
Lübeck – Am Dienstagabend startete die Pokalsaison in der Hansestadt. Im Kreispokal Lübeck stand das Sechzehntelfinale an, bei dem bereits einige Favoriten gefordert waren. Diese spielten gegen klare Außenseiter, sodass es deutliche Angelegenheiten gab. Doch auch ein Kreisliga-Duell wurde ausgetragen, in dem es spannend bis zum Schluss war. Das Highlight der Runde war allerdings sicherlich das Duell zwischen dem Türkischen SV und Eichholzer SV, in dem Letzterer als Titelverteidiger mit 1:8 verlor. Der SC Rapid Lübeck zog nach einem Nichtantritt des SV Olympia Bad Schwartau kampflos in die nächste Runde ein.
Roter Stern Lübeck – FC Dornbreite 0:13 (0:9)
Für den Vorjahresfinalisten FC Dornbreite Lübeck begann die neue Pflichtspielsaison am Dienstagabend auf dem Kunstrasenplatz am Buniamshof. Mit Roter Stern Lübeck wartete ein B-Klassist auf den Landesligisten. Dieser rüstete nach einer enttäuschenden Saison zuletzt auf und verstärkte sich nicht nur auf der Trainerbank namhaft. Coach Denny Skwierczynski sowie Sören Warnick und Henning Meins setzten auf die drei Top-Verstärkungen Jannik Edler, Henrik Sirmais und Julian Albrecht in der ersten Elf. Auf den Underdog wartete somit eine echte Mammutaufgabe. Bereits früh sollte die Partie entschieden sein, denn Dornbreite legte bereits früh vor. Gianluca Messina (3./7.) schnürte den Doppelpack und auch Sirmais (15.) und Albrecht (18.) trafen, sodass es nach nicht einmal 20 Minuten bereits 4:0 stand. Der Landesligist spielte sich in Durchgang eins in einen Rausch und erhöhte durch zwei Edler-Treffer (21./24.) sowie weitere drei Tore von Messina (42./43./44.) bereits zur Pause auf 9:0. Es war also bereits nach 45 Minuten klar, dass es ein Kantersieg werden sollte, denn die Heimelf konnte dem starken FCD um Fünferpacker Messina nichts entgegensetzen. Zur Pause wechselte das Trainerteam mehrfach, doch die Gäste blieben überlegen und torhungrig. Albrecht (58./90.), Simon Leu (83.) und der junge Tyler Stadler (89.) machten den 13:0-Auswärtssieg perfekt. Sascha Strehlau sagt zum Sieg im ersten Pflichtspiel: „Wir sind mit dem heutigen Auftritt zufrieden. Haben Ball und Gegner laufen lassen und gerade in der 1. Halbzeit schöne Tore erzielt. Unter dem Strich sind wir souverän in die nächste Runde eingezogen. Vielen Dank an den Roten Stern für die faire Partie.“ Man schoss sich für die Liga warm, doch diese beginnt für Dornbreite aufgrund einer Verlegung der Partie gegen den Türkischen SV erst am Mittwochabend in Pansdorf.
ATSV Stockelsdorf – Lübeck 1876 2:1 (0:0)
Im Duell der Kreisligisten sollte es ein enges Duell werden. Der ATSV Stockelsdorf empfing Lübeck 1876 und für beide Teams war dieser Sommer von Veränderungen geprägt. Daher war klar, dass beide Mannschaften noch nicht komplett bei einhundert Prozent waren. Es dauerte bis in den zweiten Durchgang, bis der erste Treffer des Tages fiel. Neuzugang Aziz Nikzad (56.) traf nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung zur Führung des ATSV. Acht Minuten später glich Eren Yüksel (64.) allerdings aus. Es entwickelte sich ein Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, doch der entscheidende Treffer fiel für die Heimmannschaft. Mika Wilke (71.), ebenfalls ein Joker, erzielte das 2:1 und sicherte der Mannschaft von Yannik Biemann den Einzug ins Achtelfinale.
TSV Siems – SV Azadi Lübeck 0:15 (0:5)
Der C-Klassist TSV Siems bekam in der ersten Runde des Kreispokals Lübeck ein echtes Hammerlos. Mit dem SV Azadi Lübeck kam nicht nur der Pokalsieger von 2025, sondern auch Verbandsligameister und Mitfavorit der Landesliga Holstein. Es sollte also eine nahezu unlösbare Aufgabe für den klaren Außenseiter werden, doch der Pokal schreibt bekanntlich seine eigenen Gesetze. An diesem Abend allerdings nicht, denn Azadi wurde der Favoritenrolle gerecht. Dabei mühte sich die Mannschaft vom Koggenweg durchaus im ersten Durchgang. Sami Yussef (15.) erzielte nach einer Viertelstunde den Dosenöffner zum 1:0. Anschließend waren es drei Treffer binnen fünf Minuten durch Marcel Nagel (29.), Yasin El Gafsi (32.) und Sahid Wahab (34.). Nagel (42.) schnürte noch vor der Pause den Doppelpack zum 5:0. Im zweiten Durchgang sollte das Tempo allerdings deutlich erhöht werden, sodass es eine noch deutlichere Angelegenheit wurde. Vor allem Evgenij Bieche, der aus Eichede kam, sollte von der Abwehr des TSV Siems nicht gestoppt werden. Vier Treffer erzielte er (50./73./82./88.) und hatte damit einen großen Anteil daran, dass es am Ende einen 15:0-Sieg gab. Zudem trafen auch Wahab (54.), Patrick Boy (67.), Mevan Mustafa (67./84.) sowie Trainer Niwar Jasim (89.) zum Schlusspunkt. Dieser sagte nach dem Spiel zum Sieg seiner Mannschaft: „Das Kreispokalspiel beim TSV Siems haben wir erfolgreich bestritten und unsere Pflichtaufgabe erfüllt, wir sind eine Runde weiter. Wir haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert und uns zahlreiche gute Chancen herausgespielt, auch wenn wir diese nicht immer konsequent genutzt haben. Jetzt gilt der volle Fokus dem kommenden Samstag. Dort geht es auswärts in den Ligastart, und wir wollen dort direkt das Beste herausholen. Insgesamt war es ein sehr faires Spiel von Siems.“
TSV Dänischburg – SC Buntekuh 7:6 n.E. (2:2/2:2)
Am Mittwochabend kam es zum Aufeinandertreffen zweier B-Klassisten. Der TSV Dänischburg empfing dabei den SC Buntekuh. Es sollte ein spannendes Duell werden, in dem die Heimmannschaft nach bereits 22 Minuten durch Doppelpacker Jan-Werner Volkmann (20./22.) führte. Doch noch vor der Pause sollte Buntekuh zurückkommen und in Person von Pascal Lorusso (37.) und Marc Storm (40.) binnen weniger Minuten ausgleichen. Im zweiten Durchgang wollte keine Mannschaft unnötiges Risiko eingehen, sodass der Sieger im Elfmeterschießen ermittelt werden sollte. Dort war es Dänischburg, das sich letztlich mit 7:6 durchsetzte. Somit buchte der TSV das Achtelfinalticket.










