Eintracht Segeberg besiegelt den Heimfluch – Tralau feiert glanzlosen Erfolg

Hartenholm II bricht erneut nach der Pause ein

Der SV Eintracht Segeberg feierte gegen den TuS Hartenholm II seinen zweiten Heimsieg der Saison. Foto: Eintracht/o.H.
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Tralau – Am Dienstagabend standen in der Kreisliga Südwest gleich zwei Nachholspiele auf dem Programm. Sowohl in Tralau als auch Bad Segeberg sollte der Ball rollen und es am Ende deutliche Siege geben. An der Schulstraße sollte der klare Favorit gegen das Schlusslicht allerdings nicht unbedingt überragen, doch den Sieg gab es dennoch. Außerdem wurde der Heimfluch der Eintracht Segeberg besiegelt.

Tralauer SV – VfL Oldesloe 3:0 (2:0)

Ein besonderes Spiel wartete am Dienstagabend auf die Spieler des Tralauer SV. Ein großer Teil der Mannschaft sowie Chefcoach Roman Ismagilov durchliefen einst die Jugend beim VfL Oldesloe, bevor es an die Schulstraße nach Tralau ging. Nun kam es zum Wiedersehen und die Mannen aus Travenbrück waren der klare Favorit. Es ging darum, sich vorerst die Tabellenführung zurückzuholen. Personell sah es zuletzt beim Spitzenteam allerdings zuletzt eher schwierig aus und auch diesmal sollten nicht alle Spieler bei einhundert Prozent sein. So nahm Kevin Öz beispielsweise auf der Bank Platz. Oldesloe hatte einen klaren Plan und sollte nach wenigen Minuten die Großchance zur Führung haben. Gästecoach Jan Vogelsang sagte: „Wir gehen in das Spiel und haben direkt die Großchance zum 1:0. Unsere Leihgabe aus der Ü32 verzieht knapp am langen Pfosten, da durfte sich Tralau nicht beschweren, dass wir vielleicht sogar in den Anfangsphasen in Führung gehen. Mit der ersten richtigen Chance ging Tralau dann in Führung, leider begünstigt durch einen Torwartfehler. So liegen wir mit der ersten Chance zurück und mit der zweiten dann 0:2.“ Nico Ploog (12.) zog ab und der Keeper des VfL griff daneben, bevor dieser auch nach einem Treffer durch Kevin Kolepp (25.) den Ball aus dem Netz fischen musste.

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Der VfL Oldesloe zeigte einen starken Kampf gegen den Favoriten. Foto: Carolin Moses/Tralauer SV

Tralau führte nach nicht ganz einer halben Stunde mit 2:0, dabei kam man nicht so richtig gut ins Spiel. Co-Trainer Dennis Banka sagte: „Wir kommen nicht gut ins Spiel, haben uns andere Dinge vorgenommen, diese aber nicht umgesetzt bekommen. VfL macht es die ersten Minuten gut, bekommt die zweiten Bälle und ist präsenter in den Zweikämpfen. Das 1:0 fällt dann zu einem günstigen Zeitpunkt und beruhigt die Partie für uns ein wenig. Ein toller Ball von Thiesen in den Lauf von Ploog, der zieht ab und überrascht den Torwart. Das 2:0 fällt auch sehr glücklich. Chancen gab es auf beiden Seiten und das Ergebnis zur Halbzeit ist schmeichelhaft, aber auch nicht unverdient.“ Oldesloe haderte etwas, denn trotz eines wirklich guten Auftritts sollte das Ergebnis wieder gegen sie sprechen. Vogelsang sagte: „Wir haben weitere Chancen, das 1:2 zu machen, davon nicht nur eine, sondern zwei, drei Chancen, aber es ist uns leider nicht gelungen. So gehen wir mit 0:2-Rückstand in die Halbzeit und fragen uns eigentlich, wieso.“

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Jubel beim Tralauer SV.. Foto: Carolin Moses/Tralauer SV

Zur Pause war es also eine Zwei-Tore-Führung des Spitzenteams, sodass die Aufgabe für das noch sieglose Schlusslicht richtig schwer werden sollte. Tralau wollte sich steigern, doch dies gelang nicht so richtig. Banka sagte: „Wir wollten das Tempo erhöhen, das Spiel mit diagonalen Bällen eröffnen, aber auch das gelang nicht wirklich.“ Trotz mehr Ballbesitz und Offensivaktionen sollte die letzte Konsequenz im letzten Drittel fehlen. Zu oft wurde es zu umständlich versucht, anstatt den klaren Ball zu suchen. Dennoch sollte Hannes Lüneburg (82.) noch einen dritten Treffer der Tralauer erzielen. Eine starke Einzelaktion führte dazu. Das 3:0 war zugleich der Endstand. Banka sagte: „Mehr als ein 3:0 wäre auch nicht verdient gewesen. Ein glanzloser Auftritt, bei dem am Ende die drei Punkte zählen.“ Als Fazit zog der Co-Trainer: „Der Sieg ist verdient, gegen aufopferungsvoll kämpfende Oldesloer. Sie machen es gut und haben ab und zu Pech in ihren Momenten. Wir müssen dringend wieder mehr Spielfreude und Leichtigkeit in unser Spiel bekommen, um die Tabellenspitze weiterhin zu behaupten.“

