
Dannau – Am Freitagabend standen zwei Spiele in der Kreisliga Südost an. Der zehnte Spieltag wurde in Preetz und Dannau eröffnet. Es gab zwei packende Spiele unter Flutlicht, bei denen es ordentlich zur Sache ging. Während es im Fichtestadion durchaus ein Topspiel war, sollte die Rollenverteilung in Dannau eine andere sein. Auch wenn beide Mannschaften nicht viele Punkte trennten, gab es dennoch einen klaren Favoriten. Am Ende gab es ein torloses Remis sowie einen Auswärtssieg.
FT Preetz – SG Dersau/Kalübbe 0:0
Es war ein Spiel zweier Mannschaften, die beide in den vergangenen Wochen gut drauf waren. Die FT Preetz feierte drei Siege in Serie gegen potenzielle Anwärter auf den Aufstieg und verlor ohnehin erst einmal in dieser Saison. Vor allem zu Hause lief es in den ersten Wochen richtig gut, denn es gab vier Siege aus vier Heimspielen und dabei 21:4-Tore vor dem zehnten Spieltag. Mit Blick auf das Startprogramm ist es ein beeindruckender Start, sodass man die Mannschaft von Spielertrainer Florian Manstein definitiv auf dem Zettel haben muss. Gegner Dersau/Kalübbe kam schwierig in die Saison, doch hat sich zuletzt immer mehr stabilisieren können. Zehn von zwölf Punkten waren das, was sich Trainer Holger Böttcher vorgestellt hatte und worauf es anzuknüpfen galt. Vor allem Steffen Uhl sollte mit zwölf Saisontoren richtig gut in Form sein, sodass die Preetzer gewarnt waren vor einer offensivstarken Mannschaft. Selbst hat man allerdings defensiv deutlich mehr Stabilität reinbekommen, was zehn Gegentore aus acht Spielen sowie nur zwei aus den vor dem Dersau-Spiel vergangenen drei klar aufzeigt. Man ging als beste Defensive der Liga in den Spieltag. Personell sollte mit Florian Manstein, der im Urlaub verweilt, ein wichtiger Spieler fehlen. Dennoch war man zuversichtlich, dass es auch ohne den Spielertrainer mit dem nächsten Dreier klappen würde.
Es war ein intensives Duell der beiden Mannschaften. Man schenkte sich nichts und lieferte sich einen echten Fight. Dabei sollte die FT Vorteile haben. So verpasste man mehrfach den Führungstreffer. Die Chancenverwertung blieb ein Manko bei der Heimelf, die Gästekeeper Simon Ehrk einfach nicht überwinden konnte. Dersau setzte auf das gewohnte Umschaltspiel, wobei der pfeilschnelle Uhl immer wieder gesucht wurde. Die heimische Defensive hatte den Torjäger allerdings voll und ganz im Griff. Die Partie sollte auch in die Schlussphase ohne Treffer gehen, in der keine Mannschaft zu viel Risiko gehen wollte. Es war das erwartete enge Duell zweier starker Kreisligisten, das am Ende tatsächlich keinen Sieger fand. Ein torloses Remis eröffnete den zehnten Spieltag, doch diese Partie war alles andere als ein müder Kick. Preetz ließ die ersten Punkte im heimischen Fichtestadion, doch bleibt zum vierten Mal in Serie unbesiegt. Dersau feierte das fünfte Spiel in Serie ohne Niederlage, sodass der Trend weiterhin nach oben zeigt.
TSV Dannau – Eutin 08 II 0:3 (0:2)
Der TSV Dannau hat sich den Saisonstart sicherlich anders vorgestellt. Nach einem Sieg zum Auftakt folgten acht Spiele ohne Dreier, sodass bis auf den 15. Platz abgerutscht wurde. Es war ein Start in die Saison mit schmerzhaften Ausfällen, einer Veränderung auf der Trainerposition sowie zu vielen Gegentoren. 42 Gegentreffer sind einfach zu viele nach neun Spielen, sodass die Schwäche klar ist. Fünf Punkte sind zumindest nicht hoffnungslos, denn mit Cismar (4:4) und Kirchbarkau (1:1) ärgerte man hier schließlich zwei Konkurrenten, die sich eher in der oberen Tabellenhälfte finden. Es waren Auftritte, die absolut Mut machten und auch in Dersau, wo es in der Vorwoche eine 1:2-Pleite gab, war nicht alles schlecht. Dennoch waren die vergangenen Wochen weit entfernt von der Kreisligatauglichkeit, was Klatschen gegen Oldenburg (2:10) oder auch Lensahn (1:11) zeigten. Nun empfing der Aufsteiger mit Eutin 08 II den Vizemeister, der allerdings schleppend in die Saison kam. Nach einem Fehlstart mit nur einem Sieg aus sieben Spielen fand sich die U23 bereits früh im Tabellenkeller wieder, anstatt in der erhofften oberen Tabellenregion. Man brauchte doch noch mehr Zeit, um die vielen jungen neuen Spieler zu integrieren, sodass man geduldiger am Waldeck wurde.
