Emil Holten will auch in Saarbücken für Hansa jubeln. Foto: Lobeca/Andreas Knothe

Rostock – Alles oder nichts im Ludwigspark! Am Sonnabend um 13.30 Uhr steigt für den F.C. Hansa Rostock das letzte und entscheidende Saisonspiel beim 1. FC Saarbrücken. Die Ausgangslage in der 3. Liga ist so dramatisch wie einfach: Nur ein Sieg hält die Hoffnung auf den Relegationsplatz am Leben. Trainer Daniel Brinkmann gibt die Richtung vor: Volle Attacke statt Rechnen.

Die Lage: Rechnen verboten, Siegen Pflicht

Drei Punkte Rückstand auf den MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen – das klingt nach einer Mammutaufgabe. Doch Hansa hat einen Trumpf im Ärmel: das deutlich bessere Torverhältnis gegenüber der Konkurrenz. „Wir wissen alle, dass wir Schützenhilfe brauchen, das ist kein Geheimnis“, erklärte Brinkmann auf der Pressekonferenz vor dem Saisonfinale. Doch der Fokus liegt allein auf der eigenen Leistung: „Unsere Aufgabe ist es, in Saarbrücken so aufzutreten, dass wir unsere Hausaufgaben machen. Wenn die Konkurrenz patzt, müssen wir da sein.“

Brinkmanns Plan: „Frühes Tor wäre Gold wert“

Taktisch will Brinkmann im Ludwigspark keine Gefangenen machen. Abwarten und auf Fehler des Gegners hoffen? Nicht mit ihm. „Wir werden nicht nach Saarbrücken fahren, um abzuwarten. Das passt nicht zur Situation. Wir müssen aktiv sein, wir müssen Stress erzeugen“, so der Coach. Das Ziel ist klar: Den Gegner früh unter Druck setzen und die Konkurrenz in den anderen Stadien nervös machen. „Ein frühes Tor wäre Gold wert, weil es die Nervosität bei den anderen Vereinen massiv erhöhen würde.“

Personal: Hiobsbotschaft und Härtefälle

Getrübt wird die Vorfreude durch bittere Nachrichten aus der medizinischen Abteilung. Jan Mejdr fällt mit einem Kreuzbandriss monatelang aus – ein schwerer Schlag für die Defensive. Zudem fehlen Paul Stock (Muskelbündelriss) sowie die gesperrten Marco Schuster und Maximilian Krauß.

Trotzdem sieht Brinkmann sein Team gewappnet: „Ich habe den Jungs gesagt: Wer jetzt noch einen schweren Rucksack spürt, soll ihn in der Kabine lassen. Wir haben nichts mehr zu verlieren, wir können nur noch gewinnen.“ Besonders das Sturm-Duo Emil Holten und Andreas Voglsammer soll nach dem 5:3-Spektakel gegen Stuttgart II (HL-SPORTS berichtete) auch im Saarland für die nötigen Buden sorgen.

1.800 Fans als „Wand“ im Rücken

Die Unterstützung der Hansa-Anhänger ist wie gewohnt erstklassig. Der Gästeblock war binnen Minuten ausverkauft. Für Brinkmann ein entscheidender Faktor: „Dass der Block so schnell voll war, ist Verpflichtung und Antrieb zugleich. Diese Wucht von den Rängen müssen wir auf den Rasen übertragen. Die Fans leisten ihren Teil, jetzt sind wir an der Reihe.“

Hansa braucht das „Wunder von Saarbrücken“. Wenn das Brinkmann-Team die versprochene Gier auf den Platz bringt und der Fußballgott tatsächlich ein Hanseat ist, könnte dieser Sonnabend in die Vereinsgeschichte eingehen.

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Der 34. Spieltag (16.5.2026)

Saarbrücken – Rostock (Sa., 13.30 Uhr)
Ingolstadt – Mannheim
Stuttgart II – Osnabrück
Ulm – Essen
Wiesbaden – Hoffenheim II
Regensburg – Cottbus
Duisburg – Köln
Aachen – Havelse
Verl – München
Schweinfurt – Aue

Die Tabelle

1.VfL Osnabrück3762 : 3177
2.FC Energie Cottbus3771 : 5169
3.MSV Duisburg3765 : 4867
4.Rot-Weiss Essen3775 : 6467
5.F.C. Hansa Rostock3770 : 4664
6.SC Verl3779 : 4861
7.TSV Alemannia Aachen3770 : 5661
8.TSV 1860 München3754 : 5056
9.SV Waldhof Mannheim3758 : 6752
10.SV Wehen Wiesbaden3752 : 5250
11.Viktoria Köln3750 : 5250
12.SSV Jahn Regensburg3754 : 5749
13.FC Ingolstadt 043760 : 5546
14.VfB Stuttgart II3754 : 6546
15.1. FC Saarbrücken3748 : 5344
16.TSG Hoffenheim II3765 : 6943
17.TSV Havelse3756 : 8335
18.SSV Ulm 18463747 : 7533
19.FC Erzgebirge Aue3747 : 6831
20.1. FC Schweinfurt3736 : 8321
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