
Eutin – Der 21. Spieltag in der Kreisliga Ost hat einiges geboten. Im Aufstiegskampf marschieren die Spitzenteams munter weiter, während es im Keller einen großen Gewinner gibt. Der SV Großenbrode feierte einen eindrucksvollen Start ins neue Fußballjahr und bezwang den TSV Lütjenburg im direkten Duell. Für diesen wird es immer düsterer und nun kommt auch noch der Tabellenführer Eutin 08 II. Dieser feierte einen Derbysieg gegen Bösdorf/Malente und bleibt vorerst ganz oben. Dobersdorf hat allerdings noch weniger Spiele, sodass diese vorbeiziehen können. Gegen die SpVgg Putlos feierte man am Sonntag einen 7:3-Erfolg, sodass das Debüt für SpVgg-Coach Jens Martens sehr dürftig endete. Zudem musste sich am Samstag die SG Insel Fehmarn deutlich geschlagen geben. Die SG Dersau/Kalübbe war für das personell geschwächte Team von der Insel eine Nummer zu groß.
SG Dersau/Kalübbe – SG Insel Fehmarn 4:1
Fynn Severin (SG Insel Fehmarn): „Wir verlieren verdient in Dersau, das muss man klar anerkennen. Wir kassieren trotzdem drei der vier Gegentreffer durch individuelle Fehler und machen uns eine gute Leistung in der ersten Halbzeit zunichte. Wir haben dort gut gegengehalten, hatten immer wieder Halbchancen, aber nichts Zwingendes und Dersau kam einmal durch und scheiterte an Kevin Heinecke. Dann verlieren wir den Ball im Spielaufbau und dann sind sie eiskalt und schlagen zu. In der zweiten Halbzeit kassieren wir erst das zweite und das dritte ist dann wieder ein ähnlicher Fehler wie beim ersten und auch das vierte Gegentor war einfach zu simpel. So ist es einfach schwierig, zumal wir nicht die Kaderbreite momentan durch die ganzen Verletzten haben. Man kann nichts von der Bank bringen. Jannis Markmann war angeschlagen und hat sich trotzdem in den Dienst der Mannschaft gestellt und versucht 25 Minuten durchzuhalten. Ich war Auswechselspieler Nummer drei. Bei allem Übel hat sich auch noch David Beljan unglücklich verletzt, da ist das Knie dick angeschwollen. Für uns ist es momentan relativ schwierig, dafür hat die Truppe aber gut dagegengehalten und wir müssen jetzt hoffen, dass der ein oder andere gegen Cismar wieder da ist.“
Eutin 08 II – SG Bösdorf/Malente 2:1 (0:0)
Jasper Frahm (Eutin 08 II): „Unter dem Strich kann man sagen, dass wir das Spiel hochverdient gewonnen haben. Wir haben es leider unnötig spannend bis zum Ende gemacht. Für Außenstehende war es sicherlich kein fußballerischer Leckerbissen, sodass es trotzdem darauf ankam, in einem Derby die Leidenschaft, Bereitschaft, Wille und Dynamik reinzubringen. Das war gegeben in dem Spiel, trotzdem war es recht zerfahren. Viele kleine Nicklichkeiten, wobei es nie unfair war, sodass es trotzdem ein rassiges Derby war, wo wir am Ende verdient die Punkte eingefahren haben. Wir haben in der ersten Halbzeit schon gute Torchancen gehabt, haben wenig zugelassen und wenn, konnten wir uns auf Torhüter Lauri Bünning verlassen, der uns dort unterstützt und den Rücken freigehalten hat. Wir sind mit dem 0:0 in die Halbzeit gegangen, wo wir Kleinigkeiten angepasst, klare Herangehensweisen angesprochen und den Fokus angepasst haben. Wir haben gesagt, wir bleiben weiter fokussiert, bleiben weiter in der Intensität und wollen das Spiel schnell machen. Das haben wir auch getan und sind in Führung gegangen. Kurz danach haben wir den Gegentreffer durch einen Schuss aus 26-27 Metern kassiert, der ziemlich zentral einschlägt. Es war wohl spät zu sehen, trotzdem ärgerlich, dass wir es nicht verteidigt und den Gegentreffer kassiert haben. Nichtsdestotrotz hat man bei uns überhaupt keinen Bruch im Spiel bemerkt, sondern ganz im Gegenteil. Wir sind nochmal einen Schritt mehr gegangen, haben weiter an unserem Heimsieg gearbeitet und sind dann nach einer Einzelaktion nach einem Einwurf in Führung gegangen. In der Folge hatten wir noch weitere gute Torchancen, gerade in den Umschaltmomenten, die wir leider nicht entschlossen genug ausgenutzt haben. Da hätten wir gewissermaßen noch mindestens einen Treffer nachlegen müssen, um Ruhe ins Spiel zu bekommen. So haben wir es bis zum Ende offen und spannend gelassen. Trotzdem war es ein völlig verdienter Sieg für uns, sind sehr froh darüber, gut aus der Winterpause gestartet zu sein und nun heißt es aber, sich nicht auszuruhen, sondern nochmal den Schritt mehr zu machen und sich vorzubereiten auf das nächste Auswärtsspiel. Das ist klar in den Köpfen der Jungs: Wir haben uns den Sieg verdient, haben den Derbysieg genossen und ab heute geht bereits der Fokus auf die Trainingswoche und das nächste Auswärtsspiel.“
