
Rostock – Alles oder nichts im Ludwigspark! Am Sonnabend um 13.30 Uhr steigt für den F.C. Hansa Rostock das letzte und entscheidende Saisonspiel beim 1. FC Saarbrücken. Die Ausgangslage in der 3. Liga ist so dramatisch wie einfach: Nur ein Sieg hält die Hoffnung auf den Relegationsplatz am Leben. Trainer Daniel Brinkmann gibt die Richtung vor: Volle Attacke statt Rechnen.
Die Lage: Rechnen verboten, Siegen Pflicht
Drei Punkte Rückstand auf den MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen – das klingt nach einer Mammutaufgabe. Doch Hansa hat einen Trumpf im Ärmel: das deutlich bessere Torverhältnis gegenüber der Konkurrenz. „Wir wissen alle, dass wir Schützenhilfe brauchen, das ist kein Geheimnis“, erklärte Brinkmann auf der Pressekonferenz vor dem Saisonfinale. Doch der Fokus liegt allein auf der eigenen Leistung: „Unsere Aufgabe ist es, in Saarbrücken so aufzutreten, dass wir unsere Hausaufgaben machen. Wenn die Konkurrenz patzt, müssen wir da sein.“
Brinkmanns Plan: „Frühes Tor wäre Gold wert“
Taktisch will Brinkmann im Ludwigspark keine Gefangenen machen. Abwarten und auf Fehler des Gegners hoffen? Nicht mit ihm. „Wir werden nicht nach Saarbrücken fahren, um abzuwarten. Das passt nicht zur Situation. Wir müssen aktiv sein, wir müssen Stress erzeugen“, so der Coach. Das Ziel ist klar: Den Gegner früh unter Druck setzen und die Konkurrenz in den anderen Stadien nervös machen. „Ein frühes Tor wäre Gold wert, weil es die Nervosität bei den anderen Vereinen massiv erhöhen würde.“
Personal: Hiobsbotschaft und Härtefälle
Getrübt wird die Vorfreude durch bittere Nachrichten aus der medizinischen Abteilung. Jan Mejdr fällt mit einem Kreuzbandriss monatelang aus – ein schwerer Schlag für die Defensive. Zudem fehlen Paul Stock (Muskelbündelriss) sowie die gesperrten Marco Schuster und Maximilian Krauß.
Trotzdem sieht Brinkmann sein Team gewappnet: „Ich habe den Jungs gesagt: Wer jetzt noch einen schweren Rucksack spürt, soll ihn in der Kabine lassen. Wir haben nichts mehr zu verlieren, wir können nur noch gewinnen.“ Besonders das Sturm-Duo Emil Holten und Andreas Voglsammer soll nach dem 5:3-Spektakel gegen Stuttgart II (HL-SPORTS berichtete) auch im Saarland für die nötigen Buden sorgen.
1.800 Fans als „Wand“ im Rücken
Die Unterstützung der Hansa-Anhänger ist wie gewohnt erstklassig. Der Gästeblock war binnen Minuten ausverkauft. Für Brinkmann ein entscheidender Faktor: „Dass der Block so schnell voll war, ist Verpflichtung und Antrieb zugleich. Diese Wucht von den Rängen müssen wir auf den Rasen übertragen. Die Fans leisten ihren Teil, jetzt sind wir an der Reihe.“
Hansa braucht das „Wunder von Saarbrücken“. Wenn das Brinkmann-Team die versprochene Gier auf den Platz bringt und der Fußballgott tatsächlich ein Hanseat ist, könnte dieser Sonnabend in die Vereinsgeschichte eingehen.
Der 34. Spieltag (16.5.2026)
Saarbrücken – Rostock (Sa., 13.30 Uhr)
Ingolstadt – Mannheim
Stuttgart II – Osnabrück
Ulm – Essen
Wiesbaden – Hoffenheim II
Regensburg – Cottbus
Duisburg – Köln
Aachen – Havelse
Verl – München
Schweinfurt – Aue
Die Tabelle
| 1. | VfL Osnabrück | 37 | 62 : 31 | 77 |
| 2. | FC Energie Cottbus | 37 | 71 : 51 | 69 |
| 3. | MSV Duisburg | 37 | 65 : 48 | 67 |
| 4. | Rot-Weiss Essen | 37 | 75 : 64 | 67 |
| 5. | F.C. Hansa Rostock | 37 | 70 : 46 | 64 |
| 6. | SC Verl | 37 | 79 : 48 | 61 |
| 7. | TSV Alemannia Aachen | 37 | 70 : 56 | 61 |
| 8. | TSV 1860 München | 37 | 54 : 50 | 56 |
| 9. | SV Waldhof Mannheim | 37 | 58 : 67 | 52 |
| 10. | SV Wehen Wiesbaden | 37 | 52 : 52 | 50 |
| 11. | Viktoria Köln | 37 | 50 : 52 | 50 |
| 12. | SSV Jahn Regensburg | 37 | 54 : 57 | 49 |
| 13. | FC Ingolstadt 04 | 37 | 60 : 55 | 46 |
| 14. | VfB Stuttgart II | 37 | 54 : 65 | 46 |
| 15. | 1. FC Saarbrücken | 37 | 48 : 53 | 44 |
| 16. | TSG Hoffenheim II | 37 | 65 : 69 | 43 |
| 17. | TSV Havelse | 37 | 56 : 83 | 35 |
| 18. | SSV Ulm 1846 | 37 | 47 : 75 | 33 |
| 19. | FC Erzgebirge Aue | 37 | 47 : 68 | 31 |
| 20. | 1. FC Schweinfurt | 37 | 36 : 83 | 21 |






