
Hamburg – Dass Vieles zusammenlaufen muss, damit der FC St. Pauli gegen den FC Bayern München punktet, war vor dem Topspiel der Bundesliga bereits klar. Obwohl der Rekordmeister zwischen zwei Spielen gegen Real Madrid ans Millerntor mussten, fuhren sie keinen Gang zurück. Die Klatsche gegen den FCB könnte ein Dämpfer sein und die Köpfe für den Endspurt in den Sand stecken. Sie könnte aber auch zum richtigen Zeitpunkt gekommen sein, frei nach dem Motto: Lieber einmal 0:5 (0:1), als fünfmal 0:1.
Die 1. Hälfte: Viel Arbeit gegen dominante Münchner
Für den FC St. Pauli war gegen den FC Bayern München von Beginn an Schwerstarbeit angesagt. Die Gäste übernahmen früh die Kontrolle und gingen bereits in der 9. Minute durch Jamal Musiala in Führung. St. Pauli hatte große Probleme, sich aus dem hohen Pressing der Bayern zu befreien, verteidigte aber mit viel Einsatz und hielt die Partie zunächst offen. Ein abgefälschter Schuss von Jackson an die Latte sowie ein weiterer Abschluss von Olise hätten früh für eine höhere Führung sorgen können. Dennoch bot sich den Kiezkickern die große Chance auf den Ausgleich, doch Kim klärte entscheidend gegen Pereira Lage (30.). So ging es mit einem knappen 0:1 in die Pause – ein Ergebnis, das für St. Pauli durchaus Hoffnung ließ.
Nach der Pause: Bayern nutzt Fehler eiskalt aus
Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie jedoch endgültig. Innerhalb weniger Minuten zog Bayern davon: Leon Goretzka (53.) erhöhte auf 2:0, direkt im Anschluss legte Michael Olise (54.) nach. Goretzkas Tor war übrigens das 102. Tor in dieser Bundesliga-Saison für die Bayern – ein neuer Rekord. St. Pauli verlor in dieser Phase den Zugriff und musste zunehmend dem Tempo und der Effizienz des Rekordmeisters Tribut zollen. In der Folge versuchten die Kiezkicker vor allem, weiteren Schaden zu begrenzen, leisteten sich jedoch in der Defensive entscheidende Fehler, die konsequent bestraft wurden. Weitere Treffer durch Jackson (65.) und Guerreiro (89.) sorgten für den deutlichen 0:5-Endstand. Trotz engagierter erster Hälfte blieb am Ende die Erkenntnis, dass individuelle Fehler und die enorme Qualität der Bayern an diesem Tag zu groß waren.
Der 29. Spieltag (10.-12.4.)
Augsburg – Hoffenheim 2:2
Dortmund – Leverkusen 0:1
Leipzig – Mönchengladbach 1:0
Wolfsburg – Frankfurt 1:2
Heidenheim – Berlin 3:1
St. Pauli – München 0:5
Köln – Bremen (15.30 Uhr)
Stuttgart – Hamburg (17.30 Uhr)
Mainz – Freiburg (19.30 Uhr)
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