Geschenke im Volkspark – HSV geht unters Dach

Boldt-Vertrag nur noch Formsache – Kühne schießt Geld für Stadionmodernisierung vor

HSV-Raute auf der Tribüne im Volksparkstadion. Foto; rk

Hamburg – Zehn Tage vor Heiligabend gab es schon die ersten Weihnachtsgeschenke beim Hamburger SV. Zum einen gab Klaus-Michael Kühne seine finanzielle Zusage für die Stadionsanierung und wird mit weiteren Geldgebern einen Millionenbetrag als Darlehn bereitstellen. Wie hoch die Summe ist, gab der Zweitligist nicht bekannt.

„Nur gemeinsam lässt sich eine Erfolgsgeschichte schreiben“

„Wir freuen uns über diese Unterstützung unseres Gesellschafters und auch über das besondere Vertrauen und den konstruktiven Austausch mit unseren weiteren Darlehensgebern“, sagte HSV-Finanzchef Dr. Eric Huwer. Kühne ergänzte: „Das sportliche Schicksal kann ich nicht beeinflussen, aber ich möchte mit meiner Kühne Holding dazu beitragen, die Strukturen zu stabilisieren, damit der HSV gestärkt in die Rückrunde starten kann. Ich freue mich sehr, dass es noch weitere Unterstützer gibt, die zu einer positiven Entwicklung verhelfen, denn nur gemeinsam lässt sich eine Erfolgsgeschichte schreiben.“

Europameisterschaft in Hamburg gesichert

Club-Boss Marcell Jansen: „Der HSV hat sein Wort gegenüber der Stadt gehalten, das Kapital für die notwendigen Modernisierungsarbeiten in Eigenregie aufgebracht und wird nun alle weiteren Schritte in enger Abstimmung mit der EURO 2024 GmbH angehen. Ich möchte aber auch noch einmal betonen: Die Baumaßnahmen dienen nicht ausschließlich der EURO 2024, sondern zielen primär auf unsere HSV-Fans und -Stadionbesucher ab. Die Aufwertung und stetige Verbesserung des Stadionerlebnisses sind Kernziele unserer Bestrebungen.“

Boldt bekommt neuen Vertrag

Und der Aufsichtsratsvorsitzende gab zudem weitere Neuigkeiten bekannt, auf die man seit Monaten im Volkspark wartet: „Wie bereits vor Monaten kommuniziert, haben wir als Aufsichtsrat das Zeitfenster seit dem letzten Spiel unserer Profis in 2022 gut genutzt und haben die entsprechenden Gespräche geführt und Vorbereitungen getroffen. Wir sind auf der Zielgeraden, was die angestrebte Vertragsverlängerung mit unserem Vorstand Jonas Boldt betrifft. Die sportliche Entwicklung des HSV im Jahr 2022 ist positiv. Und wir alle sind gefordert, die positive Spannung und Gier auch in den kommenden fünf Monaten zu halten und zu fördern. Jeder von uns kann seinen Beitrag dazu leisten.“

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Walter-Unterschrift noch vor Weihnachten?

Bedeutet mit anderen Worten: Boldt bekommt einen Anschlussvertrag, für den der im kommenden Sommer ursprünglich geendet hätte. Das bedeutet ebenfalls, dass der Sportvorstand danach sofort die Vertragsverlängerung mit Cheftrainer Tim Walter unter Dach und Fach bringen kann. Beide sind inzwischen als „unzertrennlich“ anzusehen. Jansen dazu: „Auch hier gilt das, was ich eben gesagt habe. Wir haben Vertrauen. Die Trainerverträge liegen im Verantwortungsbereich unseres Vorstandes, mit dem wir uns dazu eng abgestimmt haben.“

Winterfahrplan steht

Die Unterschriften sind also nur noch Formsache und dürften vermutlich in den kommenden Tagen unter die Verträge gesetzt werden. Dann können die Rothosen zielstrebig ab 2. Januar 2023 in die Vorbereitung starten. Und auch hier steht inzwischen fest, wie der Winterfahrplan aussieht.

HSV startet bei Hallenturnier

Und der ist besonders gestrickt. Am 7. Januar des kommenden Jahres reisen die Hamburger zu einem Testspiel bei Bundesligist 1. FC Köln (Anpfiff ist um 15.30 Uhr). Einen Tag später geht es weiter zu einem Hallenturnier in Gummersbach, wo neben dem Walter-Team Karlsruher SC, Gornik Zabrze, Rot-Weiss Essen, 1. FC Kaan Marienborn und Blau-Weiss Lohne mit dabei sind. Ein Prominenten-Spiel mit einem Team von Starkoch und HSV-Fan Steffen Henssler und einer Auswahl rund um den ehemaligen Köln-Profi und Nationalspieler Lukas Podolski wird das Highlight des Turniers sein.

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