
Dannau – Am Ostersamstag standen bereits drei Nachholspiele in der Kreisliga Ost an. Die SG Bösdorf/Malente gastierte beim VfR Laboe und holte dort nach einer starken zweiten Hälfte den ersten Auswärtsdreier in 2026. Für Großenbrode gab es die zweite Niederlage nach der Winterpause, denn bei der SG Dersau/Kalübbe gab man sich deutlich geschlagen. Die SpVgg Putlos holte einen Punkt, dabei führte man bis kurz vor dem Ende.
Am Ostermontag geht es weiter mit den weiteren spannenden Duellen. Der SC Cismar reist nach Laboe und möchte die starke Form fortsetzen. Zudem ist Bösdorf/Malente erneut gefordert, denn man gastiert in Raisdorf. Der TSV Lensahn fordert die SG Dersau/Kalübbe.
VfR Laboe – SG Bösdorf/Malente 0:2 (0:0)
Die SG Bösdorf/Malente zeigte in 2026 bisher zwei Gesichter. Während man zu Hause überzeugte und punktete, gab es in der Fremde wenig Grund zur Freude. Dreimal hatte man das Nachsehen, verlor unter anderem deutlich in Lensahn. Nun ging es nach Laboe, eine Mannschaft, die seinen Erwartungen nicht gerecht wurde und derzeit im Niemandsland der Tabelle steckt. Ein Sieg in 2026 ist zu wenig, sodass der Trend klar nach unten zeigt. SG-Coach Benjamin Berger kündigte an, dass man Geduld brauchen würde, um auf dem Stoschplatz zu bestehen. Damit sollte er Recht behalten. Der Wind bereitete große Schwierigkeiten, zudem agierte man im Spiel mit dem Ball meist zu kompliziert. So war es eine dürftige erste Hälfte der Spielgemeinschaft. Ohne Tore ging es leistungsgerecht in die Halbzeit, wo der Gästecoach scheinbar die richtigen Worte gefunden hat. Man kam deutlich besser raus und ging folgerichtig in Führung. Aus einem gegnerischen Einwurf kam die Kugel zu Thore Meyer (54.), der den Ball im Gewühle im Tor unterbrachte. Es war bereits das neunte Saisontor für Meyer, der somit der beste Torschütze seiner Mannschaft ist. Zwei Saisontreffer weniger hat Leo Korn (62.), der acht Minuten später erhöhte. Eine starke Einzelaktion öffnete die Tür zum ersten Auswärtssieg seit dem 16. November 2025. Im Anschluss ging Laboe mehr Risiko, sodass Bösdorf immer wieder zu Konterchancen kam. Diese blieben allerdings ungenutzt, sodass es beim 2:0 blieb.
Benjamin Berger (SG Bösdorf/Malente): „Bei sonnigem, aber windigem Osterwetter konnten wir 2:0 gegen den VfL Laboe das Auswärtsspiel für uns entscheiden. Die ersten 45 Minuten waren von meiner Mannschaft nicht gut. Immer wieder haben wir falsche Entscheidungen mit dem Ball, vor allem gegen den Wind und im Spiel gegen den Ball getroffen. Die Fehlerbilder haben wir in der zweiten Halbzeit klar angesprochen und den Spielern vermittelt, wie wir das weitere Spiel in der zweiten Halbzeit angehen wollen. In der zweiten Halbzeit mit dem Wind im Rücken konnten wir unsere Spielidee besser aufdrücken und Laboe vor einige Probleme stellen. In der 54. Minute erzielten wir das 1:0 durch Thore Meyer: Nach einem gegnerischen Einwurf aus dem Gestochere heraus schiebt Thore den Ball am Torwart vorbei ins Tor. Kurz darauf konnten wir durch eine Einzelaktion von Leo Korn auf 2:0 erhöhen. Laboe machte hinten auf, sodass wir immer wieder zu gefährlichen Kontersituationen gekommen sind, diese jedoch nicht nutzen konnten. Übermorgen geht es weiter gegen den Raisdorfer TSV, um hoffentlich mit sechs Punkten das Osterfest abschließen zu können.“
SG Dersau/Kalübbe – SV Großenbrode 4:1 (2:0)
