
Elmenhorst – Die SIG Elmenhorst steht im Finale des Kreispokals Herzogtum Lauenburg. Im Halbfinale setzte sich der Verbandsligist am Mittwochabend deutlich mit 4:1 (2:0) gegen den Ratzeburger SV durch und feierte damit den bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Im Endspiel wartet nun Grün-Weiß Siebenbäumen. Spielort und Datum sind noch offen.
Frühe Führung als Dosenöffner
Die Partie begann mit Druck der Gäste, doch Elmenhorst schlug eiskalt zu. Tyll Luka Mohr (11.) brachte die Gastgeber früh in Führung. In der Folge kam die SIG immer besser ins Spiel und erhöhte kurz vor der Pause durch Maik Leo Gaus (41.) auf 2:0.
Nach dem Seitenwechsel drängte Ratzeburg zunächst auf den Anschluss, blieb jedoch ohne Ertrag. Stattdessen nutzte Elmenhorst seine Chancen konsequent: Erik Wolter (69.) stellte auf 3:0, ehe Niclas Herbert Rau (75.) die Entscheidung besorgte. Den Schlusspunkt setzte Jannik Edler (83.) mit dem Ehrentreffer für den RSV.
„Unvergessliche Pokalnacht“
Elmenhorsts Coach Bastian Olböter sagte nach dem Spiel: „Genau die kompakte und starke Leistung der Mannschaft, die wir sehen wollten. Alle haben sich bedingungslos für den Mitspieler reingeworfen, und man hat deutlich gespürt, dass wir es heute mehr wollten! Ratzeburg hat in den Anfangsminuten ordentlich Druck gemacht und gezeigt, was sie können und welches Tempo wir mitgehen müssen. In der 11. Minute hat Lukas Born den Ball dann zum ersten Mal über die Linie bugsiert und war damit der Dosenöffner für eine unvergessliche Pokalnacht. Danach fanden wir immer besser ins Spiel, ließen den Ball sauber durch die eigenen Reihen laufen und kamen zunehmend zu guten Abschlüssen. Ratzeburg blieb dennoch stets gefährlich, und Ben Möller konnte sich mehrfach auszeichnen. Kurz vor der Pause durften die Zuschauer erneut jubeln, als Maik Gaus aus dem Rückraum zum 2:0 traf. Nach der Halbzeit war Ratzeburg etwa 20 Minuten lang spielbestimmend und drängte auf den Anschlusstreffer. Wir hielten als Team jedoch stark dagegen. Nach einer gelungenen Kombination von Willers und Mohr konnte Wolter den Ball mit etwas Glück zum 3:0 verwerten. Ratzeburg musste nun mehr riskieren, wodurch sich für uns weitere Möglichkeiten ergaben. Eine davon nutzte Niclas Rau zum 4:0. Den Schlusspunkt setzte schließlich Ratzeburg mit einem sehenswerten Distanzschuss, bei dem unser Keeper anscheinend vom Mond geblendet wurde. Unterm Strich ein verdienter Sieg, und wir freuen uns, in unserem 50. Jubiläumsjahr erstmals im Pokalfinale zu stehen.“
Löchel: „Verdiente Niederlage“
RSV-Trainer Fabian Löchel ordnete die Partie so ein:„In der ersten Hälfte gehen wir zu fahrlässig mit unseren Chancen um und bekommen im Gegenzug zu einfache Gegentore. In der zweiten Hälfte haben wir es nicht mehr geschafft an unser Limit zu gehen. Eine am Ende des Tages verdiente Niederlage.“
Mit dem klaren Erfolg zieht die SIG Elmenhorst erstmals ins Kreispokalfinale ein – und darf weiter von einem besonderen Jubiläumsjahr träumen.







