Fehmarn verliert unter Flutlicht – Großenbrode will Heimserie fortsetzen

Cismar empfängt Tabellenvorletzten

Der SV Großenbrode möchte den vierten Heimsieg in Folge. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Eutin – Die Kreisliga Ost geht in den 24. Spieltag und dieser bringt die ein oder andere knifflige Aufgabe für die ostholsteiner Mannschaften mit. Die SG Bösdorf/Malente empfängt die TSG Concordia Schönkirchen, die im neuen Jahr alle Spiele für sich entschied und in richtig guter Form ist. Zudem empfängt Eutin 08 II den VfR Laboe, der vor der Saison noch als Mitfavorit auf den Titel galt, doch hinter seinen Erwartungen blieb. Für die SG Insel Fehmarn soll es gegen die SpVgg Putlos den ersehnten ersten Dreier in 2026 geben, doch für den Gegner ist es die womöglich letzte Chance. Der SC Cismar trifft auf den Tabellenvorletzten und möchte die starke Form fortsetzen.

TSG Concordia Schönkirchen – SG Insel Fehmarn 2:0 (0:0)

Am Mittwochabend trafen zwei Gegensätze aufeinander. Die SG Insel Fehmarn reiste ohne Sieg im neuen Jahr im Gepäck an. Concordia Schönkirchen dagegen gewann die ersten drei Spiele nach der Winterpause. Zur ersten Hälfte sagte Fynn Severin, Co-Trainer der Ostholsteiner: „Es war eine knappe, aber am Ende dann doch verdiente Niederlage. In der ersten Halbzeit haben sich beide Mannschaften neutralisiert. Wir standen hinten gut und Schönkirchen kam viel über lange Bälle, die allerdings schlecht timiert waren auf dem leicht feuchten Kunstrasen, sodass die Bälle immer schneller wurden und ins Toraus gingen, sodass Kevin Heinecke gefühlt 20 Abstöße in der ersten Halbzeit hatte. Wir hatten die erste Chance durch Michal Paluczynski nach Hereingabe von Jesse Lafrentz, aber der Ball wurde etwas zu lang, sodass er nicht mehr genug Druck hinter dem Ball bekam und der Torwart den Abschluss zur Ecke abwehren konnte.“ Anschließend hatte Fehmarn die Chance durch Nico Müntz per Kopf.

Nach dem Seitenwechsel war die TSG stärker und ging nicht unverdient in Führung. Eine scharf getretene Ecke kam rein, wurde verlängert und dann traf Mervan Faris (55.). „Danach haben wir tatsächlich die Riesenchance auf den Ausgleich. Ein weiter Abschlag von Heinecke landete bei Michael Paluczynski, der im Sechzehner frei vor dem Torhüter stand und den Ball links vorbeischießt. Das hätte das 1:1 sein müssen. So kriegen wir nach einem Ballverlust im Spielaufbau eine Umschaltsituation gegen uns. Eine Flanke aus dem Halbfeld wird hereingebracht, abgefälscht und wird länger und länger. Ein Spieler der Gastgeber rutscht dann in den langen Ball rein und macht das 2:0. Wir konnten danach keinen Druck mehr entfachen, sodass der Sieg für Schönkirchen in Ordnung geht. Vor allem in der zweiten Halbzeit nach dem 1:0 haben sie noch zwei sehr flinke Flügelspieler reingebracht, die uns das Leben in den Kontern sehr schwer gemacht haben.“

Der 24. Spieltag

SC Cismar – Raisdorfer TSV (Sa., 14 Uhr)

Der SC Cismar möchte seine starke Form fortsetzen. 13 von möglichen 15 Punkten wurden in den vergangenen fünf Spielen eingefahren, zudem begann das neue Jahr mit zwei Siegen. Der Trend spricht also klar für die Grömitzer. Vor allem zu Hause läuft es richtig gut, denn dort behielt die Elf von Sascha Pretzel 26 der möglichen 33 Zähler und steht auf dem zweiten Platz der Heimtabelle. Nun kommt mit dem Raisdorfer TSV ein Team aus dem Tabellenkeller, bei dem die Voraussetzungen absolut gegensätzlich sind. Beide Spiele in 2026 wurden verloren, zuletzt sogar mit 1:6 gegen die SG Dersau/Kalübbe. Insgesamt steht man bei nur elf Zählern, bereits neun hinter dem Relegationsplatz. Im Hinspiel war es ein spannender Schlagabtausch. 4:3 gewann der SCC, dabei war ausgerechnet Dennis Kuhlamm, eigentlicher Torhüter, der an diesem Tag im Feld spielte, der Matchwinner.

