F.C. Hansa Rostock mit Aufwind nach Regensburg – Neben dem Platz geht es aber jetzt schon ab

Ex-Boss klagt - und wem gehört der "FCH"?

Jubel bei Ryan Naderi jubelt für den F.C. Hansa Rostock. Foto: Lobeca/Andreas Knothe

Rostock – Der F.C. Hansa Rostock schwimmt aktuell auf einer Erfolgswelle. Zwar stehen die Mecklenburger aktuell nur auf Rang sieben in der 3. Liga, doch das täuscht. Die Mannschaft arbeitete sich durch 13 Punkte aus den vergangenen fünf Spielen, davon drei Spiele zu null, an die oberen Tabellenplätze ran und liegt nur fünf Zähler hinter der Spitzengruppe. Diese positive Entwicklung wird unterstrichen durch die Vertragsverlängerungen von Trainer Daniel Brinkmann und Direktor Profifußball Amir Shapourzadeh (HL-SPORTS berichtete), die die Macher hinter diesem erfolgreichen bisherigen Saisonverlauf sind. Shapourzadeh bremste die Euphorie dennoch etwas: „Ich glaube, wir sollten weiterhin bodenständig und demütig bleiben. Gerade in der 3. Liga sieht man wie schwer die Liga ist, dass jeder gegen jeden gewinnen kann und wenn man am Wochenende nicht die hundert Prozent erreicht, dann kann man auch gegen vermeintlich schwächere Teams oder Teams aus den unteren Tabellenregionen Punkte lassen. Wir werden jetzt sicherlich nicht zum Angriff blasen, wir sind froh, dass wir uns stabilisiert haben und, dass wir jetzt fast alle an Bord haben.“

Aufeinandertreffen formstarker Teams

Nun wartet der Jahn auswärts in Regensburg auf die Kogge. Die Bayern sind als Absteiger aus der 2. Bundesliga aktuell nur im Mittelfeld der 3. Liga zu finden. Dennoch geht auch hier der Weg Richtung obere Tabellenhälfte. Das Team von Michael Wimmer, der zu dieser Saison als Trainer übernahm, ist ebenfalls in guter Form mit zwölf Punkten aus den vergangenen fünf Spielen. So trennen die Mannschaft aus der Oberpfalz nach anfänglichen Schwierigkeiten nun nur noch vier Zähler von Hansa Rostock. Auch Hansa-Coach Brinkmann sieht einen starken Gegner: „In der aktuellen Tabelle aus den letzten fünf Spielen sind wir Erster und Regensburg Zweiter. Sie haben vier von fünf Spielen gewonnen, sehr unglücklich in Aue verloren. Also treffen zwei sehr formstarke Mannschaften aufeinander. Es ist eine Mannschaft die eine gute Balance findet, sehr viel Erfahrung mitbringt, trotzdem haben sie ein paar junge Spieler, die auch Impulse setzen. Sie sind unheimlich laufstark und zweikampfstark und führen ligaweit auch die meisten Zweikämpfe, also da kommt schon einiges auf uns zu.“

FCH oder nicht?

Einzig überschattet wird die kommende Partie von Unruheherden abseits des Rasens. Einerseits ein Rechtsstreit mit dem Bundesligisten 1.FC Heidenheim. Das Thema ist dabei das Vereinskürzel. Beide Vereine beanspruchen für sich die Abkürzung „FCH“. Der Fall liegt nun beim Patent- und Markenamt. Der Streit begann bereits 2024, als die Kogge Widerspruch gegen die Heidenheimer Markenanmeldung des Kürzels „FCH Fanshop“ einlegte. Seitdem versuchen beide Vereine die Marke „FCH“ für sich zu gewinnen und die jeweiligen Einträge des anderen löschen zu lassen, so zuletzt von Rostocker Seite im Oktober. Während die Heidenheimer auf ihre älteren Rechte bestehen, da der Verein 1846 vor der Hansa-Gründung ins Leben gerufen wurde, beruft man sich an der Ostsee auf ein Abkommen aus dem Jahr 2008, das regeln sollte, dass Heidenheim das Kürzel „FCH“ nur mit Zusatz des vollständigen Vereinsnamens nutzen darf. In Rostock sieht man hierzu mehrere Verstöße von Seiten Heidenheims. Pikant hinsichtlich der älteren Rechte der Baden-Württemberger ist, dass es sich beim Gründungsdatum um das des Vorgängervereins handelt. Der aktuelle 1. FC Heidenheim 1846 entstand nämlich erst 2007 aus der Fusion zweier städtischer Vereine. Eine finale Entscheidung über die Markenrechte scheint vorerst noch nicht in Sicht.

Ex-Vorstandschef reicht Klage ein

Es ist allerdings nicht der einzige Rechtsstreit, den die Kogge aktuell ausfechtet, denn auch der ehemalige Hansa-Vorstandschef Jürgen Wehlend reichte eine Klage gegen seinen Ex-Club ein. Der 60-Jährige wurde im Juni freigestellt. Sein Vertrag läuft allerdings noch bis zum kommenden Sommer. Inhalt der Klage sollen nun die Kündigung und ausgebliebene Gehaltszahlungen sein. Weder der Verein noch Wehlend selbst wollten sich aufgrund des laufenden Verfahrens gegenüber der Ostsee-Zeitung auf deren Anfrage näher zur Situation äußern. Verhandelt wird der Fall allerdings erst im März des kommenden Jahres.

Der 16. Spieltag (28. – 30.11.)

Wiesbaden – Aue (Fr., 19 Uhr)

Saarbrücken – Essen (Sa., 14 Uhr)

Ingolstadt – Hoffenheim II

Ulm – München

Cottbus – Viktoria Köln

Duisburg – Aachen

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Schweinfurt – Mannheim (Sa., 16.30 Uhr)

Regensburg – Rostock (So., 13.30 Uhr)

Verl – Osnabrück (So., 16.30 Uhr)

Stuttgart II – Havelse (So., 19.30 Uhr)

Die Tabelle

1.FC Energie Cottbus1533 : 2429
2.MSV Duisburg1527 : 1829
3.VfL Osnabrück1519 : 1129
4.SC Verl1536 : 2327
5.Rot-Weiss Essen1529 : 2526
6.TSG Hoffenheim II1532 : 2124
7.F.C. Hansa Rostock1524 : 1624
8.Viktoria Köln1523 : 2123
9.Waldhof Mannheim1525 : 2322
10.VfB Stuttgart II1521 : 2222
11.TSV 1860 München1523 : 2521
12.1. FC Saarbrücken1523 : 2320
12.Jahn Regensburg1523 : 2320
14.Alemannia Aachen1524 : 2519
15.SV Wehen Wiesbaden1517 : 1819
16.FC Ingolstadt 041524 : 2217
17.FC Erzgebirge Aue1516 : 2317
18.SSV Ulm 18461520 : 3513
19.TSV Havelse1518 : 338
20.1. FC Schweinfurt1511 : 376

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Bildquellen

  • Naderi: Lobeca/Andreas Knothe
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