Keine 48 Stunden nach dem Auswärtssieg beim TSV Klausdorf II war der SV Großenbrode am Sonnabend erneut gefordert. Man reiste zur SG Dersau/Kalübbe, die zu den Top-Mannschaften der Liga gehört. Im neuen Jahr hakte es allerdings etwas, denn in den vier Spielen des Jahres stehen sich je zwei Siege und Niederlagen gegenüber. In der Rückrundentabelle steht die SG nur auf dem zehnten Platz, der Aufsteiger grüßt in dieser Statistik vom vierten Platz. Dennoch war die Favoritenrolle an das Heimteam verteilt. In neun Heimpartien gab es vor dem Duell am Ostersamstag nur eine Niederlage für die „Keiler“. Großenbrode musste personell auf einige Spieler verzichten, sodass ein dünner Kader mit einigen Spielern der Zweiten anreiste. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde ging die SG in Führung. Torjäger Dustin Riedel (18.) traf zum bereits 16. Mal in dieser Saison. 15 Minuten später legte die Elf von Holger Böttcher durch Leon Gugat (33.) nach. Für Großenbrode sollte es eine Mammutaufgabe werden gegen die so defensivstarken Platzherren. Kein Team kassiert in der Kreisliga Ost so wenige Gegentreffer wie sie. Es dauerte bis Mitte der zweiten Hälfte, doch dann kam plötzlich Spannung in dieses Duell. Bjarne Struck (71.) traf zum 1:2. Man merkte allerdings, dass die Kräfte nach den intensiven Tagen bei der Mannschaft von Peter Thomm schwanden, sodass man das Tempo nicht mehr so gehen konnte wie noch in der ersten Hälfte. Faustino Fernandez (76.) sorgte für die Vorentscheidung und kurz vor dem Ende fiel sogar noch der vierte Gegentreffer. Marten Biss (89.) erzielte seinen zwölften Saisontreffer und somit das 4:1.
Peter Thomm (SV Großenbrode): „Ich finde, die Niederlage geht im Großen und Ganzen in Ordnung, sie ist nur ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen. Wir hätten auch ein Tor mehr machen müssen. Nichtsdestotrotz fehlten uns hinten heraus die Körner, das muss man so sagen. Dersau war frischer als wir und das hat man gemerkt. Für uns war der Sieg in Klausdorf ganz wichtig, daher war diese Niederlage zu verkraften. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles gegeben. Wir hatten noch zwei Verletzte aus dem Klausdorf-Spiel, hatten noch ein, zwei Jungs aus der Zweiten, die reinkamen, also das geht in Ordnung. Wir haben nach dem 1:0 von Dersau die Chance durch Philip Urich auf das 1:1, wer weiß, wie es dann ausgeht, aber das sind nur Spekulationen. Alles in allem eine verdiente Niederlage, uns fehlten keine 43 Stunden nach dem vergangenen Spiel einfach die Körner.“
SpVgg Putlos – FT Preetz 2:2 (2:1)
Die SpVgg Putlos bekam am Dienstagabend mit dem 0:3 gegen den Raisdorfer TSV einen Dämpfer. Im ersten der beiden Duelle gegen den Tabellennachbarn gab man sich deutlich geschlagen, sodass der Klassenerhalt kaum noch möglich ist. Am Sonnabend war die FT Preetz zu Gast an der Strandstraße und ein neuer Anlauf wurde genommen. Im April 2025 gastierte letztmals die Elf von Spielertrainer Florian Manstein in Dannau, das 1:7 war der Beginn der langen Serie ohne Sieg auf dem heimischen Platz für die Ostholsteiner. Ausgerechnet beim Wiedersehen sollte diese Serie noch vor dem Jahrestag beendet werden. Personell sah es allerdings ziemlich düster aus. Mit Christopher Schiemann und Philipp Kruse fehlten zwei wichtige Stammspieler. Auf Seiten der Gäste standen allerdings ebenfalls nicht viele Optionen zur Verfügung. Der Kader wurde mit Akteuren der Zweiten, die zuvor in Rastorf spielten, aufgefüllt. Dennoch hatte man eine gute erste Elf, die in der Anfangsphase klar zeigte, dass sie endlich auch auswärts wieder überzeugen wollten. Dort hakt es in dieser Spielzeit nämlich noch enorm. Man stand hoch, presste früh und setzte die SpVgg unter Druck. Diese stand allerdings kompakt und ließ noch nicht allzu viele Chancen zu. Die Szene des Abends gab es dann nach etwa 15 Minuten. Es gab Elfmeter für Preetz, den Özal Berk eiskalt verwandelte. Es sollte das 0:1 sein, doch nicht für den Schiedsrichter. Dieser sah hier nämlich einen zu früh in den Strafraum einlaufenden Angreifer und entschied auf indirekten Freistoß für Putlos. Der Treffer zählte somit nicht, was für Unverständnis bei den Gästen sorgte. Der Schiedsrichter lag allerdings nicht ganz richtig. Er handelte nach den alten Regeln, die einen indirekten Freistoß besagen, doch es hätte eine Wiederholung des Strafstoßes geben müssen.