Sascha Pretzel (SC Cismar): „Samstag wollen wir unsere gute Form der letzten Spiele bestätigen. Wir erwarten einen bissigen Gegner, der um jeden Punkt kämpfen wird. Die Plätze sind nicht die einfachsten, trotzdem erwarte ich von meiner Mannschaft, dass wir dem Gegner unser Spiel aufzwingen und fußballerisch Lösungen finden. Es fehlen weiterhin einige Spieler, aber dank unserer Kaderbreite haben wir wieder eine starke Mannschaft am Start und wollen die drei Punkte holen.“

SG Bösdorf/Malente – TSG Concordia Schönkirchen (Sa., 14 Uhr)

Der vergangene Sonntag war für die SG Bösdorf/Malente einer zum Vergessen. 1:5 ging man beim TSV Lensahn unter, sodass das neue Jahr bisher eher durchwachsen läuft. Zwei Niederlagen sowie ein Sieg sind die Ausbeute der ersten drei Spiele, in denen Trainer Benjamin Berger wohl vor allem die Anzahl an Gegentoren enorm stören wird. Zehn Stück gab es in der besagten Spielanzahl, die gewohnte Stabilität ist ihnen etwas abhandengekommen. Nun soll es zurück in die Spur gehen, doch der Gegner ist alles andere als ein Selbstgänger. Mit der TSG Concordia Schönkirchen kommt ein aktuell sehr formstarkes Team. Dieses gewann die ersten vier Spiele in 2026 allesamt und blieb dreimal sogar ohne Gegentreffer. Dies hatte einen Sprung auf Platz drei zur Folge. Die Berger-Elf ist also gewarnt, doch auch positiv gestimmt. Im Hinspiel gewann Bösdorf/Malente mit 3:2 dank eines späten Treffers von Leo Korn. Zudem spielt man auf dem Platz in Bösdorf, wo sich bisher alle Gegner schwergetan haben.

Benjamin Berger (Bösdorf/Malente): „Wir haben am Wochenende wieder etwas gut zu machen und empfangen die TSG Concordia Schönkirchen, die mit vier Siegen aus vier Spielen aus der Winterpause gekommen sind. Unter der Woche haben wir das Spiel gegen Lensahn aufgearbeitet und an unserem Umschaltverhalten nach Ballverlust gearbeitet. Wir müssen ein anderes Gesicht zeigen als am vergangenen Wochenende, um die TSG schlagen zu können. Dafür sind wir vorbereitet und wollen wieder drei Punkte einsammeln.“

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Eutin 08 II – VfR Laboe (Sa., 16 Uhr)

Vor der Saison fielen die Namen Eutin 08 II und VfR Laboe auf die Frage nach dem Favoriten auf den Aufstieg alles andere als selten. Während die 08er dieser Rolle gerecht wurden und derzeit von der Tabellenspitze grüßen, ist der VfR den Erwartungen keineswegs gerecht geworden. Tabellenniemandsland statt Aufstiegshoffnung ist die Realität. 23 Punkte trennen die beiden Mannschaften, sodass die Rollenverteilung relativ klar ist. Unterschätzen dürfen die 08er den VfR also keineswegs, denn die Mannschaft ist gespickt mit einer hohen individuellen Qualität und viel Erfahrung. Diese gewann zuletzt mit 3:2 gegen die SG Insel Fehmarn, zuvor blieb man viermal sieglos. Im Hinspiel war es ein packendes Aufeinandertreffen, in dem Eutin durch zwei späte Tore mit 3:1 gewann.

Jasper Frahm (Eutin 08 II): „Für uns gilt es weiterhin, an uns zu arbeiten, überhaupt nicht nachzulassen, weil wir überhaupt gar keinen Grund dazu haben, sondern für uns ging es in dieser Woche darum, unsere Erkenntnisse aus den letzten Spielen aufzugreifen und uns auf das Spiel gegen Laboe vorzubereiten. Wir erwarten eine erfahrene Truppe, die von der Tabellensituation deutlich weiter unten steht, als man erwartet hat und wovon man ausgehen konnte. Trotzdem gilt es, sie überhaupt nicht zu unterschätzen. Sie sind erfahren genug und wissen genau, wie sie auswärts auftreten müssen und für uns gilt es, dort konsequent und geduldig zu sein und schlussendlich unsere Siegesserie weiter fortzuführen.“

SpVgg Putlos – SG Insel Fehmarn (Sa., 18 Uhr)

