Max Johnsen (TSV Trittau) enteilt Lennart Jacobsen (Ratzeburger SV). Archivfoto: Klaus Unger

Lübeck – In den Sonntagsspielen der Verbandsliga Süd-Ost ließen sich die Stürmer mal wieder nicht lumpen, denn in zwei Partien fielen zwölf Tore. Vier davon erzielte der Tabellenführer Ratzeburger SV beim deutlichen Sieg beim TSV Trittau. Die anderen acht verteilten sich gleichmäßig auf den TSV Lensahn und den SV Azadi. Mit der Punkteteilung konnten die Gastgeber wesentlich besser leben als die Gäste, die das Ergebnis eher als Punktverlust empfanden. Besondere Beachtung fand in diesem Spiel eine Aktion eines Azadi-Stürmers, der eine Elfmeter-Entscheidung des Schiedsrichters korrigierte, was eine Seltenheit geworden ist.

Die Stimmen nach den Spielen

TSV Trittau – Ratzeburger SV 0:4 (0:1)

Matthias Räck (Trittau): „Ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Es fehlten sechs Stammspieler (Benjamin Berger, Marius Brockmann, Lennard Bahn, Lucas Hildbrand, Bastian Fitzner, Noah Körner) und dazu noch über die Hälfte der Mannschaft nicht voll im Saft. Gerade aus dem Urlaub oder Krankheit zurück, dazu kommen noch Spieler, die angeschlagen spielen mussten. Nochmal einen großen Dank an Ratzeburg für das entgegenkommen dass Spiel zu verlegen. Glückwunsch an Ratzeburg für die drei Punkte.“

Denny Skwierczynski (Ratzeburg): „Wir konnten heute die schwierige Auswärtshürde beim TSV Trittau meistern und haben am Ende erfreulicherweise deutlich und auch verdient gewonnen. Wir sind zufrieden mit dem gelungenen Start nach vier Spielen, wissen dies aber auch sehr genau einzuordnen, denn wir sind erst ganz am Anfang einer langen Saison.“

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TSV Lensahn – SV Azadi Lübeck 4:4 (2:2)

Christian Ippig (Lensahn): „Ein wildes Spiel, das einige Nerven gekostet hat. Großes Kompliment an die Jungs, dass sie nach dem 0:2 zurückgekommen sind und nach einer Leistungssteigerung nach zwanzig Minuten bis zur Pause noch ausgleichen. Leider können wir beide Führungen nach der Pause nicht über die Zeit bringen, auch weil Azadi in der Offensive blitzgefährlich ist und uns immer wieder vor Probleme gestellt hat. Wir freuen uns über den Punkt, auch weil die Mannschaft heute eine ihre besten Leistungen geboten hat. Dies war eine gute Reaktion auf das bescheidene Hoisdorf-Spiel. Jetzt geht die Saison für uns richtig los. Großes Kompliment auch an den Azadi-Stürmer, der gegenüber dem Schiri, der schon Elfmeter gepfiffen hatte, zugab, dass es eine Schwalbe war. Großes Fairplay!“

Dirk Kohlmann (Azadi): „Das Spiel heute fühlt sich leider für uns wie eine gefühlte Niederlage an. 70 Prozent Ballbesitz und jede Menge ungenutzter Torchancen sprechen eine deutliche Sprache. Nach vorne waren wir nicht effizient genug und teilweise fahrlässig bei der Chancenverwertung. In der Defensive fehlte die Entschlossenheit und Abstimmung bei den vier Gegentoren. Das war heute ein Mannschafts-Problem, was so nicht passieren darf. Lensahn hat nur auf Konter gespielt und ihre Torchancen eiskalt verwertet. Das verdient Respekt! Fazit: Wir haben richtig guten Fußball gespielt, es aber leider in den entscheidenden Momenten offensiv wie defensiv vergeigt.“

Der 4. Spieltag

TSV Eintracht Groß Grönau – SC Rapid Lübeck 2:2
SV Hamberge – TSV Neustadt 5:1
SG Sarau/Bosau – TuS Hoisdorf 11:1
VfL Vorwerk – VfL Oldesloe verlegt auf 26.11.
TSV Trittau – Ratzeburger SV 0:4
TSV Lensahn – SV Azadi Lübeck 4:4
SVG Pönitz spielfrei

Die Tabelle

1.Ratzeburger SV423 : 212
2.SG Sarau/​Bosau423 : 119
3.SC Rapid Lübeck49 : 48
4.SVG Pönitz37 : 46
5.SV Hamberge410 : 96
6.SV Azadi Lübeck310 : 95
7.TSV Trittau46 : 104
8.TuS Hoisdorf48 : 164
9.VfL Vorwerk24 : 73
10.TSV Eintracht Groß Grönau37 : 92
11.TSV Neustadt46 : 162
12.TSV Lensahn47 : 182
13.VfL Oldesloe38 : 130
14.SSV Pölitz zg.00 : 00
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