
Travenbrück – Die Kreisliga Südwest macht keine Pause, denn nach dem 13. Spieltag folgen gleich drei Nachholspiele. Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag rollt der Ball. Dabei kommt es zu spannenden Duellen, die eine Menge versprechen.
Tralauer SV – SV Borussia Möhnsen (Di., 20 Uhr)
Der Tralauer SV möchte sich die Tabellenführung zurückholen. Durch weniger Spiele zog der SV Wahlstedt vorbei und führt daher mit einem Punkt mehr als der Vorjahresdritte die Liga an. Gleich zwei Spiele haben die Segeberger allerdings mehr, sodass der TSV noch alles in der eigenen Hand hat und sogar mit zwei Siegen in den Nachholspielen bis auf fünf Punkte davonziehen kann. Einfach werden die Partien allerdings nicht. Zu Gast am Dienstagabend ist der SV Borussia Möhnsen, der zwar erst zwei Saisonsiege eingefahren hat, doch beide gegen Top-Teams. Sowohl Henstedt-Ulzburg (2:0) als auch Eintracht Segeberg (4:1) konnte die Borussia ärgern. Letztere schlug man am jüngsten Sonntag, wodurch die Sieglosserie ein Ende fand. Nun möchte man beim klaren Favoriten nachlegen. Die Partie wurde gleich zweimal verlegt. Zunächst auf Wunsch der Lauenburger und anschließend, weil Tralau personell geschwächt war. Man kam sich also sehr entgegen gegenseitig. Dafür fand Möhnsen-Coach Martin Krüger dankbare Worte: „Auch an dieser Stelle nochmal vielen Dank an Tralau für das sportlich äußerst faire Verlegen beim ersten Termin. Gegen die fußballerisch beste Mannschaft der Liga haben wir nichts zu verlieren und werden befreit aufspielen. Der Kader sieht Stand jetzt gut aus und wir werden versuchen, den Schwung aus dem Segeberg-Sieg mitzunehmen.“
Für den Tralauer SV waren die vergangenen Wochen weit von der Bestform entfernt. Personell war der Favorit arg gebeutelt, sodass Stammspieler ausfielen und sogar die Zweite aushelfen musste. Sportlich gelang es ihnen nur phasenweise, ihre Stärken auf den Rasen zu bekommen. Dennoch ließ man nicht federn. Es gab trotzdem Siege, sodass die Ergebnisse für Tralau sprechen. Dies soll auch so bleiben, denn die Ungeschlagen-Serie von neun Spielen soll ausgebaut werden. Zudem vertraut man auf die Heimstärke, denn seit April wurde zu Hause nicht mehr verloren. Dies soll auch so bleiben, wenn es nach Roman Ismagilov und seiner Mannschaft geht. Der Cheftrainer sagt vor dem Spiel am Dienstagabend: „Durch die vielen personellen und taktischen Umstellungen der letzten Wochen und die eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten haben wir etwas an Rhythmus und Leichtigkeit verloren. Vielleicht lässt die Witterung mittlerweile auch nicht mehr ganz so viel Schönspielerei zu. Umso wichtiger wird es sein, über Kampfgeist, Einsatzbereitschaft und harte Arbeit ins Spiel zu finden und erfolgreich zu sein. Borussia Möhnsen ist gerade bei Standards aller Art und im Konterspiel enorm gefährlich. Dazu reisen sie mit einem Sieg im Rücken und entsprechend viel Selbstvertrauen an. Ich gehe davon aus, dass wir etwas mehr Spielanteile haben werden, uns aber auf eine sehr umkämpfte und intensive Partie einstellen müssen. Personell bleibt es unverändert kompliziert. Aber solche Phasen schweißen eine Mannschaft auch zusammen. Unsere Jungs machen das von Spieltag zu Spieltag überragend. Jeder hilft, wo er kann, übernimmt Verantwortung und trägt seinen Teil zum Erfolg bei.“
TuS Hartenholm II – SG Bargteheide/Hammoor (Mi., 19.30 Uhr)
Am Mittwochabend möchte der TuS Hartenholm II mal wieder drei Punkte einfahren. Zuletzt gab es für die Zweitvertretung vier Spiele in Serie keinen Sieg mehr, sodass man auf Rang zehn abrutschte. Zwar ist das Polster nach unten noch recht groß, dennoch gilt es, weitere Punkte zu sammeln, um frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern. Dabei liegt die Hoffnung auf der Heimstärke, denn es wurde nur eines von fünf Spielen auf heimischer Sportanlage verloren. Dies war am ersten Spieltag gegen die FSG Alsterland. Seit vier Heimspielen wurde also nicht mehr verloren. Nun begrüßt man die SG Bargteheide/Hammoor und somit ein Team aus dem oberen Tabellendrittel. Trainer Timo Novak sagt: „Es geht