
Lübeck – Am Sonntag trat der SV Azadî erstmals als Meister der Verbandsliga Süd beim TSV Trittau an und unterlag deutlich. Zwar gingen die Gäste durch Pajonk in Führung (21.), aber Raschka (35.), Prehn (67., 71.), Bahn (78.) und Nader (81.) sorgten für die zweite Niederlage des Meisters. Auf Platz 2 liegt weiterhin der Türkische SV, der gegen den Sereetzer SV die Oberhand behielt. Mildner traf zur frühen Führung der Gäste (3.), aber Dwaah (55.) und Ugur Dagli (60.) hielten die Träume für das Erreichen der Aufstiegsrunde am Leben.
Im Abstiegskampf spitzt sich die Lage ebenfalls zu. Auf dem Relegationsplatz liegt immer noch die SG Elmenhorst/Tremsbüttel, die Eintracht Groß Grönau zu Gast hatte und einen bitteren Nachmittag erlebte. Zweimal lief die SG einem Rückstand hinterher, zweimal gelang der Ausgleich, um dann in der Nachspielzeit doch noch den Punkt zu verlieren. Fahrenkrog (44.) und Hirsching (56.) trafen für die Gastgeber, Tretau (23., 92.) und Nowack (55.) waren für Groß Grönau erfolgreich. Einen Platz dahinter liegt der VfL Oldesloe, der beim SV Schackendorf durch Tore von Kähler (41., 70.), Baruwa (48.) und Diercks (52.) bei Gegentreffern von Johannsen (12., 64.) und de sa Melo Cesar (60.) trotz Unterzahl schon wie der Sieger aussah, ehe Chinoca (90.) und ein Eigentor (94.) noch für die bittere Niederlage sorgten.
Der SSV Güster trat mit dem letzten Aufgebot gegen die S.I.G. Elmenhorst an und kassierte eine deutliche Niederlage, auch weil Gäste-Torjäger Tyll Luka Mohr mit drei Toren (19., 32., 78.) sein Konto auf 27 Saisontore ausbaute. Willers (28.) und Hanich (68.) steuerten zwei weitere Treffer bei. Für den Güsteraner Ehrentreffer sorgte Brudler (51.) per Elfmeter.
Die Stimmen nach den Spielen
SSV Güster – S.I.G. Elmenhorst 1:5 (0:3)
Knud Kapschitzki (Güster): „Wir hatten elf spielfähige Männer, die alles versucht haben, aber unsere Reserven sind aufgebraucht. Glückwunsch an Elmenhorst zum verdienten Sieg.“
Bastian Olböter (Elmenhorst): „Es war ein sehr gutes Spiel der gesamten Mannschaft. Der Platz war für beide Mannschaften nicht leicht zu bespielen, trotzdem gingen allen drei Toren in der ersten Halbzeit schöne Kombinationen voraus, und hinten haben wir wenig zugelassen. Nach der Pause sind wir in den ersten Minuten etwas ins Schwimmen gekommen, konnten uns nach zehn Minuten aber wieder fangen. Auch das zwischenzeitliche 3:1 hat uns nicht aus der Bahn geworfen, und wir konnten noch zweimal nachlegen. Den einzigen Vorwurf, den wir uns machen müssen, ist, dass wir noch das ein oder andere Tor hätten erzielen müssen. Positiv zu erwähnen ist noch, dass unser Spieler Felix Siemens nach fast einem Jahr Verletzung wieder seine ersten Minuten gesammelt hat.“
SV Schackendorf – VfL Oldesloe 5:4 (1:1)
Marco Urban (Oldesloe): „Dieses Spiel spiegelt unsere Saison von der 1. – zur 96. Minute eins zu eins wider! Wir liegen aus dem nichts zurück, gleichen aus und vergeben wahnsinnige Chancen im ersten Durchgang. Kommen perfekt aus der Pause, führen verdient 3:1 und dann nahm der komplette Wahnsinn seinen Lauf. Von Platzverweis (Tätlichkeit für unseren Torwart), Feldspieler im Tor und Führung in Unterzahl bis hin zur Mega-Chance auf das 5:3. Am Ende verlieren wir noch mit 4:5. Ich denke, ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Die Jungs haben aber alles investiert, schade.“
Elmenhorst/Tremsbüttel – Eintr. Groß Grönau 2:3 (1:1)
Michal Ratajczak (Elmenhorst/Tremsbüttel): „Es sind einfach nicht unsere Wochen. Trotz der Niederlage haben wir ein gutes Spiel gemacht. Der Gegner verteidigte sehr tief in eigener Hälfte und setzte auf lange Bälle. In der ersten Halbzeit fehlte uns Tempo und Bewegung, in der zweiten Halbzeit waren wir besser und hatten gute Chancen, die wir leider nicht nutzen konnten – ein Problem, das uns die ganze Saison begleitet.
