F.C. Hansa Rostock schiebt Frust

2:3 gegen Viktoria Köln erhöht Druck vor Verl

Trotz ihrer Tore enttäuscht: Die Rostocker Andreas Voglsammer und David Hummel. Foto: Lobeca/Andreas Knothe

Rostock – Bitterer Rückschlag für den F.C. Hansa Rostock im Aufstiegsrennen der 3. Liga: Die Kogge unterlag im heimischen Ostseestadion Viktoria Köln mit 2:3 (0:2) und hat sich damit im engen Rennen um die Spitzenplätze selbst unter zusätzlichen Druck gesetzt. Vor 26.390 Zuschauern kam die Mannschaft von Daniel Brinkmann nach einem 0:3-Rückstand zwar noch einmal eindrucksvoll zurück, doch die Aufholjagd kam zu spät.

Die 1. Halbzeit: Rostock dominant, Köln eiskalt

Die Gastgeber legten druckvoll los und erspielten sich früh erste Möglichkeiten. Bereits in der 3. Minute prüfte Lebeau den Kölner Keeper Schulz, kurz darauf scheiterte Krauß (5.) mit einem Abschluss, den Schulz um den Pfosten lenkte. Auch danach blieb Hansa die spielbestimmende Mannschaft, ohne jedoch die letzte Präzision im Abschluss zu finden. Dann folgte der erste Nackenschlag: Mit der ersten echten Chance ging Viktoria in Führung. eroberte auf rechts stark den Ball, seine Hereingabe landete über Umwege bei Leonhard Münst (29.), der zum 1:0 einschob. Nur zwölf Minuten später legten die Gäste nach. Nach einer butterweichen Flanke von Handle ließ Krauß am zweiten Pfosten David Otto (41.) zu viel Raum, der per Kopf auf 2:0 stellte.

Nach der Pause: Aufholjagd kommt zu spät

Direkt nach Wiederbeginn reagierte Brinkmann und brachte mit Voglsammer einen weiteren Angreifer. Doch statt des erhofften Anschlusses folgte der nächste Rückschlag. In der 54. Minute spitzelte David Otto den Ball an der Torauslinie noch zu Yannick Tonye, der eiskalt zum 3:0 für die Kölner vollendete. Trotz des deutlichen Rückstands gab sich der Gastgeber nicht auf. Die Umstellung auf Dreierkette griff besser. Der Lohn folgte spät: Nach einer Flanke von Krauß köpfte der eingewechselte David Hummel (81.) zum 1:3 ein – sein erstes Drittligator. In der Nachspielzeit wurde es noch einmal richtig spannend. Zunächst traf Andreas Voglsammer (94.) nach einem abgewehrten Kopfball zum 2:3, anschließend drückten die Mecklenburger weiter, doch der Ausgleich fiel nicht mehr.

Hansa-Trainer frustriert

Brinkmann zeigte sich nach Abpfiff entsprechend angefasst: „Ich glaube, können sich alle vorstellen, dass ich super frustriert bin. Ja, ein Stück weit verärgert sicherlich, dass wir das Spiel heute nicht gewinnen konnten.“ Gleichzeitig stellte der Trainer klar, dass nicht alles negativ bewertet werden dürfe: „Der größte Fehler wäre jetzt, alles negativ zu malen, sondern wir müssen nach vorne schauen.“ Er sprach die Schwachstellen offen an: „Fakt ist aber auch, dass wir bei den Toren einfach schlecht verteidigen.“ Besonders die Gegentore seien vermeidbar gewesen: „Auch Tor Nummer zwei und Tor Nummer drei sind Tore, die du verhindern kannst, die du verteidigen kannst.“

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Lage beim FCH: Druck steigt vor Verl

Durch die Niederlage hat sich die Situation für die Rostocker im Aufstiegsrennen spürbar verschärft. Brinkmann machte das auf der Pressekonferenz deutlich: „Wir haben Mittwoch ein Spiel in Verl, wo wir uns natürlich durch den Spieltag heute und durch unser verlorenes Spiel mehr unter Druck gesetzt haben, das ist ganz klar.“ Der nächste Gegner ist am heutigen Ostersonntag allerdings schon gefordert, muss zum SSV Ulm. Ein Tag mehr Pause für die Rostocker.

Die Ausgangslage bleibt eng. Hinter Spitzenreiter VfL Osnabrück sind die Plätze danach weiterhin dicht beieinander. Ein Sieg in Verl wird nun fast zur Pflicht, um den Kontakt zu den Aufstiegsrängen nicht zu verlieren. Trotz des Rückschlags setzt Brinkmann auf die Reaktion seiner Mannschaft: „Wir sind die letzten Wochen mit diesen Drucksituationen eigentlich relativ gut umgegangen.“ Genau das muss Hansa nun am Mittwoch erneut beweisen.

Der 31. Spieltag (4.–5.4.2026)

Aue – Hoffenheim II 3:5
Osnabrück – Schweinfurt 4:0
Rostock – Köln 2:3
Havelse – Cottbus 0:3
München – Mannheim 1:1
Stuttgart II – Regensburg 3:1
Essen – Duisburg 1:0
Ulm – Verl (So., 13.30 Uhr)
Saarbrücken – Ingolstadt (So., 16.30 Uhr)
Aachen – Wiesbaden (19.30 Uhr)

Die Tabelle

1.VfL Osnabrück3154 : 2664
2.Rot-Weiss Essen3162 : 4958Live
3.FC Energie Cottbus3158 : 4457
4.SC Verl3070 : 4154
5.MSV Duisburg3154 : 4254Live
6.F.C. Hansa Rostock3155 : 3553
7.TSV 1860 München3147 : 4050
8.Wehen Wiesbaden3042 : 3348
9.Waldhof Mannheim3150 : 5546
10.Alemannia Aachen3053 : 5144
11.Viktoria Köln3144 : 4341
12.VfB Stuttgart II3139 : 5041
13.FC Ingolstadt 043050 : 4140
14.Jahn Regensburg3143 : 4839
15.TSG Hoffenheim II3158 : 5738
16.1. FC Saarbrücken3040 : 4633
17.SSV Ulm 18463039 : 6225
18.FC Erzgebirge Aue3137 : 5924
19.TSV Havelse3143 : 7223
20.1. FC Schweinfurt3129 : 7317
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