Symbolbild Polizei
Archiv-Foto: ar

Kiel – Am vergangenen Sonntagvormittag reisten rund 50 Fußballfans des VfB Lübeck nach Kiel, um sich das Nachhochspiel der Regionalliga Nord zwischen Holstein Kiel II und dem VfB Lübeck anzusehen. Gegen 11.16 Uhr erreichte der Zug den Hauptbahnhof in Kiel. Beim Ausstieg fiel sofort ein alkoholisierter Fußballfan auf, der lautstark durch den Bahnhof grölte. Am Haupteingang angekommen schlug seine Stimmung dann plötzlich um. Der Mann fing an, Reisende zu bepöbeln und die eingesetzten Bundespolizisten zu beleidigen. Um die Situation zu klären, sprachen die Beamten den Mann an. Daraufhin versetzte er einem Polizisten unvermittelt einen Stoß mit dem Kopf (Kopfnuss) und schlug mit den Fäusten um sich. Ein Kollege wurde durch Tritte an der Hand verletzt. Er erlitt Prellungen und eine Platzwunde, sodass er für mehrere Tage dienstunfähig bleibt. Mehrere Bundespolizisten waren nötig, um den Mann zu fixieren und zu fesseln. Der 34-jährige Deutsche erlitt dabei eine blutende Wunde an der Nase. Die eingesetzten Beamten forderten daraufhin einen Rettungswagen an, um die Wunde versorgen zu lassen. Immer wieder versuchte sich der Mann mit seiner ganzen Kraft gegen die Beamten zu stemmen, um eine Behandlung, durch die Sanitäter, nicht zuzulassen. Auch diese wurden jetzt beleidigt und er versuchte mehrfach sie zu bespucken. Während der Maßnahmen am Hauptbahnhof schrie er nun auch noch mehrfach „Sieg Heil“, um die Aufmerksamkeit der Reisenden auf sich lenken.

Ein Transport ins Krankenhaus war nur durch die Begleitung der Bundespolizisten möglich, die mit in dem angeforderten Krankenwagen fuhren. Im Krankenhaus ließ der Mann weiterhin keine Behandlung zu, da er sich auch hier aggressiv gegen das Klinikpersonal verhielt. Anschließend wurde er dem zentralen Polizeigewahrsam der Polizei Kiel zugeführt.

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Der Mann muss nun, unter anderem, mit Anzeigen wegen Beleidigung, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte rechnen.

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(PM/ots)