
Hamburg – Der FC St. Pauli und Manolis Saliakas gehen künftig getrennte Wege. Der Rechtsverteidiger verlässt den Kiezklub nach vier Jahren und wechselt zu Olympiakos Piräus. Für den Bundesligisten bringt der Transfer neben dem sportlichen Verlust auch eine Millionenablöse ein.
Rückkehr zum Jugendverein
Zuletzt hatten sich die Gerüchte bereits verdichtet, nun herrscht Gewissheit. Saliakas kehrt in seine griechische Heimat zurück und schließt sich Olympiakos Piräus an. Der 29-Jährige hatte beim deutschen Bundesligisten noch einen Vertrag bis zum Sommer 2027, dennoch einigten sich beide Vereine auf einen Wechsel. Medienberichten zufolge soll St. Pauli rund 1,5 Millionen Euro Ablöse erhalten.
Vier erfolgreiche Jahre am Millerntor
Im Sommer 2022 war Saliakas ablösefrei vom PAS Giannina ans Millerntor gewechselt. In insgesamt 120 Pflichtspielen erzielte der Außenverteidiger neun Tore und entwickelte sich zu einer festen Größe auf der rechten Seite. Unvergessen bleibt sein Treffer beim Bundesliga-Heimsieg gegen Holstein Kiel – das erste Tor des FC St. Pauli am Millerntor im Oberhaus nach 13 Jahren.
Sportchef Andreas Bornemann verabschiedete den Griechen mit lobenden Worten: „Wir sind Manos dankbar für seine Leistungen in den vergangenen vier Jahren. Neben dem Platz ist er ein eher zurückhaltender Typ, der auf dem Rasen aber umso leidenschaftlicher mit viel Einsatz und Willen vorweggeht und damit die Fans am Millerntor für sich gewonnen hat.“
Bornemann zeigt Verständnis
Beim FC St. Pauli stößt der Wechselwunsch auf Verständnis. „Dass er die Chance, für seinen früheren Verein international spielen zu können, ergreifen möchte, ist nachvollziehbar“, erklärte Bornemann. Nachdem eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden worden sei, wünsche der Verein Saliakas für seine Zukunft „viel Erfolg und alles Gute“.
Wer übernimmt die rechte Seite?
Sportlich hinterlässt der Grieche eine Lücke. Im System von Trainer Marcel Rapp nehmen die Schienenspieler eine zentrale Rolle ein. Aktuell steht mit Arkadiusz Pyrka nur ein gelernter Spieler für die rechte Außenbahn zur Verfügung. Daher dürfte sich der FC St. Pauli auf dem Transfermarkt zeitnah nach einer weiteren Verstärkung für diese Position umsehen.










