
Schwerin – Zugucken im Landespokal und selbst dafür im Punktspieleinsatz. Der FC Schönberg 95 hätte so schön im Viertelfinale stehen können, doch die Maurine-Kicker strichen in dieser Saison früh die Segel. Dafür gab man sich beim Tabellenführer der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern FC Mecklenburg Schwerin mit 3:5 (1:2) geschlagen, verkaufte sich dabei über weite Strecken teuer und zeigte vor allem im zweiten Durchgang große Moral.
Bereits vor dem Anpfiff kam es zu einer ungewöhnlichen Verzögerung. Schönbergs Trainer Norbert Somodi erklärte gegenüber HL-SPORTS: „Erstmal wurde 20 Minuten später angepfiffen. Das Flutlicht war defekt. Wir mussten es dann reparieren bzw. haben es dann geschafft, die Sicherung wieder reinzubringen.“
Starker Start – Führung durch Heymann
Unbeeindruckt davon starteten die Gäste konzentriert in die Partie. „Wir waren trotzdem von der ersten Minute an da, haben wirklich das komplett umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, so Somodi. Mit aggressivem Pressing und klarer Zuordnung im Mittelfeld brachte Schönberg den Favoriten zunächst aus dem Rhythmus. Die Folge war die verdiente Führung: Nick Heymann (10.) traf nach einem langen Ball hinter die Kette sehenswert zum 1:0. „Super Tor“, lobte Somodi sein Team bei HL-SPORTS.
Schwerin dreht das Ergebnis
Im Anschluss entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, ehe die Schweriner nach einem Eckball zum Ausgleich kamen. „Sehr unglücklich, weil davor ein Foul entstanden ist, kann man gut auf dem Video sehen. Ist jetzt leider so, damit müssen wir leben“, sagte der Schönberger Coach. Mit dem 1:1 kippte das Momentum zugunsten der Gastgeber, die ihre Qualität ausspielten und noch vor der Pause auf 2:1 stellten.
Effektive Gastgeber bestrafen Fehler
Nach dem Seitenwechsel blieb Schönberg zunächst im Spiel, doch individuelle Fehler wurden eiskalt bestraft. „Dann bekommen wir zwei Tore, 3:1 und 4:1, durch individuelle Fehler von uns, was man wirklich sagen kann, die sie effektiv mega ausgenutzt haben“, erklärte Somodi.Zwischenzeitlich lag der Außenseiter deutlich zurück, gab sich aber nicht auf.
Moral bewiesen – Comeback bleibt unvollendet
Schönberg kämpfte sich zurück: Nick Heymann (74.) mit seinem zweiten Treffer sowie Till Breitkreutz (93) brachten die Gäste noch einmal heran. „Man sieht einfach, dass die Mannschaft zusammenhält, dass sie nicht aufgibt“, betonte Somodi. In der Schlussphase war sogar noch mehr möglich: „Dann waren noch fünf Minuten zu spielen, wir hatten wirklich die Möglichkeit zum 4:4.“ Stattdessen entschied der FCM die Partie mit einem abgefälschten Konter in der Nachspielzeit zum 5:3.
Trotz Niederlage positives Fazit
Trotz der Niederlage zog Somodi ein insgesamt positives Fazit: „An sich vom Ergebnis sehr enttäuschend, aber von der Leistung her, vom Engagement her einfach ein dickes Lob an die Mannschaft.“ Und weiter: „Auch wenn es leider eine Niederlage ist, wir können als Mannschaft wirklich stolz sein, wie wir uns dort präsentiert haben.“
Jetzt haben die Nordwestmecklenburger erst einmal bis nach Ostern frei und empfängt danach den FSV Bentwisch. Der erwischte im Pokal beim SV Pastow einen schwarzen Tag und verlor 1:5. Auch der nächste Verbandsligist FC Förderkader Rene Schneider hatte im Cup das Nachsehen – 0:4 gegen den FC Anker Wismar. Am heutigen Sonnabend (28.3.) kommt es zur Begegnung zwischen 1. FC Neubrandenburg gegen F.C. Hansa Rostock. Am Sonntag treffen TSG Neustrelitz und Greifswalder FC aufeinander.
Bildquellen
- Heymann: Jens Upahl
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