
Büchen – Das Finale im Kreispokal Herzogtum Lauenburg steht fest. Der Ratzeburger SV setzte sich am Donnerstagabend im Halbfinale beim Büchen-Siebeneichener SV mit 6:3 (2:1) durch. Bereits am Dienstag hatte sich Grün-Weiß Siebenbäumen mit 3:2 (2:1) gegen SIG Elmenhorst durchgesetzt und sich damit für die Endspiel-Niederlage vom vergangenen Sommer revanchiert. Der Finalort steht noch nicht fest.
Beuck bringt Ratzeburg früh auf Kurs
In Büchen erwischte der Ratzeburger SV den besseren Start. Marlon Beuck (12., 24.) sorgte mit einem Doppelpack für die 2:0-Führung der Gäste. Büchen kam vor der Pause durch Kay Wieckhorst (41.) auf 1:2 heran.
Nach dem Seitenwechsel zog Ratzeburg davon. Ercan Kurt (52.), erneut Marlon Beuck (55.) und Alexander Lage (58.) erhöhten innerhalb weniger Minuten auf 5:1. Wieckhorst (67.) verkürzte für den BSSV, ehe Arne Poley (74.) den sechsten Treffer der Gäste erzielte. Den Schlusspunkt setzte wiederum Kay Wieckhorst (85.) mit seinem dritten Treffer des Abends.
Büchens Christian Märkert sagte nach dem Ausscheiden zu HL-SPORTS: „Im Endeffekt haben wir vor allem die ersten Gegentore zu billig bekommen. Gleichzeitig konnten wir erst nach dem 0:2 mehr Druck nach vorne ausüben und waren bis zur Halbzeit am 2:2 dran. Im zweiten Abschnitt waren wir bei den Gegentoren nur Begleitschutz. Obwohl das Ergebnis am Ende deutlich war, haben wir nach vorne gespielt, um aufs nächste Tor zu gehen. Jeder Spieler muss nun Verantwortung übernehmen, um aus der misslichen Lage rauszukommen.“
Ratzeburgs Trainer Marc Fischer zeigte sich mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden: „Die Jungs waren von Beginn an total fokussiert und haben gebrannt. Beuck bringt uns mit zwei Toren in die richtige Richtung. Außer in etwa zehn Minuten zum Ende der ersten Halbzeit haben wir das Spiel voll unter Kontrolle. Da haben wir aber auch nicht unverdient den Anschlusstreffer kassiert. Doch wir lassen uns davon nicht beirren und waren dann kaum noch auf dem Weg ins Finale aufzuhalten. Erneut Beuck, Kurt, Lage und Poley schrauben das Ergebnis in die Höhe. Die zwischenzeitlichen Treffer für Büchen waren etwas schmeichelhaft, dürfen uns so aber eigentlich nicht passieren. Am Ende zählt aber nur der Finaleinzug, den die Jungs herausragend vollzogen haben.“
Siebenbäumen wirft Titelverteidiger raus
Bereits am Dienstagabend hatte Grün-Weiß Siebenbäumen das Finalticket gelöst. Veysi Kurt (11.) brachte die Gastgeber früh in Führung und legte in der 39. Minute auch das 2:0 nach. Dazwischen gelang Lennox Max Lemke (28.) der Anschlusstreffer für Elmenhorst, sodass GWS mit einer 2:1-Führung in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Fynn Louis Halupka (65.) auf 3:1. SIG gab sich allerdings nicht geschlagen und kam durch Niclas Herbert Rau (77.) noch einmal auf 2:3 heran. Ein weiterer Treffer gelang dem Titelverteidiger nicht mehr.
Elmenhorsts Bastian Olböter sagte: „Ergebnistechnisch zeigt unsere Abwärtsspirale leider weiter nach unten. So ganz kann ich noch immer nicht begreifen, dass wir dieses Spiel verloren haben, weil wir über weite Strecken die Oberhand hatten und eigentlich genügend Möglichkeiten hatten, das Spiel für uns zu entscheiden. Trotzdem müssen wir uns weiterhin den Vorwurf machen, dass wir vor dem Tor momentan zu hektisch agieren und defensiv nicht konzentriert genug sind. Dadurch tun uns individuelle Fehler aktuell besonders weh und auf diesem Niveau werden sie eben konsequent bestraft. Trotzdem muss man auch hervorheben, was die Spieler, die momentan fit sind, und auch diejenigen, die sich trotz teilweise ordentlicher Blessuren zur Verfügung stellen, auf dem Platz investieren. Jeder schmeißt sich für den anderen rein und versucht, die Mannschaft zu pushen, auch wenn sich das in den Ergebnissen momentan leider nicht widerspiegelt. Jetzt müssen wir als Mannschaft aber zeigen, dass wir nicht nur am Wochenende alles investieren wollen, wenn es um drei Punkte geht, sondern genauso jeden Dienstag und Donnerstag im Training. Dass wir aus dem Pokal ausgeschieden sind, tut auch mit einem Tag Abstand natürlich noch weh. Gleichzeitig erleichtert es uns zumindest die Planung zum Saisonende und gegebenenfalls auch mit Blick auf die Vorbereitung auf die neue Saison. Glückwunsch an Siebenbäumen.“








