F.C. Hansa Rostock: Drakonische Geldstrafe und ab sofort neue Corona-Regeln

Mecklenburger müssen für Fan-Fehlverhalten tief in die Tasche greifen

Ostseestadion Rostock. Foto: Lobeca/Marcus Kaben

Rostock – Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Zweitbundesligisten F.C. Hansa Rostock wegen sechs Fällen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit drei Geldstrafen in einer Gesamthöhe von 97.300 Euro verurteilt.

Polizeifahrzeug brannte aus

Beim Heimspiel gegen Schalke 04 wurden im Rostocker Fanblock Rauchtöpfe gezündet. Außerdem suchten kurz vor Schluss rund 150 Hansa-Anhänger hinter der Südtribüne die Auseinandersetzung mit der Polizei. Dabei wurden diese mit Steinen und Pyrotechnik beworfen. Ein Polizeibeamter wurde verletzt und ein Polizeifahrzeug brannte aus. In der 84. Minute wurde zudem ein Feuerzeug auf das Spielfeld geworfen. Dieses Spiel kostete die Mecklenburger insgesamt 42.300 Euro Strafe an den Verband. Davon dürfen 14.000 Euro in sicherheitstechnische und infrastrukturelle Maßnahmen reinvestiert werden.

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Fans versuchten in Kiel Spielfeld zu stürmen

Beim Auswärtsspiel bei Holstein Kiel stürmten rund 30 Rostocker den benachbarten Sitzplatzblock. Zudem versuchten zu Spielende Fans das Spielfeld zu stürmen. Hier ist der Club mit 40.000 Euro dabei, wovon 13.000 Euro wie in dem anderen Fall reinvestiert werden können.

„ACAB“-Banner nur Hälfte der Strafe

Für das menschenverachtende Banner während des Heimspiels gegen SV Sandhausen mit der Aufschrift „Einer weniger, ACAB!!!“ wurde der Verein zu 30.000 Euro Strafe verurteilt. Diese wurde um 50 Prozent reduziert, da der F.C. Hansa mehrere Tatverdächtige selbst ermittelte. Von der Summe können 5.000 Euro in sicherheitstechnische und infrastrukturelle Maßnahmen verwenden werden. Die Nachweise für alle Investitionen müssen dem DFB bis 31. Juli des kommenden Jahres vorliegen.

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DFB rät Hansa zu Investitionen

„Der DFB-Kontrollausschuss hat Hansa Rostock in seinen Strafanträgen darauf hingewiesen, dass der Verein aufgrund der gehäuften Vorfälle in der Vergangenheit seine Maßnahmen intensivieren sollte, um die Sicherheit des Spielbetriebs zu gewährleisten. Ferner teilte das Gremium dem Klub mit, dass es im Wiederholungsfall weitere Maßnahmen in Erwägung ziehen werde“, teilte der Verband mit.

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Bei den Heimspielen in der 2. Bundesliga gilt im Ostseestadion ab sofort die 2G- oder 2G+-Regel. Das heißt, es dürfen nur noch Genesene und Geimpfte Personen, die zudem getestet sein müssen, bei den Spielen dabei sein. Je nach Corona-Warnstufe für Mecklenburg-Vorpommern darf der Verein nur noch 50 Prozent (Gelb und Orange) oder 30 Prozent (Rot) der Zuschauer reinlassen. Im schlimmsten Fall wären das 7.250 verkaufte Tickets.

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