Benjamin Berger (SG Bösdorf/Malente): „In einem sehr guten Derby von beiden Mannschaften haben wir es versucht, es erst einmal eher defensiv zu gestalten, was uns wirklich gut gelungen ist. Eutin hatte in der ersten Halbzeit einen Pfostentreffer und ansonsten war dort tatsächlich nicht viel Gefährliches, Hundertprozentiges. Es war ein offener Schlagabtausch. Wir wollten viel über Konter kommen, was uns nicht gut gelungen ist. Eutin stand dort sehr kompakt und gut, sodass unsere Nadelstiche, die wir setzen wollten, nicht gut waren. Zum Ende der ersten Halbzeit kommen wir aber besser ins Spiel und zu einer guten Torsituation durch Thore Meyer, die der Torwart gut hält. Ansonsten waren es wenige Strafraumszenen in der ersten Halbzeit. Zweite Halbzeit haben wir angesprochen, was wir optimieren wollten und relativ schnell nach der Halbzeit zieht ein Eutiner eine große Lücke, wo unser IV mit rausgeht und wir keine Anbindung haben. Unser Torwart kommt raus, wo er nicht raus muss und schon steht es 1:0 für Eutin. Wir haben aber die Köpfe nicht hängen lassen, weitergemacht und machen das 1:1 durch Thore Meyer aus 30 Metern. Ein schöner Schuss, das war ein Thema, das wir angesprochen haben, dass wir viel mehr schießen wollen und weniger den Ball ins Tor tragen möchten, was uns überhaupt nicht gelungen ist und mich echt sauer macht. Das ist etwas, das wir seit Wochen aber auch in der Rückrunde schon nicht gut gemacht haben, da müssen wir kaltschnäuziger werden. Fünf, sechs Minuten später haben wir ein desaströses Abwehrverhalten, keiner greift zu, auf der rechten Seite brechen sie durch und markieren das 2:1, was gleichzeitig auch der Schlussstand war. Ich bin nichtsdestotrotz im Großen und Ganzen nach einer so schwierigen Vorbereitung zufrieden mit meiner Mannschaft im ersten Punktspiel. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass wir mit drei Punkten nach Hause fahren und den Derbysieg feiern können. In Summe war es verdient für Eutin, es war wieder ein gutes Kreisligaspiel von uns beiden und jetzt bereiten wir uns auf die nächste Woche gegen FT Preetz vor.“
SV Großenbrode – TSV Lütjenburg 4:2 (4:1)
Peter Thomm (SV Großenbrode): „Die ersten fünf Minuten hat man gemerkt, dass wir ein bisschen schwerer reinkommen und gehen aus einem ganz dummen Ding in Rückstand. So liegst du nach drei Minuten 0:1 hinten, es ist natürlich erst einmal ein kurzer Schockmoment, aber ich fand, dass sich die Mannschaft sensationell davon erholt hat. Es hat keine Minuten gedauert, da hatten wir die ersten Hochkaräter. Wir hatten mehrere Chancen, da müsste es eigentlich schon zeitig 1:1 stehen. Nach dem 1:1 haben wir eine Phase von 20-25 Minuten, wo wir völlig drücken, Chance um Chance haben, da dürfte sich Lütjenburg nicht beschweren, wenn wir in dieser Phase sechs, sieben Tore schießen. Da waren wir drückend überlegen in allen Belangen. So gehen wir mit 4:1 in die Halbzeit. Danach kassieren wir ein Standardgegentor nach einer Ecke, das kann immer mal passieren. Hinten heraus, so ab der 75. Minute, hat Lütjenburg natürlich gedrückt, wir haben es immer clever wegverteidigt. Sie hatten einen Lattentreffer nach einem Freistoß. Wir haben dann immer wieder unsere Chancen, müssen eigentlich das sichere letzte Tor schießen. Es war ein völlig verdienter Sieg, gerade aufgrund der 25 Minuten in der ersten Halbzeit. Die erste Hälfte war generell sehr gut, wir waren aggressiv, sofort da, haben schön nach vorne verteidigt, wie wir es auch machen wollen und sind gleich in Kontersituationen geraten. Zweite Halbzeit haben wir es dann clever wegverteidigt.“







