Erst 16 Gegentore: Mit defensiver Stabilität zurück in die Verbandsliga?

Steven Tion zieht ein Fazit

Der TSV Pansdorf II steht auf dem zweiten Tabellenplatz. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Pansdorf – Der TSV Pansdorf II stieg im vergangenen Sommer aus der Verbandsliga ab. Es war das Ende des Kapitels, das nur ein Jahr ging, sodass man zurückkehrte in die Kreisliga Südost. Ein kleiner Umbruch stand an, denn es gab interne Wechsel sowohl in die Erste als auch Dritte, sodass der Kader deutlich verjüngt wurde. Viele Talente aus dem A-Klassenkader oder aber der A-Jugend stießen dazu. Für den Cheftrainer war es zudem die erste richtige Vorbereitung am Techauer Weg, nach der für viele der TSV als eine Wundertüte galt.

Defensive als große Stärke

Der Name TSV Pansdorf II wurde nicht allzu oft bei der Frage nach den Favoriten der Kreisliga Südost genannt. Der Absteiger aus der Verbandsliga Süd war für viele sehr schwer einzuschätzen, denn auch die Saisonvorbereitung verriet noch nicht viel. Licht und Schatten gab es, sodass man gespannt auf den Start in die Liga blickte. Es warteten direkt Aufstiegsfavoriten, sodass die Zweitvertretung direkt gefordert wurde. Gegen Schlutup gab es ein 1:1-Remis, gegen Travemünde eine 0:1-Pleite, doch in beiden Spielen war man mindestens 45 Minuten lang die spielbestimmende Mannschaft. Im Spiel nach vorne gab es noch Luft nach oben und dies sollte sich durch die ersten Wochen ziehen. Die Defensive war extrem stabil, es gab kaum Gegentore, doch vorne fehlte das Glück im Abschluss. Zahlreiche Großchancen fanden nicht den Weg ins Tor, sodass die Ergebnisse noch nicht unbedingt für eine Spitzenmannschaft sprachen. Dies sollte sich mit der Zeit allerdings ändern. Die Defensive blieb weiterhin die große Stärke, doch nun funktionierte auch die Offensive immer besser. Standards waren eine echte Waffe der Ostholsteiner, die sich nach und nach immer weiter oben festsetzten. Eine starke Serie begleitete den TSV durch die Hinserie, denn zwischenzeitlich blieb man elf Spiele ungeschlagen. Erst Ligaprimus Reinfeld/Kronsforde stoppte die Landesliga-Reserve, doch auch dieser hatte große Mühe.

Positives Fazit

16 Gegentreffer sind die wenigsten der Liga und genau dies zeigt die große Stärke des TSV. Die Defensive steht extrem kompakt, denn gleich siebenmal stand hinten die Null. Nur alle 107 Minuten kassiert man ein Gegentor im Schnitt, dabei hatte man zwischenzeitlich eine kleine Schwächephase. Ein Manko war in vielen Spielen die Offensive, denn zu viele Chancen blieben ungenutzt. Es wären mehr Treffer möglich gewesen. Zudem gab es gegen die direkten Konkurrenten zu wenige Siege. Verloren wurden zwar auch nur zwei Duelle, doch dies sind Punkte, die fehlen. Trainer Steven Tion sagt: „Unser Fazit fällt positiv aus, wir sind schnell als eine Einheit zusammengewachsen und die zahlreichen Neuen haben sich sehr gut eingefügt und die Qualität im Kader auf dem Level halten können oder erhöht. Wir haben eine klasse Einheit auf und neben dem Platz. Wir sind zufrieden, aber wissen auch, wo es hakt. Unser Saisonziel ist im Soll. Die Hinrunde verlief insgesamt sehr gut, außer unser Torhüter hat das keiner so vorhergesehen, aber gerade zum Ende der Hinrunde haben wir auch ab und an Spielglück, die Pause kam zur rechten Zeit und wir hoffen, dass unsere Verletzten zum Start wieder dabei sind. Hervorzuheben ist die Zusammenarbeit mit der ersten Herren, klasse, wie viel Bock die Jungs haben. Auch unsere Dritte hilft immer mal wieder aus. Dies ist nicht selbstverständlich und kann man nur loben.“

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Qualität in jedem Mannschaftsteil

Die Mannschaft lebt von der Geschlossenheit und dem Kollektiv, sodass es für Trainer Tion auch keinen Spieler gab, den er sportlich hervorheben wollte. Dennoch erntete ein Kicker ein Sonderlob: „Wir haben nicht den einen Topspieler, wir haben eine Mannschaft, die in jedem Teil Qualität hat, alle 26 Mann haben ihren Platz und nur so funktioniert es. Der, der mal weniger spielt, pusht die anderen im Training. Als Beispiel: Felix ist schon lange verletzt, jetzt ist er aber immer dabei und pusht die Jungs.“

Der erfahrene Flügelspieler Felix Krüger. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Ein Abgang, zwei Neue

Am 27. Januar starten die Ostholsteiner wieder in die Vorbereitung. Dann folgen zahlreiche Testspiele, bevor es in der Liga bei der SG Breitenfelde/Mölln wieder losgeht. Getestet wird gegen die SG Scharbeutz/Pönitz (A), den SC Cismar (H), Sarau/Bosau (H), den TSV Trittau (A) und den VfB Lübeck III (A). Gegen Ahrensbök und Sereetz II soll ebenfalls gespielt werden. Personell verlässt mit Till Engelbrecht ein junger Spieler die Zweitvertretung. Aufgrund seines Studiums kann er nicht mehr die Zeit aufbringen. Die verletzten Spieler sollen bis zum Start allesamt zurückkehren und auch Neuzugänge wird es geben. Mirco Brandt komplettiert das Torhüterteam, zudem begrüßt man mit Tobias Münch einen Allrounder. Dieser soll die jungen Spieler etwas führen. Es laufen derzeit noch weitere Gespräche, sodass durchaus weitere Neuzugänge folgen könnten.

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