„Einfach Scheiße“ – HSV wütet, St. Pauli bleibt demütig

Die Stimmen zum 112. Hamburger Stadtderby

Danel Sinani (FC St. Pauli) jubelt, der HSV schaut nur zu. Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Hamburg – Was für ein Derbysieg für den FC St. Pauli, was für eine Enttäuschung für den Hamburger SV im ersten Heimspiel nach über sieben Jahren in der Bundesliga. Die Kiezkicker gewannen verdient mit 2:0 im Volksparkstadion. Nach der Partie äußerten sich die verschiedenen Akteure und Verantwortlichen zum 112. Hamburger Stadtderby.

Horst Hrubesch und Merlin Polzin (Trainer, Hamburger SV). Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Kapitän sieht nicht nur Schlechtes

Der Kapitän der Rothosen, Yussuf Poulsen, sagt: „Die letzte Konsequenz hat gefehlt. Es war ein enges Spiel, da entschieden Kleinigkeiten und dort waren wir einfach nicht die bessere Mannschaft. Wir müssen lernen noch gefährlicher zu werden. Wir spielen guten Fußball und kommen gut nach Vorne bis zum entscheidenden Moment. Es ist einfach Scheiße! Die ersten 60 Minuten waren ordentlich.“

Wahl bleibt demütig

St. Paulis Hauke Wahl meint: „Wir haben ein extrem gutes Spiel gemacht, hatten nur kurz keinen guten Zugriff. Zu Beginn der ersten und zweiten Halbzeit war das so. Ich glaube, dass man nicht in der Bundesliga über 90 Minuten eine Mannschaft dominiert. Wir haben einen sehr guten Job gemacht, clever und ruhig gespielt und die Zweikämpfe gewonnen. Das ist wichtig im Derby. Der Speed tut uns gut. Wir wussten, dass sie mit Wut im Bauch aus der Pause kommen werden. Wir haben gegen den Ball etwas Nachholbedarf. Trotzdem haben wir vier Punkte nach Spielen und sind froh, dass es so gut funktioniert. Wir arbeiten weiter hart.“

Hauke Wahl (FC St. Pauli) nach dem Spiel. Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Die Trainerstimmen

FCSP-Coach Alexander Blessin sah das Spiel wie folgt: „Wir sind sehr stolz und glücklich über den Sieg, der nicht unverdient war. Nach der Pause hatten wir etwas Glück. Da kann ein Spiel auch mal kippen. Sonst haben wir das Spiel gut kontrolliert, Chancen kreiert und hätten das ein oder andere Tor mehr machen können. In der Summe sind wir mit der Performance und mit dem Sieg zufrieden.“

Merlin Polzin, Cheftrainer der Rautenträger, kommentierte das Geschehen wie folgt: „Wir sind enttäuscht und müssen mit dem 2:0 leben. Der Start war vom Stadion und von uns sehr gelungen. Das Gegentor nimmt die Dynamik raus. Wir haben es nicht geschafft bei unserem Plan zu bleiben. Das Spiel wurde wild und das hat mir nicht gefallen. Mit dem 0:2 und der Gelb-Roten-Karte wurde es allerdings sehr schwer und wir müssen anerkennen, dass es heute einfach nicht zum Derbysieg gereicht hat. Ab morgen machen wir weiter.“

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Alexander Blessin, Cheftrainer (FC St. Pauli) motiviert seine Mannschaft. Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

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Bildquellen

  • Hrubesch, Polzin: Lobeca/Henning Rohlfs
  • Hauke Wahl: Lobeca/Henning Rohlfs
  • Blessin: Lobeca/Henning Rohlfs
  • Sinani: Lobeca/Henning Rohlfs
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