
Großensee – Der SSV Großensee geht in dieser Saison wieder eigenständig an den Start. Nach der Spielgemeinschaft mit der FSG Südstormarn kehrt man nun komplett zur Eigenständigkeit zurück. Dafür möchte man an der Hamburger Straße einen Neuanfang starten, bei dem man sich nicht nur im Herrenbereich, sondern im gesamten Verein besser aufstellen möchte. Die erste Herren geht in ihr zweites Kreisligajahr nach dem Aufstieg, welches bekanntermaßen das schwierigste ist, doch man blickt sehr zuversichtlich auf die kommende Saison, auch weil man personell nachlegen konnte.
Defensive die Schwachstelle
Im vergangenen Jahr ging die SG FSG Großensee in ihre erste Kreisligaspielzeit seit dem Abstieg 2022. Man schaffte es, sich als Vizemeister über die Aufstiegsspiele für die Kreisliga Süd zu qualifizieren, in der es eine spannende Herausforderung werden sollte. Mit 90 Saisontreffern war die Offensive im Aufstiegsjahr die große Stärke, was vor allem am erfolgreichen Duo aus Gerrit Robin Ulka (22 Tore) und Kevin Hoffmann (17) lag. Beide bildeten das erfolgreichste Duo der Liga und man hoffte, dass dieses auch in der Kreisliga funktionieren würde. Mit 56 Toren war die Offensive sicherlich nicht die Schwäche der SG FSG. Doch das besagte Duo tat sich deutlich schwerer als gedacht. Ulka beendete die Saison mit sechs und Hoffmann mit neun Treffern. Ein echter Torjäger fehlte in diesem Jahr. Die große Schwäche war sicherlich die Defensive, was die 97 Gegentore zeigten. Nur Schlusslicht SV Hammoor kassierte mehr (99), sodass klar ist, wo das Trainerteam um Chefcoach Sascha Bartlakowski ansetzen muss. Als Tabellenzehnter war die erste Kreisligasaison dennoch keine schlechte für die Stormarner. Man hatte sechs Punkte Vorsprung auf Platz 14. Die Saison war dennoch eine mit Höhen und Tiefen. Der Start war mit elf Punkten aus neun Spielen vielversprechend. Im Endspurt vor dem Winter gelang es dem Aufsteiger, vier Spiele in Serie für sich zu entscheiden, wodurch man sich ein Polster ansammelte.
Dünne Personaldecke sorgt für schwachen Endspurt
Über die gesamte Spielzeit war es bemerkenswert, dass man als Aufsteiger nie auf einen der Abstiegsplätze abrutschte. Die schlechteste Saisonplatzierung war Rang zwölf. Ansonsten hielt man sich von unten fern. Nach dem Winter startete man mit drei Siegen aus vier Spielen sehr gut, sodass der Klassenerhalt früh so gut wie sicher schien, doch man brach im Anschluss etwas ein. Es folgte nur ein Sieg aus neun Spielen, sodass man zumindest mit Blick auf die Punkte etwas zittern musste. Vor allem die 43 Gegentore in diesem Zeitraum waren erschreckend, doch durchaus zu erklären. Die Personaldecke war sehr dünn und man hatte kaum Alternativen. Selten saßen mehr als vier Spieler auf der Bank. Dies soll sich in Zukunft ändern. Man hat sich entschieden, im Verein Veränderungen einzuleiten. Das Kapitel „SG FSG Großensee“ wurde beendet und man kehrte zur Eigenständigkeit zurück. So geht man ab dieser Saison wieder als SSV Großensee an den Start. Diese Veränderung ist allerdings nicht nur eine, die den Herrenbereich betrifft, sondern auch die Jugend soll dabei eine große Rolle spielen. In den kommenden Jahren soll wieder eine komplette Jugendabteilung aufgebaut werden. Dass die Spieler aus der eigenen Jugend eine Perspektive an der Hamburger Straße haben, das zeigt die erste Herren ab dieser Saison.
