FC Schönberg 95 erledigt Pflichtaufgabe – Gomig findet Haar in der Suppe

Drei Tore vor der Pause: Schönberg gewinnt, aber nicht ohne Kritik

Schönberger Jubel: v.l. Denis Godknecht, Salyvan Schmidt Marco Bode und Jannes Kanzog. Archivfoto: Jens Upahl
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Schönberg – Drei Punkte eingefahren, in der Tabelle geklettert, aber nicht restlos zufrieden: Der FC Schönberg 95 hat sein Heimspiel in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern gegen den FC Förderkader René Schneider mit 3:1 (3:0) gewonnen. Vor 150 Zuschauern im Palmberg-Stadion sorgten Denis Godknecht mit einem Doppelpack und Daniel Wobig bereits vor der Pause für klare Verhältnisse. Nach dem Seitenwechsel ließen die Maurine-Kicker allerdings deutlich nach. Sportlicher Leiter Andreas Gomig sprach anschließend von einem Pflichtsieg und fand trotz des Erfolgs kritische Worte.

Schönberg legt vor der Pause den Grundstein

Nach einer zunächst ruhigen Anfangsphase übernahm der FC 95 zunehmend die Initiative. In der elften Minute kam Denis Godknecht nach einer Vorarbeit von Till Breitkreutz zum Abschluss, traf den Ball allerdings nicht richtig. Zwei Minuten später landete eine Kombination über Salyvan Schmidt und Daniel Halke bei Breitkreutz, dessen Kopfball der Gästetorhüter parierte.

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Nach einer Viertelstunde war der Bann gebrochen. Über die linke Seite spielten sich die Schönberger nach vorne. Breitkreutz brachte den Ball scharf in den Strafraum, wo Godknecht zur Stelle war und zum 1:0 traf.

Die Führung gab den Gastgebern zusätzlichen Schwung. Gleich mehrere Nordwestmecklenburger versuchten sich am zweiten Treffer. Unter anderem traf Schmidt mit einem wuchtigen Abschluss die Latte. Auf der Gegenseite meldeten sich die Gäste durch Florian Ahrens (26.), dessen Schuss knapp am Tor vorbeiging.

Auch Joshua Pekrun (33.) hatte eine gute Gelegenheit. Nach einem sehenswerten Zuspiel von Halke über die Abwehr hinweg setzte er seinen Lupfer knapp neben das Tor.

Doppelschlag bringt klare Führung

Daniel Wobig (35.) erhöhte auf 2:0. Nach einem Doppelpass mit Godknecht nahm der Mittelfeldspieler den Ball stark mit und ließ dem Gästetorhüter keine Chance.

Nur zwei Minuten später verpasste Nick Heymann die nächste gute Gelegenheit, als sein Versuch, den Torhüter zu überlupfen, nicht gelang.

Besser machte es erneut Godknecht (39.). Halke brachte den Ball an den zweiten Pfosten. Godknecht verarbeitete das Zuspiel und drückte den Ball zum 3:0 über die Linie. Heymann wurde im offiziellen Spielverlauf als Vorlagengeber geführt.

Kurz vor der Pause wurde ein weiterer Schönberger Angriff wegen Abseits zurückgepfiffen. Mit einer verdienten 3:0-Führung ging es in die Kabinen.

Nach der Pause lässt Schönberg nach

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs blieben die Maurine-Kicker zunächst aktiv. Till Breitkreutz (51., 57.) hatte gleich zwei Möglichkeiten, setzte seine Abschlüsse jedoch über beziehungsweise neben das Tor. Auch ein Freistoß von Heymann verfehlte nach einer Stunde knapp das Ziel.

Danach verloren die Gastgeber zunehmend an Tempo. Dann wurde es vor dem Schönberger Tor gefährlich: Nach einer Aktion von Pfalzgraf klärte Luca Thiel (66.) für den bereits geschlagenen Torhüter Dankert auf der Linie.

Die Partie verflachte anschließend etwas. Schönberg blieb zwar bemüht, konnte aber nicht mehr an die Offensivleistung der ersten Halbzeit anknüpfen.

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Sieben Minuten vor dem Ende gelang den Gästen schließlich der Ehrentreffer. Nach einem Ballverlust von Heymann im Spielaufbau nutzte Bjarne Böhm die Gelegenheit und überwand Dankert zum 1:3 für die Rostocker.

Schönberg brachte den Vorsprung über die Zeit und feierte den dritten Saisonsieg.

Gomig: „Wir haben das Notwendigste gemacht“

Gomig, Sportlicher Leiter der Maurine-Kicker, ordnete den Erfolg gegenüber HL-SPORTS kritisch ein: „Ich glaube, man kann das Ganze als Pflichtsieg verbuchen. Wir haben heute – ohne dem Gegner zu nahe treten zu wollen – das Notwendigste gemacht. Wir haben in der ersten Halbzeit eine solide Partie abgeliefert, völlig verdient mit 3:0 geführt und dann nach dem Seitenwechsel die Zügel ehrlicherweise ein bisschen schleifen lassen. Wir haben das Ganze nur noch verwaltet und förmlich um den Gegentreffer gebettelt. Nichtsdestotrotz merkt man, dass unsere Ansprüche durch die überzeugenden Leistungen der letzten Wochen – gerade bei Heimspielen – etwas gestiegen sind. Es war heute nicht so ansehnlich wie in den vergangenen Wochen, aber wir müssen die drei Punkte trotzdem mitnehmen und damit zufrieden sein. Wir wissen, dass nicht alles so gelaufen ist, wie wir uns das vorgestellt haben. Das werden wir intern besprechen und daraus die richtigen Schlüsse ziehen, damit wir nächste Woche Freitag bei unserem Heimspiel gegen den SV Pastow – wo eine sehr, sehr große Aufgabe auf uns wartet – gut gerüstet sind. Nichtsdestotrotz haben wir heute wieder einen Heimsieg gefeiert und können mit dem Ergebnis zufrieden sein.“

Schönberg klettert auf Platz sieben

Durch den Heimerfolg verbesserte sich der FC Schönberg 95 auf den siebten Tabellenplatz. Nach sechs Spielen stehen zehn Punkte und ein Torverhältnis von 16:10 zu Buche.

Bereits am kommenden Freitag wartet die nächste Heimaufgabe. Dann empfängt Schönberg den Tabellenzweiten SV Pastow, der am Wochenende den Penzliner SV mit 5:1 besiegte. Die Gäste haben nach sieben Spielen 16 Punkte auf dem Konto.

Der 7. Spieltag (16. – 18. Oktober)

Greifswalder FC II – Doberaner FC 3:0
Dynamo Schwerin – Bentwisch 4:3
Neubrandenburg – Warnemünde 6:0
Pastow – Penzlin 5:1
Rostocker FC – Malchow 2:2
Hafen Rostock – Kühlungsborn 1:2
Schönberg – FC Förderkader 3:1
Bergen – Pampow 0:3

Die Tabelle

Pl.MannschaftSp.Diff.Pkt.
1.Neubrandenburg7+2219
2.Pastow7+1816
3.Malchow7+1012
4.Pampow6+212
5.Schwerin6012
6.Penzlin6+211
7.Schönberg6+610
8.Kühlungsborn7-410
9.Greifswald II6+58
10.Warnemünde6-18
11.Bentwisch7-27
12.Hafen Rostock6-146
13.Rostocker FC6-65
14.Bergen6-75
15.Doberan7-143
16.Förderkader6-170

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Bildquellen

  • Schönberg: Jens Upahl
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