (15.) stellten bereits in der ersten Viertelstunde auf 2:0 für Siems. Nach der Pause kam der LSC durch das 1:2 von Bente Janßen (54.) zum Anschlusstreffer. Doch quasi im Jubel gab es den Siemser Doppelschlag von Mandy Scheer (57.) und Sophie Hagedorn (58.), die mit ihren Treffern den Sieg klarmachten.

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Kapitänin Gianna Nicoleit hat den Kreispokal für den TSV Siems entgegengenommen. Foto: Lobeca/Andre Porath

„Wir haben nach dem Anschlusstreffer einen kühlen Kopf behalten“

Maurice Maletzki (Siems-Coach) sagte danach: „Wir haben heute nicht den besten Fußball gezeigt, waren teilweise zu überhastet vorne bei den Abschlüssen und hatten auch immer wieder Phasen, in denen wir nicht mit der Entschlossenheit in die Zweikämpfe gegangen sind, wie wir es eigentlich tun wollen. Nach dem Anschlusstreffer haben wir einen kühlen Kopf behalten und zwei schnelle Tore nachgelegt. Jetzt freuen wir uns erstmal, dass wir den Pokal geholt haben und ab Montag bereiten wir uns auf die nächste Aufgabe vor.“

„90 Minuten als Team super verkauft“

„Leider mussten wir aufgrund von sehr kurzfristigen Absagen wegen Krankheit etwas umstellen, was die Mädels aber toll umgesetzt haben. Wir haben uns über 90 Minuten als Team super verkauft und hatten auch unsere Möglichkeiten. In der zweiten Halbzeit waren wir für drei Minuten etwas zu grün hinter den Ohren und bekommen dafür direkt zwei Gegentore. Nichtsdestotrotz bin ich unheimlich stolz auf mein Team und die gezeigte Leistung. An dieser Stelle auch noch ein großer Dank an Thorsten Walczyk und Nick Jahnke, die mich im Trainerteam unterstützt haben, da Manu und Sascha heute ebenfalls verhindert waren“, so LSC-Trainer Marc Hempel.

Kreispokalsieger 2022 Eichholzer SV. Foto: Andreas Schock

Eichholz zeigt Moral und dreht Pausenrückstand

Das Highlight des Tages am Rugwisch in Travemünde war das Finale der Herren zwischen SC Rapid und Eichholzer SV. Julian Zimmermann (38.) brachte den Verbandsliga-Vizemeister im ersten Durchgang mit 1:0 in Front. Nach dem Seitenwechsel drehten die Eichholzer allerdings auf und schossen sich über zwei Treffer von Niklas Hamer (61., 68.) und Burhan Tetik (72.) zum 3:1 (0:1)-Pokalerfolg. Danach ging die Lutzi ab und es wurde nach dem Abpfiff gefeiert. Der ESV vertritt die Farben der Stadt neben dem VfB Lübeck und 1. FC Phönix im Landespokal.

Fans des Eichholzer SV. Foto: Lobeca/Andre Porath

Hanifi Demir (ESV): „In der ersten Halbzeit war Rapid bissiger und hatte mehr Kontrolle und führte dementsprechend 1:0. In der zweiten Halbzeit waren wir punktgenau da und haben dann in eine Richtung gespielt. Wir gewinnen am Ende in meinen Augen verdient aufgrund der zweiten Halbzeit. Was die Fans der beiden Vereine geleistet haben, war einmalig. Ein versöhnliches Ende für unseren Verein.“

Rapid-Torschütze Julian Zimmermannn feiert mit den Fans die Führung. Foto: Lobeca/Andre Porath

Christian Arp (Rapid): „Schade, wir hätten den Pott gerne gewonnen. In der ersten Halbzeit haben wir alles im Griff gehabt und das Spiel kontrolliert, wirkten souveräner und frischer. Nach dem ersten Gegentor in der zweiten Hälfte verloren wir den Faden und haben leider nicht mehr zu unserem Spiel gefunden. Letztlich war es trotzdem ein super Tag für den Amateur-Fußball. Denn was die beiden Fanlager heute veranstaltet haben, war einfach Weltlasse und am Ende war es ein sehr, sehr würdiger Rahmen für dieses Finale.“

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