FC St. Pauli: Pokalpleite abschütteln, VfB ärgern

Nächstes Brett für Kiezkicker

Dr. Florian Exner(Schiedsrichter) kümmert sich um den verletzten Jamie Leweling (VfB Stuttgart). Foto: Lobeca/Andreas Hannig

Hamburg – Am kommenden Sonnabend um 15.30 Uhr setzt der FC St. Pauli seine Bundesliga-Saison mit dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart fort. Gespielt wird am Millerntor, die Ausgangslage ist klar: Beide Teams brauchen Punkte, die Voraussetzungen könnten unterschiedlicher kaum sein.

Blessin ordnet die Lage ein

Vor der Partie hat Cheftrainer Alexander Blessin auf der Pressekonferenz Stellung bezogen – zu Personalfragen, zur Stimmungslage und zum kommenden Gegner. Blessin bestätigte, dass Ricky-Jade Jones den Kiezkickern länger fehlen wird. „Ricky hat mit seiner Schnelligkeit Akzente gesetzt und hat es wirklich gut gemacht. Es trifft uns und ihn hart“, sagte der Coach und ergänzte: „Er wird länger ausfallen.“ Auch Hauke Wahl wird gegen Stuttgart wohl noch nicht zur Verfügung stehen, bei Eric Smith bestehe immerhin „eine stille Hoffnung“. In der Offensive reagiert St. Pauli auf die angespannte Personallage und zieht drei Spieler aus der U23 hoch: Romeo Aigbekaen, Max Herrmann und Nick Schmidt. Gleichzeitig lobte Blessin die Leistung von James Sands, der zuletzt im Abwehrzentrum ausgeholfen hatte. „Er ist ein sehr intelligenter Spieler, der die Räume gut erkennt. Das sah sehr gut aus“, so Blessin, der mit der Rückkehr von Adam Dźwigała wieder mehr Optionen in der Defensive hat.

Positive Haltung trotz schwieriger Phase

Trotz sportlich herausfordernder Wochen betonte Blessin seine grundsätzliche Zuversicht. „Bei mir ist das Glas grundsätzlich halb voll. Wenn ich diese Positivität nicht bringe, wer soll sie dann haben?“, erklärte der 51-Jährige. Entscheidend sei das Kollektiv: „Es bringt nichts, auf Einzelne einzuschlagen. Wir können es nur im Kollektiv schaffen.“ Auch wenn die Situation schwierig sei, gebe es „in jedem Spiel die Möglichkeit, den Bock umzustoßen“.

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VfB Lübeck

Respekt vor Stuttgart – und dem Millerntor

Zum VfB Stuttgart sagte Blessin: „Sie reisen mit einer breiten Brust an und stehen zu Recht da oben.“ Besonders Deniz Undav hob er hervor: „In der Box ist er kaltschnäuzig und extrem stark. Ihn über 90 Minuten zu verteidigen, ist wahnsinnig schwer.“ Dennoch sieht Blessin Ansatzpunkte, vor allem gegen die mannorientierte Spielweise der Schwaben. Ein Faktor soll erneut die Atmosphäre am Millerntor werden. „Die Stimmung gegen Leipzig war unglaublich. Das wollen wir am Samstag auch wieder erreichen“, so Blessin. Dann gilt es für St. Pauli, Leistung, Haltung und Unterstützung von den Rängen erneut zusammenzubringen.

Der 21. Spieltag (6.–8.2.2026)

Berlin – Frankfurt (Fr., 20.30 Uhr)
Freiburg – Bremen (Sa., 15.30 Uhr)
Mainz – Augsburg
Wolfsburg – Dortmund
St. Pauli – Stuttgart
Heidenheim – Hamburg
Mönchengladbach – Leverkusen (18.30 Uhr)
Köln – Leipzig (So., 15.30 Uhr)
München – Hoffenheim (17.30 Uhr)

Die Tabelle

1.FC Bayern München2074 : 1851
2.Borussia Dortmund2041 : 1945
3.TSG Hoffenheim2043 : 2342
4.VfB Stuttgart2037 : 2639
5.RB Leipzig2038 : 2736
6.Bayer 04 Leverkusen1938 : 2635
7.Sport-Club Freiburg2031 : 3327
8.Eintracht Frankfurt2040 : 4527
9.1. FC Union Berlin2025 : 3324
10.1. FC Köln2029 : 3223
11.FC Augsburg2024 : 3722
12.Bor. Mönchengladbach2024 : 3321
13.Hamburger SV1919 : 2919
14.VfL Wolfsburg2028 : 4219
15.SV Werder Bremen2022 : 3819
16.1. FSV Mainz 052023 : 3318
17.FC St. Pauli2018 : 3414
18.1. FC Heidenheim 18462019 : 4513

Bildquellen

  • St. Pauli im Duell mit dem VfB Stuttgart: Lobeca/Andreas Hannig
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