
Hamburg – Englische Woche am Millerntor: Bereits am Dienstagabend empfängt der FC St. Pauli RB Leipzig zur Nachholpartie des 16. Spieltags. Nach dem ereignisarmen Stadtderby richtet Cheftrainer Alexander Blessin den Blick nach vorne und fordert eine klare Leistungssteigerung.
Coach will mehr sehen
Das torlose Unentschieden gegen den Stadtrivalen hat beim Trainerteam sichtbare Spuren hinterlassen. „Wir haben uns im Derby nicht mit Ruhm bekleckert. Es war schon ein langweiliges Spiel“, sagte Blessin offen. Beide Mannschaften seien zu sehr darauf bedacht gewesen, „partout nicht zu verlieren“. Zwar stehe am Ende ein Punkt, zufriedenstellend sei die Leistung jedoch nicht gewesen. „Wir waren nicht zufrieden, deswegen wollen wir es gegen Leipzig besser machen.“
Anderer Gegner, anderes Spiel
Gegen den kommenden Gegner erwartet Blessin eine andere, intensivere Aufgabe. „Uns erwartet eine gute Mannschaft. Leipzig hatte vor der Winterpause ein paar Probleme, ist jetzt aber wieder gut gestartet“, erklärte der 51-Jährige. Besonders das Tempo und das Umschaltspiel der Sachsen hob er hervor: „Sie haben viele schnelle Spieler. Da werden wir einiges zu tun haben.“ Gleichzeitig verwies Blessin auf die jüngere Vergangenheit: In der Vorsaison habe St. Pauli gegen Leipzig „gute Leistungen gezeigt und auch gepunktet“.
Kein Druck auf St. Pauli?
Auffällig ist, dass sich St. Pauli zuletzt gegen nominell stärkere Teams leichter tat. Blessin sieht darin auch eine mentale Komponente: „Vielleicht ist es der Gedanke, dass man gegen solche Mannschaften nur gewinnen kann.“ Dennoch sei klar, was es brauche: „Wir müssen an unsere 100 Prozent kommen, um etwas zu holen. Das ist aber auch möglich.“ Trotz erwarteter Leipziger Ballbesitzphasen traut er seiner Mannschaft eigene Spielanteile zu: „Dass wir auch selber gute Phasen mit Ball haben können, haben die Spiele gegen Dortmund, Leverkusen oder Bayern gezeigt.“
„Jungs sind in der Bringschuld“
Am Millerntor setzt Blessin zudem auf den Rückhalt der eigenen Fans. „Auch wenn die Ergebnisse nicht stimmen, denke ich, dass wir eine heimstarke Mannschaft sind“, sagte er – und stellte klar: „Die Jungs sollen wissen, dass sie in der Bringschuld sind, was unsere Fans anbelangt.“ Personell gibt es zumindest leichte Entspannung. Neuzugang Mathias Rasmussen sei „definitiv eine Option für morgen“. Blessin lobte dessen Flexibilität, Spielintelligenz und Ballsicherheit. „Er bewegt sich sehr gut im Raum, hat ein tolles Auge und generiert auch im Spiel gegen den Ball Ballgewinne.“ Nach zwei Trainingseinheiten stehe einem Kaderplatz nichts im Wege.1. FC Bayern München 19 72 : 16 50 2. Borussia Dortmund 19 38 : 17 42 3. TSG Hoffenheim 18 38 : 22 36 4. VfB Stuttgart 19 36 : 26 36 5. RB Leipzig 18 36 : 24 35 6. Bayer 04 Leverkusen 18 35 : 25 32 7. Sport-Club Freiburg 19 31 : 32 27 8. Eintracht Frankfurt 19 39 : 42 27 9. 1. FC Union Berlin 19 24 : 30 24 10. 1. FC Köln 19 28 : 32 20 11. Borussia Mönchengladbach 19 23 : 32 20 12. VfL Wolfsburg 19 28 : 41 19 13. FC Augsburg 19 22 : 36 19 14. Hamburger SV 18 17 : 27 18 15. SV Werder Bremen 18 21 : 35 18 16. 1. FSV Mainz 05 19 21 : 32 15 17. FC St. Pauli 18 16 : 31 13 18. 1. FC Heidenheim 1846 19 17 : 42 13
Bildquellen
- Blessin: Lobeca/Max Krause
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