Konkurrenzkampf ist entfacht
Personell gibt es beim SSV Großensee für die neue Saison nämlich zahlreiche Neuzugänge. Gleich neun Spieler rücken in diesem Sommer aus der A-Jugend in die erste Herren auf und verjüngen somit nicht nur die Mannschaft des SSV, sondern sorgen auch für eine wesentlich dickere Personaldecke. Trainer Sascha Bartlakowski bekommt neue Optionen. Dass die jungen Talente allerdings nicht nur zum Auffüllen des Kaders aufgerückt sind, zeigen die ersten Wochen der Vorbereitung. Der Cheftrainer sagt über die bisherige Vorbereitung: „Die Neuen geben Vollgas und die Alten merken, dass sie sich strecken müssen. Der lange vermisste Konkurrenzkampf ist endlich entfacht und belebt jede Trainingseinheit. Nach einem Blitzturnier beim Willinghusener SV, bei dem wir erste wertvolle Erkenntnisse sammeln und durchaus überzeugen konnten, beginnt jetzt die Testspielphase. Stand heute gehen wir guter Dinge in die neue Saison.“
Neun A-Jugendliche rücken auf
Die A-Jugend spielte in der vergangenen Spielzeit in der Kreisliga und sicherte sich dort die Meisterschaft. In neun Spielen holten die Stormarner 24 Punkte und machten dabei mit nur neun Gegentoren auf sich aufmerksam. In die erste Herren aufrücken werden nun Max Herrlein, Mika Weigelt, Branco Ziethen, Tom Sievers, Tom Luca Hoffmann, Johannes Petz, Keanu Sureck, Mex Riedel sowie Till Siemers. Ein großer Teil der U19 wird somit den Schritt in den Herrenbereich machen. Zusätzlich zu den besagten neun kommen auch zwei externe Neuzugänge dazu. Mit Simon Henningsen stößt ein Spieler vom TSV Glinde dazu, der größtenteils dort in der Zweiten zum Einsatz kam. Zehn Spiele absolvierte er dort, doch auch in der Ersten spielte er. Nun soll er den Stormarner Kreisligisten verstärken. Dies gilt auch für Jan-Niclas Bergmann, der bereits Erfahrung in der dritten griechischen Liga gesammelt hat. Auch er wird den SSV verstärken.
Großensee möchte bessere Platzierung
Auf der Abgangsseite stehen drei Namen. Philip Müthel und Torben Schneider werden aus familiären Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen. Zudem zieht es Ricardo Meinke zurück zum Witzhaver SV. Dennoch kann man sehr zuversichtlich auf diesen Sommer blicken, denn der Kader hat sich vergrößert und durchaus auch qualitativ noch einmal verbessert. Ohnehin geht man personell gut besetzt in die Saison. Man hat bereits in den vergangenen Monaten durchblicken lassen, welch großes Potenzial in diesem Team steckt. Sowohl im Kollektiv als auch mit individueller Qualität. Dabei ist vor allem Max Kisckat ein Name, der immer wieder den Unterschied machen kann. Der 21-Jährige spielte bereits für den FC Dornbreite sowie den SV Todesfelde und hat trotz seines jungen Alters bereits einige Oberligaeinsätze auf dem Konto. Im Winter stieß er zum Kreisligisten und erzielte in der Rückserie sechs Tore. Im Verein hofft man, dass mit ihm auch einige weitere junge Talente folgen würden. Neun Eigengewächse tun genau dies und zeigen, dass hier eine positive Zukunft vor dem SSV liegt. In dieser Saison, die mit dem Pokalspiel beim WSV Tangstedt beginnt, möchte man eine bessere Platzierung als Rang zehn im Vorjahr erreichen. Dies ist das Saisonziel der Bartlakowski-Elf. Zum Start in die Kreisliga Südwest gastiert man beim VfL Oldesloe, bevor man nur drei Tage später den SV Borussia Möhnsen empfängt.









