
Hamburg – Während der Stadtrivale am Sonntag auf den sicheren Klassenerhalt anstoßen kann, wird das Bangen um ein weiteres Jahr Bundesliga beim FC St. Pauli immer größer. Nicht nur verloren die Kiezkicker ihr Heimspiel am frühen Nachmittag gegen Mainz 05 mit 1:2 (0:2), auch rutsche man durch den späteren Punktgewinn des VfL Wolfsburg auf einen direkten Abstiegsplatz.
Mainzer eiskalt
Trotz ordentlichem Beginn sahen sich die Hausherren einem frühen Rückstand entgegen. Phillip Tietz (6.) nutzte einen Mainzer Ballgewinn mit einem wuchtigen Abschluss zur Führung für die Gäste. In der Folge überließ der FSV den Gastgebern die Spielgestaltung, mit der diese sich schwer taten. Ereignisarme Minuten mündeten schließlich doch noch in einem Treffer vor der Pause – erneut zugunsten des Auswärtsteams. Widmer bekam rechts Platz und Zeit und gab in die Mitte herein zu Phillipp Mwene (40.), der auf 2:0 schraubte. Beim Gang in die Kabinen wurde es dann laut – Pfiffe untermauerten die Unzufriedenheit der Hamburger Fans mit dem Auftritt ihrer Mannschaft.
Anschluss kommt zu spät
Doch auch die Pfiffe halfen nicht. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eine zähe Begegnung, in der die 05er dem dritten näher waren als die Boys in Brown dem Anschlusstreffer. Doch die Gäste scheiterten am Aluminium und am kurz vor der Linie rettenden Dzwigala (64.). Es sollte aber doch noch einmal Hoffnung aufkommen am Millerntor: Abdoulie Ceesay (87.), der zuvor eine Großchance nicht verwertete, bekam einen Schnittstellenpass von Kaars und vollstreckte aus spitzem Winkel zum späten Anschluss – der am Ende zu spät kam.
„Die einfachen Geschenke abstellen“
St. Pauli-Coach Alexander Blessin sagte nach der Partie: „Ich hatte das Gefühl, dass wir in den ersten Minuten richtig gut im Spiel waren. Die ganz einfachen Geschenke killen uns momentan. Dann muss man sich erstmal schütteln und das hat zu lange gedauert. Danach haben wir lange nicht die Räume gesehen und uns nicht mehr getraut, die Sechser-Position zu sehen. Beim zweiten Gegentreffer ist es ein krasser Stellungsfehler. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Energie reingebracht. Für die nächsten beiden Spiele müssen wir mitnehmen, die einfachen Geschenke abzustellen und möglichst lange die Null halten. Dann werden sich immer wieder auch Möglichkeiten bieten, Tore zu erzielen. Das hat uns letzte Saison ausgezeichnet und da müssen wir wieder hinkommen.“
Der 32. Spieltag (2.–3.5.2026)
Bayern – Heidenheim 3:3
Frankfurt – Hamburg 1:2
Bremen – Augsburg 1:3
Berlin – Köln 2:2
Hoffenheim – Stuttgart 3:3
Leverkusen – Leipzig 4:1
St. Pauli – Mainz 1:2
Mönchengladbach – Dortmund 1:0
Freiburg – Wolfsburg 1:1
Die Tabelle
| 1. | FC Bayern München | 32 | 116 : 35 | 83 |
| 2. | Borussia Dortmund | 32 | 65 : 32 | 67 |
| 3. | RB Leipzig | 32 | 63 : 42 | 62 |
| 4. | Bayer 04 Leverkusen | 32 | 66 : 43 | 58 |
| 5. | VfB Stuttgart | 32 | 66 : 46 | 58 |
| 6. | TSG Hoffenheim | 32 | 64 : 48 | 58 |
| 7. | Sport-Club Freiburg | 32 | 45 : 53 | 44 |
| 8. | Eintracht Frankfurt | 32 | 57 : 60 | 43 |
| 9. | FC Augsburg | 32 | 42 : 56 | 40 |
| 10. | 1. FSV Mainz 05 | 32 | 41 : 50 | 37 |
| 11. | Bor. Mönchengladbach | 32 | 37 : 50 | 35 |
| 12. | Hamburger SV | 32 | 36 : 51 | 34 |
| 13. | 1. FC Union Berlin | 32 | 37 : 57 | 33 |
| 14. | 1. FC Köln | 32 | 47 : 55 | 32 |
| 15. | SV Werder Bremen | 32 | 37 : 57 | 32 |
| 16. | VfL Wolfsburg | 32 | 42 : 67 | 26 |
| 17. | FC St. Pauli | 32 | 27 : 55 | 26 |
| 18. | 1. FC Heidenheim 1846 | 32 | 38 : 69 | 23 |






