
Seth – Der fünfte Spieltag in der Kreisliga Südwest ist gerade erst Geschichte und schon geht der Blick bereits auf den sechsten. Denn eine Partie, die eigentlich am kommenden Wochenende geplant war, steigt nun bereits schon am Dienstag. Am Mittwoch kommt es zu einem Nachholspiel.
SV Sülfeld – Tralauer SV (Di., 20 Uhr)
Die Rollenverteilung am Dienstagabend um 20 Uhr ist ziemlich klar. Der SV Sülfeld geht als klarer Außenseiter ins dritte Heimspiel der Saison. Sechs Punkte stehen aus den ersten fünf Spielen auf dem Konto des Aufsteigers, der am vergangenen Freitagabend nach zwei Siegen in Folge eine 0:6-Klatsche in Alveslohe hinnehmen musste. Es war ein Tag zum Vergessen, denn man ließ den Gegner zu viel spielen und fand in 90 Minuten nicht ins Spiel. Nun wartet das Heimspiel gegen den Tralauer SV, einer Spitzenmannschaft der Liga. Co-Trainer Birger Broening sagt: „Es gibt sicherlich bessere Zeitpunkte, um gegen Tralau zu spielen, als direkt nach einer 0:6-Niederlage. Aber wir nehmen die Herausforderung an und freuen uns auf unsere Nachbarn aus Tralau. Für genau solche Spiele haben wir in der vergangenen Saison gearbeitet und gekämpft, deshalb wollen wir das Spiel auch genießen.“ Die Aufgabe wird extrem schwer, doch nicht unmöglich. Die Überraschung soll gelingen. Broening sagt: „Tralau ist natürlich der klare Favorit, sowohl für dieses Spiel als auch in der Liga insgesamt. Wir wissen, welche Qualität auf uns zukommt. Trotzdem wollen wir so lange wie möglich dagegenhalten, unsere eigenen Stärken auf den Platz bringen und es dem Favoriten so schwer wie möglich machen.“
Ein besonderes Duell neben dem Platz
Für den Tralauer SV ist es das letzte Spiel, bevor es nach Dänemark ins Trainingslager geht. Dabei freut sich Roman Ismaglov auf das Treffen mit seinem Gegenüber, den er gut kennt: „Ich freue mich persönlich sehr auf das Spiel. Birger Broening kenne ich seit der E-Jugend. Ob als Mitspieler, Gegenspieler oder jetzt im Trainerduell, es war schon alles dabei. Für mich ist „Mister Sülfeld“ und ich schätze ihn und seine Arbeit im Verein sehr. Es wird weiterhin darum gehen, im Spiel mit dem Ball geduldig, scharf und präzise zu sein. Wir wollen den Fuß auf dem Gaspedal lassen und mit einem Erfolgserlebnis ins Trainingslager nach Dänemark fahren.“ Das Treffen mit dem Co-Trainer des SVS ist für Ismagilov ein ganz besonderes. Man kennt sich bestens und dies seit Jahren. Unter der Leitung des Vaters Broenings, der beim VfL Oldesloe trainierte, sollte der jetztige Tralau-Coach seine Anfänge in seiner Fußballkarriere durchleben. Der Sülfelder Co-Trainer wuchs zudem in einem anderen Dorf von Travenbrück auf, sodass das Duell mit Tralau ebenfalls sehr besonders ist. Er kennt in Tralau viele und auch die Entfernung nach Sülfeld ist nicht groß. Auf das Treffen mit seinem Gegenüber freut sich Broening sehr: „Roman und ich kennen uns noch aus gemeinsamen Zeiten in der Jugend des VfL Oldesloe und sind seitdem gute Freunde. Schon als Jugendspieler war er häufig Kapitän und eine prägende Figur in unseren Mannschaften. Da war bereits zu erkennen, dass er einmal Verantwortung übernehmen würde. Ich habe seinen Weg als Trainer immer verfolgt und finde es beeindruckend, was er in Tralau aufgebaut hat. Umso schöner ist es, dass wir uns jetzt als Trainerkollegen an der Seitenlinie wiedersehen.“
„Schön habe ich in Sülfeld noch nie gewonnen“
Tralau wird sich auf einen tiefstehenden und kompakten Gegner einstellen, der den Favoriten sicherlich zu Geduld zwingen möchte. Coach Ismagilov hat in der Vergangenheit gegen Sülfeld selten geglänzt, was für die Schwere der kommenden Aufgabe spricht: „In Sülfeld zu spielen, ist nie einfach. Es ist ein kampfstarker Gegner mit einem hohen Maß an mannschaftlicher Geschlossenheit. Wir werden einen gewissen Kampf annehmen müssen. Schön habe ich in Sülfeld noch nie gewonnen, weder als Spieler noch als Trainer. Das sage ich mit vollem Respekt vor dem Gegner und der Aufgabe.“ Personell sieht es dabei für die Stormarner durchwachsen aus, auch wenn man genügend Optionen hat: „Wir werden wieder an der ein oder anderen Stelle umbauen müssen. Einige Leistungsträger fehlen, aber wir haben starke Waffen an Bord. Stand jetzt sind wir 17 Spieler, die alle heiß sind, ihre Akzente setzen wollen und mein volles Vertrauen haben.“
FSG Alsterland – TuS Teutonia Alveslohe (Mi., 20 Uhr)
Es war ein ganz starker Auftritt, den der TuS Teutonia Alveslohe am Freitagabend hinlegte. Gegen den Aufsteiger SV Sülfeld behaupteten sich die Segeberger mit 6:0. Es war nach zwei Niederlagen zuvor der erste Heimsieg in dieser Saison. Das Spiel im eigenen Ballbesitz gefiel Trainer Dennis Rerop enorm, denn davon gab es eine Menge. Nun wartete ein anderes Spiel, denn mit der FSG Alsterland gastiert nun ein Team, das über eine hohe Qualität verfügt und selbst den Anspruch hat, ganz oben mitzuspielen. Daher war die 1:4-Niederlage beim Tralauer SV auch durchaus ein Dämpfer, von dem man sich allerdings keineswegs aus der Bahn werfen lässt. Man war nicht unbedingt enttäuscht und unzufrieden, sondern sah einen guten Auftritt. Lange Zeit spielte man in Unterzahl und lieferte einen waschechten Defensiv-Fight. Am Ende sollte man dann allerdings doch geknackt werden, doch das Ergebnis war deutlicher, als das Spiel eigentlich war. Der Verbandsligaabsteiger machte schließlich kein schlechtes Spiel und hielt das 1:1 bis zur 84. Minute.