Dies zahlte sich aus, denn die vergangenen Wochen machten Mut. Es ging bergauf, denn dreimal blieb Eutin unbesiegt. Sieben von neun Punkten sowie ein Achtungserfolg gegen Gremersdorf waren genau das, was man sich in der Rosenstadt erhofft hat. Nun wartete am Freitagabend der TSV Dannau, der sich defensiv unter Neu-Trainer Philipp Schwab etwas stabilisiert hat und zwei Punkte einfuhr. Die Aufgabe sollte unbequem sein und dennoch war der klare Favorit die Mannschaft von Florian Schumacher. Diese musste personell allerdings auf einzelne Spieler verzichten. Jannik Sarnow war wieder mit bei der Ersten und für Tom Clausen (krank) sowie Lasse Behrmann (verletzt) reichte es nicht für einen Einsatz. Daher startete Lenn Isenberg für Clausen im Mittelfeld und Max Heusser sollte in die Innenverteidigung rutschen. Dannau musste auf Moritz Ohse, der gesperrt aussetzen musste, verzichten. Somit fehlte ein Defensivmann, doch Trainer Schwab vertraute auf eine Viererkette mit Lucas Timm und Meeno Scheer im Zentrum. Vorne musste auf Amiri verzichtet werden, wie auch Tristan Anders, der seit Wochen dem TSV schmerzlich fehlt.
In den ersten Minuten sollte die Heimelf den Favoriten etwas überraschen. Statt einer abwartenden Ausrichtung sollte sie sich mutig zeigen. Es gab längere Ballbesitzphasen, teils auch in der gegnerischen Hälfte. Die erste Chance verzeichnete allerdings Eutin nach drei Minuten. Im Gegenzug meldete sich die Heimmannschaft erstmals offensiv an. Maurice Stöffer suchte nach einer guten Einzelaktion den Abschluss aus der zweiten Reihe, der ging allerdings ein gutes Stück vorbei. Es war ein munterer Beginn, denn keine 120 Sekunden später ging Chupryna ins Dribbling, doch zog am Tor vorbei. Unmittelbar danach machte er es präziser, denn er tankte sich gut durch und traf zur Führung. Es war das vierte Saisontor für Oleksandr Chupryna (15.). Eutin hatte alles im Griff, auch wenn sie den Gegner viel den Ball ließen und erhöhten. Jelle Haas setzte sich gut auf rechts durch und bediente Monty Gutzeit (21.), der aus kurzer Distanz den Ball ins kurze Eck traf. Eutin zeigte einen souveränen Auftritt, denn Dannau kam kaum zur Geltung. Sie machten es gut, ließen den Gegner kommen, doch schalteten auch pfeilschnell um. Zweimal rettete der TSV auf der Linie, unter anderem gegen Youngster Haas.
Zur Pause waren die Ostholsteiner auf Kurs in Richtung drittem Sieg in Folge. Es war ein seriöser Auftritt der jungen Landesliga-Reserve, die zu Beginn des zweiten Durchgangs den Druck erhöhte. Sie liefen hoch an und kamen früh zur ersten guten Möglichkeit. Witt fing den Ball ab, steckte für Gutzeit durch, der vorbeischob. Auch danach blieben die Rosenstädter klar tonangebend, auch wenn das Spiel umkämpfter wurde und sich die Fouls häuften. Es gab viele Halbchancen für Eutin, die am Drücker waren, mit dem 3:0 den Stecker zu ziehen. Die beste Möglichkeit hatte dabei Gutzeit, der allein vor dem Tor auftauchte, doch die Latte traf. Es war die Riesenchance zum Dritten. Dieses fiel kurz darauf durch Joker Jesper Görtz (84.). Es war die Entscheidung und kurz darauf kam es noch bitterer für die Platzherren. Paul Schreiber sah die Gelb-Rote Karte. Danach passierte nichts mehr, sodass der erste Auswärtssieg der Saison für die 08er perfekt war. Trainer Schumacher sagte: „Es war ein schwieriger Platz, schwierige Bedingungen, aber da mussten beide Mannschaften mitspielen. Ich finde, wir haben es richtig gut gemacht. Wir haben Dannau das Spiel überlassen und die wussten nicht so richtig viel damit anzufangen und dann haben wir natürlich mit den beiden schnellen Toren den Grundstein gelegt. Wir haben zweite Halbzeit etwas gebraucht, um reinzukommen, aber haben es trotzdem gut umgesetzt. Wenn man sieht, was für Mannschaften hier schon Punkte gelassen haben und wir wollten nicht dazugehören. Am meisten freut uns natürlich, dass wir das erste Mal diese Saison zu Null gespielt haben und unser Torverhältnis fast wieder auf Null haben. Die Jungs haben das richtig gut weggearbeitet und bei diesen Verhältnissen auch verdient die Punkte geholt.“