Angesichts unserer Spielanteile hätten wir das Spiel gewinnen müssen, doch in der letzten Aktion kassierten wir den Gegentreffer. Sehr bitter! Die Mannschaft hat alles gegeben, wurde aber nicht belohnt. Jetzt heißt es weitermachen und in den letzten Spielen noch einmal alles geben. An dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch an Azadî Lübeck zur starken Saison und zum verdienten Meistertitel!“
Philipp Polzin (Groß Grönau): „Ein echtes Hin und Her über die gesamte Spielzeit. Wir finden nur schwer in unseren Rhythmus und zeigen über weite Strecken keine gute Leistung. Doch in der Schlussphase beweisen wir Moral, kämpfen uns zurück und drehen die Partie in letzter Sekunde zu unseren Gunsten. Am Ende stehen drei wichtige Punkte – auf einem schwierigen, tiefen Rasen, bei dem die Schiedsrichter vor Anpfiff sogar noch überlegten, ob das Spiel überhaupt stattfinden kann.“
TSV Trittau – SV Azadî Lübeck 5:1 (1:1)
Niels Gehrken (Trittau): „Vorab erstmal Glückwunsch an den verdienten Meister Azadî Lübeck!! Wir gewinnen heute gegen den Meister verdient, aber sicherlich am Ende zu hoch. 65 Minuten war es ein ausgeglichenes Spiel – mit unserem Treffer zum 2:1 konnten wir dann das Spiel auf unsere Seite ziehen. Beim Spielstand von 3:1 hält unser Torwart Jonathan Domnick nach einer Ecke sensationell – dann haben wir die Konter gut ausgespielt und unser Team um Kapitän Marcel Peters fährt die drei Punkte ein und bringt uns zurück in das Rennen um Platz 2!“
Niwar Jasim (Azadî): „Wir mussten heute leider stark ersatzgeschwächt nach Trittau reisen, da uns viele verletzte und gesperrte Spieler gefehlt haben. Insgesamt war es kein gutes Spiel von uns. Der Gegner stand kompakt und hat uns heute konsequent ausgekontert. Glückwunsch an Trittau für den Sieg.“
Türkischer SV – Sereetzer SV 2:1 (0:1)
Ismail Öztürk (Türkischer SV): „In der ersten Halbzeit haben wir überhaupt nicht stattgefunden ich kann mir selbst nicht erklären, warum. Ob es am Endergebnis aus Trittau lag, das uns vielleicht beschäftigt hat, oder an etwas anderem, kann ich nicht sagen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann den gewohnten Türkischen SV gesehen. Insgesamt geht der Sieg daher in Ordnung. Vor allem in der Anfangsphase können wir uns bei unserem Schlussmann Stefan bedanken, der uns im Spiel gehalten hat.“
Corvin Fromm (Sereetz): „Wir spielen eine richtig starke erste Halbzeit, sind sehr präsent in den Zweikämpfen und gehen verdient mit der Führung in die Pause. In der zweiten Halbzeit fehlen uns dann die letzten Prozente. Am Ende reicht es heute leider nicht, um zumindest einen Punkt mitzunehmen.“
Der 27. Spieltag
FC Ahrensburg – GW Siebenbäumen 2:0
SV Hamberge – SG Oering-Seth 6:2
MTV Ahrensbök – Büchen-Siebeneichen 1:1
SSV Güster – S.I.G. Elmenhorst 1:5
SV Schackendorf – VfL Oldesloe 5:4
Elmenhorst/Tremsbüttel – Eintr. Groß Grönau 2:3
TSV Trittau – SV Azadî Lübeck 5:1
Türkischer SV – Sereetzer SV 2:1
Die Tabelle
| 1. | SV Azadi Lübeck | 27 | 147 : 40 | 73 |
| 2. | Türkischer SV | 27 | 89 : 39 | 61 |
| 3. | SV Hamberge | 27 | 81 : 42 | 61 |
| 4. | TSV Trittau | 26 | 79 : 38 | 58 |
| 5. | S.I.G. Elmenhorst | 27 | 74 : 65 | 45 |
| 6. | FC Ahrensburg | 27 | 72 : 64 | 42 |
| 7. | Eintr. Groß Grönau | 27 | 68 : 76 | 40 |
| 8. | SV Schackendorf | 27 | 73 : 73 | 39 |
| 9. | SSV Güster | 26 | 55 : 60 | 38 |
| 10. | Büchen-Siebeneichen | 27 | 59 : 68 | 37 |
| 11. | Sereetzer SV | 26 | 58 : 71 | 27 |
| 12. | MTV Ahrensbök | 26 | 55 : 90 | 26 |
| 13. | Elmenhorst/Tremsbüttel | 26 | 48 : 85 | 24 |
| 14. | VfL Oldesloe | 27 | 44 : 83 | 16 |
| 15. | GW Siebenbäumen | 27 | 39 : 79 | 15 |
| 16. | SG Oering-Seth | 26 | 39 : 107 | 12 |