Die SpVgg Putlos steht noch immer am Tabellenende. Ein einziger Saisonsieg wurde erst eingefahren, sodass nur fünf Zähler auf dem Konto stehen. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt 15 Punkte, es benötigt also eine Aufholjagd. Im neuen Jahr wurde erst ein Spiel bestritten. Gegen die SG Dobersdorf/P’hagen gab es eine deutliche 3:7-Pleite. Der einzige Sieg datiert vom ersten Spieltag, seitdem folgten 16 sieglose Partien. Nun soll das Warten auf den zweiten Dreier ein Ende finden, doch dieses Ziel verfolgt auch der Gegner. Die SG Insel Fehmarn ist derzeit außer Form und verlor alle sechs Spiele in 2026. Zuletzt wurden deutliche Worte gefunden, worauf allerdings zwei verbesserte Auftritte folgten. Dennoch zeigt der Trend ganz klar nach unten und der Relegationsplatz ist nur noch drei Punkte entfernt. Das Hinspiel zwischen der SpVgg und Fehmarn fand ein deutliches Ende, denn die SG Insel gewann mit 7:2.

Fynn Severin (SG Insel Fehmarn): „Jetzt geht es am Samstag nach Putlos und dort wollen wir natürlich den Bock umstoßen und die ersten drei Punkte im neuen Jahr holen. Wir wollen die letzten Spiele abschütteln und einen Neustart in die Rückrunde, um dann mit einem positiven Gefühl aus dem März rauszugehen und mit Selbstvertrauen in den April zu gehen, wo wir Zeit haben, über Ostern den Kopf frei zu bekommen und dann wartet Raisdorf. Es sind noch neun Spiele, aber langsam müssen wir mal wieder gewinnen und damit wollen wir am Samstag an der Strandstraße starten.“

SV Großenbrode – FT Preetz (So., 15 Uhr)

Der SV Großenbrode ist nach der Winterpause in richtig guter Form. Auf zwei Siege folgte zwar zuletzt eine Niederlage in Eutin, dennoch ist der aktuelle Trend absolut positiv. Der Klassenerhalt ist mittlerweile sehr realistisch, doch dazu braucht es weitere Punkte. Diese gab es in dieser Saison meist zu Hause. 15 der 20 Zähler blieben in Großenbrode, zuletzt wurden sogar drei Heimspiele in Serie gewonnen. Nun spielt man erneut auf der heimischen Sportanlage, sodass Hoffnung auf den nächsten Erfolg da ist. Zu Gast ist die FT Preetz. Mit drei Siegen aus vier Spielen ist diese gut ins neue Jahr gekommen. Vor allem die Heimausbeute lässt sich sehen, doch nun wurde auch auswärts gewonnen. Dort tut man sich sonst eigentlich immer schwer, denn nur neun Punkte wurden in elf Gastspielen eingefahren. In Großenbrode sollen drei weitere folgen, doch dazu braucht es einen ähnlichen Auftritt wie im Hinspiel. Damals gewann die Elf von Spielertrainer Florian Manstein mit 5:1.

Peter Thomm (SV Großenbrode): „Es ist ein Heimspiel, das wir selbstverständlich auch wieder sehr positiv angehen, weil wir, glaube ich, ziemlich heimstark sind. Wir wollen unsere Heimserie weiter ausbauen und zu Hause Punkte holen. Mit Preetz erwartet uns ein unangenehmer Gegner, die körperlich robust sind und mit schnellen Außenspielern spielen. Im Gegensatz zum Hinspiel kommt nun noch hinzu, dass der Spielertrainer Florian Manstein wieder auf dem Feld ist und fit zu sein scheint. Genauso Özal Berk, der gerade einen Lauf hat. Generell denke ich, dass es eine ganz unangenehme Truppe ist und wir wollen schauen, was geht und nach Möglichkeit die Punkte zu Hause behalten. Bei mir ist noch das ein oder andere Fragezeichen, aufgrund von Krankheit oder Dienst, aber das kriegen wir gelöst. Wir schauen, was am Sonntag zu Hause möglich ist. Wir wollen natürlich zu Hause drei Punkte holen.“

Der 24, Spieltag

Heikendorfer SV II – SG Dobersdorf/P’hagen (Fr., 19.45 Uhr)
SC Cismar – Raisdorfer TSV (Sa., 14 Uhr)
SG Bösdorf/Malente – Conc. Schönkirchen
Eutin 08 II – VfR Laboe (16 Uhr)
SpVgg Putlos – SG Insel Fehmarn (18 Uhr)
TSV Klausdorf II – Dersau/Kalübbe (So., 14 Uhr)
SV Großenbrode – FT Preetz (15 Uhr)

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