Der Gästecoach war trotz der Niederlage zufrieden, auch wenn er sich ärgerte, dass es nichts Zählbares gab, denn unmöglich war es nicht. Er sagte zum zweiten Durchgang sowie dem Spielausgang: „In der zweiten Halbzeit hatten wir dann auch ein bisschen Glück, dass Tralau zu ballverliebt war oder aber es zu schön machen wollte. Aber wir haben das Spiel sehr lange offen gehalten, haben noch eine Großchance nach einer Ecke, wo wir das 1:2 machen können. Es ist sehr bitter, wenn du unten stehst, hast du anscheinend nicht das Spielglück. Dementsprechend bekommen wir nach einem individuellen Fehler noch das 0:3. Das ist für uns ein sehr gutes Ergebnis. Es hört sich blöd an nach einer Niederlage; aber Tralau war geknickt, denn sie wollten uns zweistellig abschießen und definitiv mehr einschenken. Sie waren sehr unzufrieden mit dem Spiel. Was für uns also gefühlt wie ein Sieg war, ist für sie eine gefühlte Niederlage. Ansonsten müssen wir auf die Leistung stolz sein, am Wochenende diese wieder abrufen und Vollgas geben. Wenn wir solche Leistungen wie am Dienstag abrufen, dann werden wir auch erfolgreich sein. Wenn wir aber wieder bisschen weniger machen, dann wird es nicht reichen. Dementsprechend bereiten wir uns jetzt auf Großensee vor, die haben auch einen Negativlauf. Vielleicht ist das jetzt unsere Chance, doch den ersten Dreier zu holen.“

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SV Eintracht Segeberg – TuS Hartenholm II 5:1 (1:1)

Nur einen Sieg konnte der SV Eintracht Segeberg vor dem Nachholspiel am Dienstagabend zu Hause einfahren. Gegen den VfL Oldesloe wurden die drei Punkte an der Burgfeldstraße behalten, doch ansonsten gab es nur Niederlagen auf heimischer Sportanlage. Das war schwer zu begreifen, denn in der Fremde sind die Segeberger dagegen eines der Top-Teams, mit nur einer Niederlage. Nun sollte ausgerechnet im Derby gegen den TuS Hartenholm II der Heimfluch besiegelt werden, doch auch die Zweitvertretung brauchte mal wieder einen Sieg. Sechs Spiele ohne Sieg gab es vor dieser Nachholpartie. Es sollte nun endlich wieder gejubelt werden, wozu es Unterstützung aus dem Landesligakader gab. Der junge Alban Velija war einer davon, der aushalf und dieser sollte nach einer knappen Viertelstunde treffen (16.). Dabei war Segeberg eigentlich zu diesem Zeitpunkt gefährlicher, wie Eintracht-Trainer Mark Galander verriet: „Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen. Das erste große Ding haben wir, als ein Freistoß von Rupsch ans Lattenkreuz knallt; quasi im Gegenzug macht HaHo das Tor über einen langen Ball auf den schnellen Außenstürmer.“ Noch vor der Pause sollte dann allerdings die Antwort folgen. Der Heimtrainer setzte fort: „Wichtig war der verdiente Ausgleich kurz vor der Halbzeit.“ Adrian Rupsch (43.) glich aus. Gästetrainer Timo Novak sagte zu den ersten 45 Minuten: „Erste Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel, in dem wir ein vermeidbares Gegentor vor der Pause bekommen.“

Nach der Pause sollte es dann allerdings ein anderes Bild sein. Die Gäste waren nicht mehr richtig im Spiel, sodass Eintracht Segeberg die Oberhand gewann. Dominik Schenk (50.) brachte den Aufsteiger in Führung, bevor nur kurz darauf Rupsch (54./61.) mit zwei weiteren Treffern auf 4:1 stellte. Der Stürmer sollte an diesem Abend zeigen, welche Qualität er verfügt und auf welches Niveau er die Eintracht-Offensive heben kann. Chris Hagemann (75.) setzte den Schlusspunkt zum 5:1, sodass spätestens gegen 21.30 Uhr klar war, dass der zweite Heimsieg in dieser Saison zur Realität werden sollte. Der siegreiche Coach sagte nach dem Sieg: „Die zwei Tore nach der Halbzeit sind der Dosenöffner. Da spielen wir das dritte und vierte Tor sensationell raus. Geile Energieleistung gegen einen guten Gegner aus Hartenholm. Schönen Dank von Adi Rupsch an die HL-Redaktion für die extra Motivation. Ein extra Lob geht raus an Hagen Hennig. Der Typ war vier Monate in Thailand, kommt quasi aus dem Flieger und liefert ab.“

Hartenholm konnte an die erste Halbzeit nicht anknüpfen und brach wieder einmal nach dem Seitenwechsel ein. Spiel Nummer sieben ohne Sieg ist nun die bittere Realität. Trainer Novak sagte dazu: „In der zweiten Halbzeit haben wir komplett den Faden verloren und hochverdient verloren. Wir hatten noch ein, zwei Möglichkeiten, aber das war es. Man konnte in der zweiten Halbzeit leider nicht sehen, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollen. 40 Minuten gut Fußball spielen reicht halt nicht.“ Zudem haderte der TuS-Coach mit dem Unparteiischen: „Ich habe bisher nie etwas über die Schiedsrichter im Negativen gesagt, aber dass ein Schiedsrichter, der die neuen und auch alten Regeln am 15. Spieltag nicht kennt, ein Kreisligaspiel pfeifen darf, ist wirklich fragwürdig. Zusätzlich wurde gefühlt jeder Körperkontakt als Foul gepfiffen. Taktische Fouls nicht mit Gelb bestraft (auch auf unserer Seite). Wir haben definitiv nicht deswegen verloren, aber das gestern ging gar nicht. Ich denke, dass mein Kollege von Segeberg der gleichen Meinung ist.“

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