Alsterland warnt vor Alvesloher Umschaltmomente
Nun gilt es, diese Niederlage abzuschütteln, denn am Mittwochabend gastiert Teutonia Alveslohe in Seth. FSG-Coach Harjas Ahluwalia sagt: „In unserer nächsten englischen Woche erwartet uns in einem Heimspiel am Mittwochabend die TuS Teutonia Alveslohe. Diese kommen mit mächtig Rückenwind und Torhunger aus ihrer letzten Partie. Für uns gilt es, die doch zu hohe Niederlage in Tralau abzuschütteln und wieder unser Spiel durchzusetzen. Wir müssen maximal konzentriert an dieses Spiel gehen und gezielt in unsere offensiven Situationen kommen. Unterschätzen dürfen wir die Umschaltmomente der Gäste auf keinen Fall und sollten versuchen, diese so gering wie möglich zu halten.“ Personell gibt es Rückkehrer, denn Nico Post hat seine Sperre abgesessen und ist nun wieder eine Option. Mit Blick auf den Kader für Mittwoch sagte der Alsterland-Coach: „Es kommen ein paar Spieler zurück in unseren Kader, die am Wochenende noch fehlten, sodass wir unser Offensivspiel auch wieder besser durchsetzen wollen.“
Vorfreude
Beim TuS Teutonia Alveslohe war der Saisonstart mit sechs Punkten aus vier Spielen gemischt. Die Niederlagen gegen Wahlstedt (0:2) und Segeberg (1:4) waren ärgerlich und sicher auch vermeidbar. Dem stehen allerdings zwei souveräne Siege gegenüber, bei denen man Hoisdorf (3:0) und zuletzt Sülfeld (6:0) keine Chance ließ. An diese beiden Auftritte gilt es am Mittwoch anzuknüpfen, doch es wartete eine ganz schwere Aufgabe, auf die man sich allerdings sehr freut. Trainer Dennis Rerop sagt: „Es ist ein Spiel, auf das wir uns sehr freuen. Es ist neben Henstedt-Ulzburg und Wahlstedt wahrscheinlich die Mannschaft, die da ganz oben ein paar Wörtchen mitzureden hat und wird. Es sind viele Jungs dort in der Mannschaft, die schon Verbandsligaerfahrung haben und auch im letzten Jahr dort gespielt haben. Gerade mit Nico Post haben sie jemanden, der in jedem Spiel den Unterschied machen kann. Nichtsdestotrotz wissen wir auch, dass wir eine gute Portion Qualität haben, jetzt gerade auch ordentlich Selbstvertrauen getankt haben und jedes Spiel angehen, dass wir es gewinnen wollen, aber natürlich auch um die Qualität von Alsterland wissen.“
Alveslohe versteckt sich nicht
Man wird wohl deutlich weniger den Ball haben als zuletzt, doch das Tempo soll dennoch in Szene gesetzt werden. Die junge Mannschaft hat hohe Qualität im Spiel nach vorne und kann sehr gut umschalten. Komplett abwartend möchte man sich allerdings auch nicht präsentieren. Alveslohe wird sich selbst auch ins Spiel einbringen. Zur Herangehensweise sagt der Coach: „Sie sind gerade auch zu Hause auf ihrem Rasen schon echt stark, aber trotzdem werden wir uns nicht verstecken, mutig spielen und schauen, was dort herausspringt. Auf jeden Fall ist es ein Spiel und Gradmesser, auf das wir uns schon lange freuen, und es sind genau diese Spiele, die wir lieben, brauchen und auch wollen. Gerade Mittwochabend bei Flutlicht, wahrscheinlich leicht feuchter Rasen. Wir freuen uns sehr auf die Partie und wollen den maximalen Ertrag, also die drei Punkte, mit nach Alveslohe nehmen.“







