„Elefantenrunde“ zum Lübecker Stadtderby noch ohne Entscheidung

Phönix gegen VfB hängt immer noch am seidenen Faden

Die Lohmühle des VfB Lübeck. Foto: sr

Lübeck – Nach einem ersten Treffen der beiden Clubs 1. FC Phönix und VfB Lübeck vor dem Stadtderby am 13. Februar am vergangenen Montag ging es am heutigen Donnerstag in die nächste Gesprächsrunde. Neben den Vertretern der beiden Vereine waren dieses Mal Dr. Hans-Joachim Friedemann (Bereichsleiter Schule und Sport) und Frank Schröder von Seiten der Hansestadt mit dabei. Eines sollte langsam klar sein: Die Zeit drängt.

Mehr Fans?

Es ging vor allem darum, wer wie viele Tickets erhält. Vor der Runde sickerte durch, dass bei 500 zugelassenen Zuschauern im Stadion an der Lohmühle jeweils die Hälfte der Karten an beide Vereinen gehen könnten – also 250 an den VfB und genauso viele an Phönix. Damit konnten die Clubs im Vorweg nur schwer leben. Nun soll es möglicherweise eine andere Lösung geben. Friedemann sagte danach zu HL-SPORTS: „Wir sind im Bezug auf die Zuschauerzahlen ein gutes Stück vorangekommen.“ Demnach könnte trotz aktueller Corona-Landesverordnung (gilt bis vier Tage vor dem Spiel) nun mit dem Gesundheitsamt Lübeck und der Staatskanzlei in Kiel eine Sonderregelung für diese Partie schon im Vorweg in Betracht gezogen werden. Eine Zahl, die im Raum stehen soll, wären 1.800 Zuschauer. Fix ist noch gar nichts. Scheitert das, würde das Duell der beiden Regionalligisten wieder auf der Kippe stehen.

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Laudi ist zuversichtlich

Phönix-Vorsitzender Thomas Laudi, der wieder zusammen mit Daniel Safadi bei dem Gespräch die Interessen der „Gastgeber“ vertrat, meint: „Wir versuchen, was möglich ist und das Gespräch war gut. Ich bin nach dem heutigen Tag ganz zuversichtlich, dass wir ein Lübecker Stadtderby in der Sportstadt Lübeck austragen können.“

VfB berät sich

Hausherr Christian Schlichting (VfB-Vorstandsvorsitzender) äußerte sich nüchtern nach der „Elefantenrunde“: „Die Gespräche gehen weiter. Wir müssen das heutige Treffen in unseren Gremien erörtern. Mehr kann ich dazu aktuell noch nicht sagen.“ Ein Punkt soll aber schon für alle klar sein: Die Grün-Weißen können ihre Werbebanden vermarkten, die bei ihrem „Auswärtsspiel“ nicht abgeklebt würden. Dazu käme der TV-Stream über Sporttotal.

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„Komplizierter Beziehungsstatus“

Es bleibt also schwierig, alle unter einen Hut zu bringen. Zum einen müsste man den VfB-Anhängern klar machen, dass sie möglicherweise bei diesem Spiel kaum Chancen auf Karten hätten und zum anderen soll der 1. FC Phönix klein beigeben. Beziehungsstatus: Es ist kompliziert. Nun sitzen also zwei weitere Parteien mit im Boot: das Gesundheitsamt und die Landesregierung. Alle fünf suchen nun nach Lösungen, die dem Gemeinwohl nicht schaden.

Profi-Clubs erwägen juristische Schritte

Passend zum Thema: Bundesweit reibt sich der „gemeine Fan“ gerade an den uneinheitlichen Corona-Verordnungen. Während beim FC Bayern wieder 10.000 Zuschauer in die Arena dürfen, kocht die Konkurrenz in Dortmund und Leipzig, wo nur 750 und 1.000 Fans reindürfen.  

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