FC St. Pauli gleicht zweimal aus – trotzdem weiter ohne Sieg

Ceesay rettet einen Punkt in Bielefeld

Abdoulie Ceesay (FC St. Pauli). Foto: Lobeca/Henning Rohlfs
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Bielefeld – Der FC St. Pauli hat am Freitagabend in der 2. Bundesliga erneut einen Sieg verpasst. Bei Arminia Bielefeld kamen die Kiezkicker trotz zweimaligem Rückstand zu einem 2:2. Hara und Ceesay trafen für die Mannschaft von Trainer Rapp, die damit auch nach dem vierten Spieltag weiter auf den ersten Saisonsieg wartet.

Die 1. Halbzeit: Patzer bringt St. Pauli in Rückstand

Rapp vertraute nach dem 1:2 gegen Kaiserslautern derselben Startelf. Die Hamburger kamen ordentlich in die Partie und hatten durch Smith (11.) die erste gute Annäherung. Zwei Minuten später folgte jedoch die kalte Dusche. Nach einem Abschlag von Kersken rutschte der Ball auf dem nassen Untergrund bei Nemeth durch. Jannik Rochelt (13.) war frei durch und hob die Kugel zum 1:0 für Bielefeld ins Tor. St. Pauli antwortete in der 20. Minute. Ausgerechnet Nemeth eroberte nach einem Ballverlust von Grodowski die Kugel und schickte Taichi Hara steil. Der Japaner blieb vor Kersken ruhig und schob flach zum 1:1 ein. Danach entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Kurz vor der Pause traf Mehlem zwar für Bielefeld, doch der Treffer zählte wegen eines Offensivfouls von Momuluh nicht. Mit dem 1:1 ging es in die Kabinen.

Nach der Pause: Bielefeld startet stärker

St. Pauli wechselte zur Pause doppelt. Ceesay und Metcalfe kamen für Hrgota und Kaars. Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten allerdings die Gastgeber. Bielefeld presste früh und ging kurz nach Wiederanpfiff erneut in Führung. Nach einem Freistoß von Rochelt gelangte der Ball zu Joel Grodowski (51.), dessen Abschluss noch leicht von Rasmussen abgefälscht wurde und zum 2:1 im Netz landete. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt verdient, weil die Arminia deutlich aktiver aus der Kabine gekommen war. St. Pauli brauchte einige Minuten, fand anschließend aber wieder besser ins Spiel. In der 65. Minute gelang der erneute Ausgleich. Rasmussen schickte Arkadiusz Pyrka auf der rechten Seite, dessen scharfe Hereingabe Abdoulie Ceesay aus wenigen Metern mit der Hacke zum 2:2 verwertete. Danach wurden die Hamburger wieder stärker und suchten auch den dritten Treffer. Bielefeld nahm nach der erneuten Führung zuvor etwas Tempo aus der Partie und wurde zunehmend passiver. In der Schlussphase blieben die ganz großen Möglichkeiten auf beiden Seiten aus. Metcalfe (87.) prüfte Kersken noch einmal aus der Distanz, ohne den Bielefelder Torhüter ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Am Ende blieb es beim 2:2. St. Pauli glich damit zwar zweimal einen Rückstand aus, muss aber weiter auf den ersten Sieg der Saison warten.

Die Trainerstimme: „Die Gegentore bekommen wir wieder zu einfach“

St. Pauli-Cheftrainer Marcel Rapp danach auf der Pressekonferenz: „Wir fangen sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit bescheiden an und rennen einem Rückstand hinterher. Wir hatten eine gute Spielkontrolle, aus der haben wir aber zu wenige Chancen kreiert. Es ist eine Aufgabe für die kommenden Wochen, dass wir torgefährlicher werden müssen. Die Jungs haben alles gegeben, die Gegentore bekommen wir wieder zu einfach.

Bielefeld hatte im gesamten Spiel nicht so viele Chancen. Das 0:1 fällt nach einem langen Ball durch einen individuellen Fehler und das 0:2 nach einer Standardsituation. Defensiv war es nicht schlecht und trotzdem kassieren wir zwei Tore. Wir können mitnehmen, dass wir eine gute Energie in der Mannschaft haben. Es war ein leistungsgerechtes Unentschieden und ein verdienter Punkt für uns. Nächste Woche geht‘s gegen Wolfsburg, das wird ein Brett. Wir spielen zuhause am Millerntor und sind in der Lage, sie zu schlagen.“

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Die Braun-Weißen verbesserten sich vorerst auf Rang zwölf, haben nun drei Punkte nach drei Spielen. Auch Hannover und Karlsruhe trennten sich zum Start des 3. Spieltages 2:2-Unenteschieden.

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