So blieb es erst einmal beim 0:0, doch nicht lange. Florian Manstein (18.) traf zum hochverdienten Führungstor und diesmal zählte es. Die Defensive der SpVgg war geknackt, doch der Zahn noch längst nicht gezogen. Preetz wurde nämlich immer passiver und Putlos kam zu Annäherungen. Stürmer Marten Ruge wurde immer wieder gesucht und nach einer halben Stunde sogar gefunden. Er machte den Ball fest, drehte sich und traf zum Ausgleich. Plötzlich waren die Hausherren wieder da und die FT kam nicht mehr ins Spiel. Man verpasste es, nach der Führung weiterzumachen, und hatte große Schwierigkeiten, wieder das Zepter in die Hand zu nehmen. So war es eine schwache Kreisligapartie, in der plötzlich der Tabellenletzte führte. Hannes Görtz (42.) zog eine Flanke von rechts rein und plötzlich zappelte der Ball im Netz. Deniz List sah dabei nicht gut aus. Sollte an diesem Sonnabend etwa die Serie der Putloser ein Ende finden? Sie hielten dagegen, warfen sich überall rein und verteidigten mit Mann und Maus. Preetz hatte deutliche Ballbesitzvorteile, doch fand zu wenige Lösungen. Es gab zudem einige Situationen, die durchaus für Aufregung sorgten. So pfiff der Schiedsrichter einen Rückpass, der sehr diskutabel war. Kurz darauf wurde es hitzig, als die Gäste eine Rote Karte für eine Tätlichkeit von Rico Stricker forderten, es allerdings mit Schiedsrichterball weiterging. In den letzten 20 Minuten machte der Gast Druck, während Putlos versuchte, über lange Bälle und Konter Entlastung zu schaffen. Gleich mehrfach wurde der Abschluss von der Mittellinie gesucht, als FT-Torwart List weit aus dem Tor stand, doch die Präzision fehlte. Die Zeit lief runter und Putlos durfte sich bei Stricker bedanken, denn der Keeper war glänzend zur Stelle. Nach einem Standard sollte allerdings auch dieser ein zweites Mal geschlagen werden. Özal Berk (84.) traf nach einer Ecke zum Ausgleich. Preetz wollte in den letzten Minuten den Sieg eintüten, doch der dritte Treffer blieb aus. So holte das Schlusslicht den ersten Punkt in 2026 und steht nun insgesamt bei sechs. Die Manstein-Elf dagegen überzeugt weiterhin in der Fremde nicht.
Ausblick auf Ostermontag
VfR Laboe – SC Cismar (Mo., 14 Uhr)
Auf dem Stoschplatz treffen am Ostermontag zwei absolute Gegensätze aufeinander. Während der SC Cismar im neuen Jahr alle drei Spiele gewann und somit die maximale Punkteausbeute holte, hat der VfR Laboe keinen guten Start hingelegt. Es gab nur vier von möglichen 15 Zählern, sodass man derzeit eher nach unten schauen muss. Man steht auf Rang neun, doch hat gerade einmal vier Punkte mehr als der Tabellenvierzehnte, den TSV Lütjenburg. Der aktuelle Trend spricht klar gegen die Mannschaft, die vor der Saison von nicht wenigen als Mitfavorit gezählt wurde. Der SC Cismar dagegen befindet sich in einer anderen Tabellenregion, denn man steht derzeit auf dem vierten Platz. Es ist das Ergebnis einer starken Entwicklung unter Sascha Pretzel. Nach dürftigem Saisonstart ging es steil nach oben, sodass man derzeit nur fünf Punkte weniger als der Tabellenzweite hat. Dies liegt vor allem an der Heimstärke, denn es gab nur eine Pleite an der Gildestraße. Diese ausgerechnet gegen den kommenden Gegner, an den man sich nicht gerne erinnert. Nach einer 2:1-Führung bis zur 80. Minute musste man sich noch geschlagen geben. Besonders bitter waren dabei zwei Rote Karten. Nun soll es besser laufen, doch dazu wird es Geduld brauchen gegen die Mannschaft mit den wenigsten Toren in der Rückrunde. Nur sieben Treffer erzielte Laboe in sechs Spielen.
