FC Anker Wismar revanchiert sich bei Malchow in der Liga für Pokal-Schlappe. Foto: Knothe

Wismar – Der FC Anker Wismar bleibt nach dem viertem Auswärtsspiel auf fremden Plätzen unbezwungen. Obwohl Ankertrainer Matthias Fink wieder drei Wechsel vornehmen musste – für Muhlack, Levetzow und Plawan standen Grotkopp, Billep und Kambs in der Startelf, gelang den Hansestädtern wieder ein glänzender Beginn. Und das war so gar nicht unbedingt zu erwarten gewesen, denn vor drei Wochen ließ das Malchower Team von Trainer Sven Lange dem FC Anker beim 3:0-Pokalerfolg keine Siegchance. Am Freitag drehten die Nordwestmecklenburger den Spieß um und gewannen mit 3:0 (1:0) auswärts.

Blitzstart für FCA

Frühstart für die Gäste: Denny Kambs setzte sich auf der linken Außenbahn durch, wo Patrick Nehls (2.) am Elfmeterpunkt annahm und gekonnt ins Malchower Gehäuse schmetterte. 1:0 für Wismar! Nach einer guten Anfangsphase der Gäste kamen die Hausherren deutlich besser ins Spiel und hatten optische Vorteile. Mehrfach musste Ankertorwart Seide klären. Die beste Möglichkeit hatte dabei Galow, doch obwohl er frei vor dem Wismarer Tor auftauchte, blieb Seide Sieger. In der 44. Minute fast das 2:0, doch diesmal klärte Niclas Kühn im Malchower Gehäuse mit einem Reflex einen Schuss von Ivanir Rodrigues.

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Ankerkeeper Mirco Seide jubelt mit seinen Mitspielern.Foto: Knothe

Seide vernagelte sein Gehäuse

Mit der Einwechslung von Tony Levetzow kam zeitweise mehr Struktur in die Wismarer Reihen, aber die Hausherren hatten weiterhin Chancenvorteile. Doch Ankerkeeper Seide vernagelte seine „Hütte“ und die Abwehrreihe davor mit Marco Bode, Marcel Ottenbreit, Ivanir Rodrigues und Thomas Ehlert erwischte einen „Sahnetag“. „Toll was die Fünf an diesem Abend geleistet haben“, war auch Trainer Fink nach dem Spiel hochzufrieden. Die letzten zehn Minuten waren dann der Knackpunkt gegen die Gastgeber. Zuerst reagierte Seide bei einer Doppelchance hervorragend (80.), dann setzte sich der eingewechselte Leon Höhndorf auf rechts schön durch und Nico Billep (84.) netzte ein – die Entscheidung. Der MSV musste nun aufmachen, doch die Ankercrew konterte ausgesprochen clever. Als drei Minuten später ein Schuss von Billep geklärt wurde, aber direkt vor die Füße von Levetzow sprang, hatte dieser keine Mühen seinen fünften Verbandsligatreffer für die Hansestädter zu erzielen.

Mit Glück und Cleverness

„Am letzten Spieltag hatten wir das Pech auf unserer Seite und zwei Zähler eingebüßt. Diesmal waren wir cleverer, hatten aber auch Glück. Jetzt werden wir den Sieg feiern, uns dann aber auf das schwere Heimspiel am nächsten Samstag gegen den FC Schönberg 95 konzentrieren“, so Fink.

Niederlage für MSV-Coach zu hoch

„Die schnelle Führung hat Wismar natürlich in die Karten gespielt. Aber wir hatten genügend Möglichkeiten, die Partie für uns zu entscheiden. Am Ende war der FC Anker dann cleverer. Eine zu hohe Niederlage“, so MSV-Coach Lange.

Spitzenreiter!

Durch diesen Auswärtssieg und durch die Ergebnisse vom Sonnabend springt der FC Anker Wismar an die Tabellenspitze der Verbandsliga. Da der bisherige Spitzenreiter FSV Ueckermünde sein Heimspiel gegen den SV Pastow mit 1:2 verlor und auch der Tabellenzweite aus Penzlin sein Heimspiel gegen den FSV Bentwisch mit 2:4 verlor, bleiben die Kicker von Fink an der Spitze.

Statistik

Malchower SV: Kühn – Frehse (13. Galow), Mellmann, Bartelt, Mat. Buchholz (90.+2. Leonhardt), Grotian, Rath, Max Buchholz, Groth, – Täge, Telschow (87. Adamski). Trainer: Sven Lange.

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AOK

FC Anker Wismar: Seide – Ottenbreit, Bode, Ehlert, Rodrigues – Grotkopp, Billep – Meyer, Nehls (58. Levetzow), Kambs (79. Höhndorf) – Scheel (46. Baaske ).  Trainer: Matthias Fink.

Tore: 0:1 (2.) Patrick Nehls, 0:2 (84.) Nico Billep, 0:3 (87.) Tony Levetzow.

Schiedsrichter: Hannes Kusch (Schwerin)

Zuschauer: 228

Gelbe Karten: Mellmann (2), Mat. Buchholz (1), Max Buchholz (1) – Bode (2), Grotkopp (1), Höhndorf (1).

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