darum, jetzt die Wunden zu lecken und mal wieder ein Erfolgserlebnis zu feiern. Wir haben jetzt hintereinander gegen die wahrscheinlich beiden besten Mannschaften gespielt. Bei einem Abendspiel müssen wir leidenschaftlich sein und mal in Führung gehen, was uns helfen wird, unser Selbstvertrauen wiederzubekommen. Der ein oder andere wird aus Krankheit und Urlaub zurückkommen, was auch positiv ist. Wie genau der Gegner auftreten wird und wer an einem Mittwoch nach der Arbeit gehen und spielen kann, ist auch immer eine Wundertüte. Dementsprechend werden wir uns mehr um uns als um den Gegner kümmern und schauen, wie wir das Spiel angehen wollen.“
Für die SG Bargteheide/Hammoor gilt es, sich noch weiter oben festzubeißen. Mit dem 5:2-Heimsieg gegen den Bargfelder SV wurde auf Rang vier geklettert und der SV Henstedt-Ulzburg hinter sich gelassen. Nun hat man die Chance, sogar auf den dritten Platz zu klettern. Doch einfach wird die Aufgabe für Hammoor nicht. Es wird ein umkämpftes Spiel unter Flutlicht. In der Fremde hat die SG allerdings bisher überzeugt, denn alle vier Spiele wurden gewonnen. Dabei traf man auf starke Gegner wie Alsterland oder Hoisdorf. Es wird also richtig spannend am Mittwoch. SG-Coach Flemming Strufe sagt: „Der Sieg gegen Bargfeld hat uns Selbstvertrauen gegeben, aber auch gezeigt, woran wir arbeiten müssen. Am Mittwoch wollen wir vom Anpfiff an konsequenter verteidigen, gerade bei den ersten und zweiten Bällen. Gleichzeitig möchten wir unsere verbesserten Abläufe mit Ball über längere Phasen zeigen und das Spiel selbst gestalten. Hartenholm wird uns zu Hause mit viel Einsatz und Zweikampfstärke fordern. Wir stellen uns auf eine intensive Auswärtsaufgabe ein und fahren mit dem klaren Ziel dorthin, das Spiel zu gewinnen. Personell sind noch einzelne Fragen offen, die wir bis Mittwoch klären.“
SSV Großensee – TSV Trittau II (Do., 20 Uhr)
„It’s Derbytime“, ist das Motto am Donnerstagabend. Der SSV Großensee empfängt den Nachbarn TSV Trittau II. Nur wenige Kilometer trennen die beiden Sportplätze, sodass es um mehr als drei Punkte geht. Dennoch brauchen beide Mannschaften diese dringend. Großensee startete richtig gut in die Saison, doch befindet sich derzeit im freien Fall. Nur eines der vergangenen sieben Ligaspiele wurde gewonnen, sodass der SSV nun auf Rang neun steht. Man befindet sich im Niemandsland der Liga mit Rückstand nach oben und Vorsprung nach unten. Acht Zähler beträgt dieser auf den kommenden Gegner, sodass ein Sieg von hoher Bedeutung wäre. Doch die personelle Situation wird wieder sehr interessant. Diese ist seit Wochen kritisch und einer, wenn nicht sogar der Hauptgrund für die sportliche Durststrecke.
Der TSV Trittau II ist seit vier Spielen sieglos und holte gerade einmal einen Punkt. Es ist zu wenig und dennoch waren die Auftritte jüngst nicht unbedingt schlecht. In Bargfeld war es eine desolate Darbietung der Zweitvertretung, doch gegen Alveslohe sah es phasenweise schon besser aus. Zwar wurde trotz 3:1-Führung verloren, allerdings fehlte am Ende auch nicht viel für den Last-Minute-Ausgleich. Anknüpfen gilt es definitiv am vergangenen Spiel. Beim Tralauer SV lieferte die Verbandsligareserve ein richtig starkes Spiel, doch am Ende gab es dennoch keine Punkte. Zeigt man nun erneut dieses Gesicht, dann ist der erste Auswärtssieg der Saison für Trittau alles andere als ausgeschlossen. Trainer Sören Metzner sagt: „Es ist Derby, daher wird es wieder sehr von Emotionen geprägt sein, auch vorab, denn viele Spieler untereinander kennen sich. In der vergangenen Saison sind beide Spiele an Großensee gegangen. Ich finde, das ist eine sehr disziplinierte, agile Mannschaft, die in der Liga jeden schlagen kann, wenn sie einen guten Tag hat. Aufgrund der Tabellensituation sind sie gegen uns der Favorit. Ich fand, dass wir gegen Tralau ein sehr gutes Spiel gemacht haben und von diesem Aspekt gehe ich davon aus, dass wir sehr engagiert ins Spiel gehen möchten, ähnlich wie gegen Tralau und Teutonia und gucken, dass wir vielleicht sogar einen Punkt oder Punkte mit nach Trittau stehlen können.“