Sascha Pretzel (SC Cismar): „Nach der Niederlage im Hinspiel wollen wir es in Laboe besser machen. Leider fehlen uns durch die Osterfeiertage berufsbedingt einige Spieler, aber das soll keine Ausrede sein. Wir haben einen guten Lauf und wollen den mit ins Spiel nehmen. Wichtig wird es wieder sein, über die 90 Minuten unsere Schwächephasen zu minimieren und unser Spiel auf den Platz zu bekommen.“
Raisdorfer TSV – SG Bösdorf/Malente (Mo., 14 Uhr)
Die SG Bösdorf/Malente ist 48 Stunden nach dem Sieg in Laboe direkt wieder gefordert. Es geht zum Raisdorfer TSV, wo man beim Tabellenvorletzten gastiert. Zuletzt holte dieser am Dienstagabend einen 3:0-Sieg bei der SpVgg Putlos. Es war der erste Dreier nach der Winterpause und soll gleichzeitig der Beginn einer Aufholjagd sein. 14 Punkte stehen auf dem Konto des Aufsteigers, somit noch acht weniger als der TSV Lütjenburg auf Platz 14. Man hat allerdings auch noch zwei Spiele weniger als die Konkurrenz, sodass die Chance, es noch mal richtig spannend zu machen, durchaus da ist. Dazu benötigt es gegen Bösdorf/Malente allerdings einen Dreier. Der Gegner gewann zuletzt erstmals im neuen Jahr in der Fremde und feierte somit den zweiten Sieg hintereinander. Die Reaktion auf die Klatsche in Lensahn fiel also sehr positiv aus. Der RTSV bestritt in dieser Saison erst acht Heimspiele, gewann davon allerdings zwei. Die Ausbeute ist also nicht ganz so verkehrt. Außerdem erzielte man dort 20 Tore, mehr als die Hälfte der insgesamt 38. Letztmals trafen sich die beiden Mannschaften in der Saison 2023/24. Damals gewann Bösdorf/Malente beide Spiele mit 4:1.
TSV Lensahn – SG Dersau/Kalübbe (Mo., 15 Uhr)
Spannung garantiert das Nachholspiel des TSV Lensahn am Ostermontag. Die formstarke Elf von Daniel Safadi gewann alle drei Spiele nach dem Winter und erzielte dabei sogar 14 Treffer. Die Offensive ist zu einer großen Stärke geworden, denn mit Haruna Jammeh hat man einen Stürmer verpflichten können, der eine einzigartige Qualität in dieser Liga mitbringt. Als ehemaliger Profi der ungarischen ersten Liga ist er der neue Unterschiedsspieler. Dies zeigten fünf Treffer in drei Spielen bereits ziemlich deutlich. Nun trifft er auf die beste Defensive der Liga, denn die SG Dersau/Kalübbe gastiert im Jahnstadion. Diese holte neun von 15 Punkten nach dem Winter und steht auf Rang drei. Die Offensive funktioniert derzeit ebenfalls sehr gut mit 16 Treffern aus fünf Partien. Vor allem Dustin Riedel und Marten Biss ragen heraus, so auch im Hinspiel gegen den TSV Lensahn. Biss traf einmal, Riedel schnürte einen Dreierpack beim 4:1-Heimerfolg. Nun könnte es ein spannendes Duell werden, doch die Duelle in der Vergangenheit gingen meist an die Keiler.
Vadim König (TSV Lensahn): „Mit unserem nächsten Gegner kommt eine Mannschaft zu uns, die absolut zu Recht zu den Top drei der Liga gehört. Wir wissen, welche Qualität uns erwartet, und das Hinspiel hat uns deutlich gezeigt, dass wir von der ersten Minute an da sein müssen. Gerade in den ersten 30 Minuten wurden uns dort klar die Grenzen aufgezeigt. Trotzdem gehen wir mit einem guten Gefühl in das Heimspiel, weil wir in den vergangenen zwei Wochen intensiv und konzentriert gearbeitet haben. Wir freuen uns auf die nächsten beiden Pflichtspiel-Debütanten und wollen zu Hause ein anderes Gesicht zeigen, mutig auftreten und dem Gegner alles abverlangen.“








