Paul Raffel (FC Anker Wismar) jubelt mit Interimstrainer Danny Pommerenke nach dem 2:0. Foto: Lobeca/Andreas Knothe

Schönberg/Wismar – Der FC Schönberg 95 und der FC Anker Wismar gestalteten am Sonnabend den Start in die neue Verbandsliga-Saison überaus erfolgreich. Die Maurine-Kicker gewannen beim starken Aufsteiger Dynamo Schwerin und Anker freute sich über drei Auswärtszähler beim FSV Bentwisch.

Reuter trifft doppelt

Der 2:1-Sieg für den FC Schönberg 95 war objektiv als sehr glücklich zu bezeichnen. Alleine in den ersten 20 Minuten der Partie machten die Hausherren richtig Dampf und die schnellen Außenstürmer Friauf und Pataman nebst Sturmtank Johannes Ernst setzten der Schönberger Deckung mächtig zu. Bei den Maurinekickern rückte Routinier Dennis Wehrendt anstelle des kurzfristig erkrankten Daniel Halke neben Marvin Miltzow in die Innenverteidigung, zusammen mit Youngster Jannis Kanzog und Erik Schameitke auf den Außenverteidigerpositionen hatte man Einiges zu tun. Insbesondere Torhüter Przemyslaw Szymura zeigte mehrfach sein Können und trieb die Dynamos mit einigen Paraden zur Verzweiflung.

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Mitte der 1. Halbzeit konnten die Schönberger sich befreien und sich – angetrieben von den emsigen Marcel Nagel, Simon Leu oder auch Andy Gomig – erste Chancen erarbeiten. Nachdem Neuzugang Jelto Reuter zunächst frei vor dem Tor vergab (der Ball strich am linken Pfosten vorbei), machte er es in der 35. Minute besser und brachte die Schönberger mit 1:0 in Führung. Für die Schweriner war es ein sichtbarer Wirkungstreffer und die Schönberger erarbeiteten sich ein optisches Übergewicht.

Nach der Halbzeit das gleiche Bild – Dynamo versuchte viel, allerdings ohne den letzten Zug. Der FC 95 konterte und nach herrlicher Vorarbeit von Gomig markierte erneut der starke Reuter das 2:0. Dynamo warf nun alles nach vorne und kam – angetrieben von über 400 Zuschauern – in der 65. Spielminute zum hochverdienten Anschlusstreffer. Während der anschließenden Abwehrschlacht ließ der FC die Dynamo-Bemühungen allerdings ins Leere laufen und nahm letztlich drei glückliche Punkte mit an die Maurine.

Sportchef Sven Wittfot freute sich über den Sieg, sprach allerdings auch von sehr glücklichen drei Punkten und lobte die starke Schweriner Mannschaft ausdrücklich. Am kommenden Sonntag empfangen die Maurine-Kicker den FSV Bentwisch zum ersten Heimspiel der neuen Saison.

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Jelto Reuter und Andreas Gomig vom FC Schönberg 95 jubeln. Archivfoto: Jens Upahl

Anker-Interimstrainer mit optimalem Einstand

Duplizität der Ereignisse: Am 31. Oktober des vergangenen Jahres bestritt der FC Anker Wismar sein letztes Punktspiel gegen den Penzliner SV (4:2). Am Sonnabend, 287 Tage später, standen die Hansestädter beim ersten Punktspiel der neuen Saison auf dem Rasen und gewannen erneut mit 4:2, diesmal beim engagierten und spielstarken Aufsteiger FSV Bentwisch.

Trotz des kurzfristigen Trainerwechsels unmittelbar vor dem Wochenende siegte die Ankercrew bei den Randrostockern verdient. Nachdem Ivanir Rodrigues mit einem Freistoß (2.) und Paul Raffel mit einem Kopfball (4.) noch gescheitert waren, gingen die Gäste dann innerhalb von sechs Minuten durch Johannes Plawan (12.) und Raffel (18.) mit 2:0 in Führung. Dann kamen die Hausherren besser ins Spiel und markierten kurz vor dem Seitenwechsel noch den Anschlusstreffer. „Das passte eigentlich nicht ins Konzept, mit einer 2:0-Führung hätten wir die 2. Halbzeit besser in Angriff nehmen können“, so Mannschaftskapitän Marco Bode.

Nach dem Seitenwechsel ging es weiter auf und ab. Nach dem 3:1 für die Gäste durch einen Treffer von Dennis Martens nach einem Eckball, schlugen die Hausherren noch einmal zurück. Sie nutzten eine Unaufmerksamkeit in der Wismarer Hintermannschaft zum erneuten Anschluss. Leon Höhndorf wurde dann der Joker der Ankerelf, denn nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung erzielte er den Treffer zum 4:2 für die Hansestädter (72.). Danach bestimmten die Gäste die Partie weiter und hätten bei etwas mehr Konzentration noch höher gewinnen können.

„Mein Team hat sich trotz der Querelen der letzten Tagen nicht verunsichern lassen und eine gute Partie geboten. An diese Leistung müssen wir auch in den nächsten Spielen anknüpfen“, so Interimstrainer Danny Pommerenke. Ob er in den nächsten Wochen weiterhin an der Linie stehen wird ist noch offen. Am kommenden Sonnabend gastiert um 14 Uhr der SV Pastow im Kurt-Bürger-Stadion.

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