Ein letztes Mal: Der Beste kommt zum Schluss – Phönix Lübeck gastiert beim Absteiger

Saisonfinale in der Regionalliga Nord für Zapel-Team

Cheftrainer Oliver Zapel (1. FC Phönix). Foto: Lobeca/Andre Porath

Lübeck – Noch einmal wird die Abstiegsrunde der Regionalliga Nord antreten, danach werden die letzten Platzierungen vergeben und die Saison 2021/2022 beendet sein. Zwar ist die Entscheidung über Abstieg und Klassenerhalt bereits gefallen. Der FC St. Pauli II ist gerettet. Die Teams von Rang sieben bis elf müssen in die Oberliga. Es lässt sich aber offenbar nicht behaupten, dass es um nichts mehr geht: In einem munteren Spiel besiegte Altona 93 den FC Oberneuland noch am Mittwoch mit 3:2. Die Hamburger haben ihre Spielzeit damit vorzeitig abgeschlossen. Sie sind spielfrei am Wochenende.

Phönix verabschiedet Lüneburger SK in die Oberliga

Der Abstieg des Lüneburger SK (7., 22 Punkte) ist besiegelt und nun geht es um eine Analyse. „Wir werden alle Strukturen und Prozesse in unserem Verein sehr kritisch hinterfragen“, sagt LSK-Präsident Sebastian Becker. Dazu sollten „viele Dinge auf den Prüfstand“ gestellt werden, und „selbstverständlich werden wir auch uns im Vorstand kritisch hinterfragen“. Gegen einen ordentlichen Abschied aus der Regionalliga haben die Lüneburger aber sicher nichts einzuwenden. Er gäbe einen guten Startschuss zum geplanten Neuaufbau ab. Allerdings ist in Phönix Lübeck (1., 42 Punkte) kein geringerer als der ungeschlagene Tabellenführer am Sonntag um 14 Uhr zu Gast. Der Beste kommt zum Schluss.

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Eine Woche trainingsfrei

Für die Lübecker war es eine ganz ruhige Woche. Trainer Oliver Zapel gab seiner Mannschaft vor dem Saisonfinale fast komplett frei. Nur am Sonnabend treffen sich die Adler zum Abschlusstraining. Ein Sponsorenevent fand stattdessen unter der Woche an der Travemünder Allee statt. In der Vertragsabteilung tat sich in der vergangenen Woche ebenfalls etwas. Fast still und leise verlängerte Björn Lambach übrigens seinen Vertrag beim 1. FC Phönix.

Der 12. und letzte Spieltag

SSV Jeddeloh – FC St. Pauli (Sa., 15 Uhr)

Der Gastgeber (3., 35 Punkte) liegt nur einen Zähler hinter Eintracht Norderstedt, könnte mit einem Sieg also noch auf den zweiten Rang klettern. In Jeddeloh wird man aber noch ein anderes Ziel verfolgen: Den scheidenden Trainer Oliver Reck mit einem Heimerfolg zu verabschieden. Dem Gast aus Hamburg (6., 26) – seit dem vergangenen Spieltag endgültig gesichert – geht es aber nicht deutlich anders: Joachim Philipkowski wechselt nach sechs Jahren auf der Bank des Nachwuchsteams ins Scouting von St. Pauli. Sein Team dürfte ebenfalls an einer ordentlichen Verabschiedung interessiert sein.

FC Oberneuland – SpVgg Drochtersen/Assel (So., 14 Uhr)

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Das knappe 2:3 bei Altona hat es unterstrichen: Der FC Oberneuland (9., 16) – bereits vor Wochen nach Lizenzverzicht abgestiegen – lässt sich nicht unterkriegen. „Wir haben zuletzt noch Plätze gut gemacht und wollen einen angenehmen Blick auf die Tabelle“, betont Trainer Daniel Prause vor seinem letzten Spiel auf der FCO-Bank. Mit einem Heimsieg würde der Gastgeber den Tabellennachbarn Altona 93 noch vom achten Rang verdrängen. Allerdings kommt in der Spielvereinigung (4., 31) ein Gegner, dessen vierter Rang durch den BSV Rehden bedroht wird und der nach drei sieglosen Spielen mit nur einem Punkt noch etwas gutzumachen hat.

BSV Rehden – Eintracht Norderstedt (So., 14 Uhr)

Auch der BSV (5., 29) muss sich seit dem vergangenen Spieltag keine Sorgen mehr um den Klassenerhalt machen. Er besitzt nun sogar die Chance, die Spielvereinigung Drochtersen/Assel noch vom vierten Rang zu verdrängen. Das wäre nach dem überraschenden Pokalsieg gegen den SV Meppen der zweite Paukenschlag innerhalb weniger Tage. Allerdings: Der Gast aus Norderstedt (2., 36) kommt als Tabellenzweiter und ist in dieser Abstiegsrunde noch ohne Niederlage (7-4-0). Er wird es dem BSV sicher nicht leicht machen, und auch bei der Eintracht geht es ja um einen guten Abschied des Trainers: Jens Martens wird den Verein nach vier Jahren auf der Bank der 1. Herren verlassen.

HSC Hannover – Heider SV (So., 14 Uhr)

Raus mit Applaus – so könnte es nach diesem Spiel für ein Team heißen. Der Abstieg beider Mannschaften ist seit Wochen besiegelt, beim Heider SV (11., 12) noch ein bisschen länger als beim HSC Hannover (10., 16). Jetzt geht es nur noch um einen ordentlichen Abschied. Während der Gast aber ganz unabhängig vom Ergebnis als Schlusslicht absteigen wird, kann der HSC bei optimalem Verlauf noch auf den achten Rang klettern. Das dürfte den Gastgeber mit einer gewissen Motivation versehen, sich vor eigenem Publikum noch einmal richtig ins Zeug zu legen.

Die Tabelle

1.1. FC Phönix Lübeck1936 : 1942
2.FC Eintracht Norderstedt1933 : 1036
3.SSV Jeddeloh1931 : 1735
4.SV Drochtersen/​Assel1924 : 1631
5.BSV Rehden1937 : 2629
6.FC St. Pauli II1929 : 2326
7.Lüneburger SK1915 : 2322
8.Altona 932022 : 3517
9.FC Oberneuland1921 : 4016
10.HSC Hannover1919 : 3916
11.Heider SV1923 : 4212

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