Leverkusens Trainer Peter Bosz.
Archiv-Foto: Fishing4/Krause

Mönchengladbach – Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat den 26. Spieltag der Bundesliga für das kommende Wochenende angesetzt. Nach zwei Monaten Corona-Pause soll es wieder weitergehen. Die Teams befinden sich seit einigen Tagen bereits im Mannschaftstraining und haben nicht viel Zeit sich einzuspielen.

Fohlen mit Geisterspielerfahrung

Borussia Mönchengladbach kennt das Gefühl eines Geisterspiels bereits. Die „Fohlen“ mussten am 11. März in einem Nachholspiel gegen den 1. FC Köln im eigenen Stadion ran, gewannen 2:1. Schiedsrichter der Partie war Deniz Aytekin, der danach bei Sky sagte: „Es ist beängstigend und hat mit Fußball wenig zu tun. Es fehlt etwas – massiv.“ Hunderte Gladbach-Fans standen vor dem Stadion und feierten danach mit der Mannschaft den Derbysieg – getrennt durch einen Zaun. Das war der Anfang des Fußballs in Corona-Zeiten. Ist dieses Erlebnis ein Vorteil für die Mannschaft von Cheftrainer Marco Rose? Wenig war danach von den Rhein-Borussen zu hören. „Wir haben uns bewusst zurückgehalten in den letzten Wochen als Verein, weil insgesamt viel erzählt wird und man nicht weiß, was richtig und falsch ist“, erklärt Rose bei „GladbachLIVE“. Für ihn und sein Team geht es am Sonnabend um 18.30 Uhr zu Eintracht Frankfurt. „Wir wissen, was der Spielbetrieb für uns bedeutet. Es geht auf der einen Seite darum, den Wirtschaftszweig Fußball zu retten. Natürlich wollen wir auf der anderen Seite aber auch, wenn unsere Fans wieder ins Stadion kommen, unbedingt gemeinsam Feste auf höchstem Niveau feiern“, so der 43-Jährige. Am Montag geht es ins Vier-Sterne-Hotel auf dem Vereinsgelände, um sich die vorgeschriebene Trainingslager-Quarantäne zu beziehen.

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Vorteil für Bosz-Elf

Bei Bayer Leverkusen laufen die Vorbereitungen für das „Trainingslager“ im 20 km entfernten Wermelskirchen. Dort wird die „Werkself“ ihr Quarantäne-Quartier beziehen. Für sie geht es erst am Montag, 18. Mai los. Doch nicht nur den Kampf um die internationalen Plätze ist für Bayer von größter Wichtigkeit, denn die Bosz-Elf hat noch das Halbfinale im DFB-Pokal zu absolvieren. Dabei trifft man auf Regionalliga-Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken. Dafür steht noch kein Termin fest. Für die Amateure dürfte es allerdings ein großer Nachteil sein, nicht mit den eigenen Fans gegen die Profis anzutreten.

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Kurz vor knapp bei Knappen

Für Schalke 04 ist der Re-Start wohl die Rettung, zumindest finanziell. Die Gelsenkirchener werden zukünftig kein Geld mehr in die Basketball-Bundesliga-Mannschaft stecken. „Wir haben entschieden, dass wir uns die Pro A nicht mehr leisten können“, sagte Finanzvorstand Peter Peters in einem Interview auf der vereinseigenen Facebookseite. Fußball ist das Kerngeschäft der Knappen und darauf will man sich zukünftig konzentrieren. Damit hat man auf Schalke auch genug zu tun, denn nach Abschluss des Geschäftsjahres 2019 war der Club mit 197 Millionen Euro verschuldet. Mit Blick auf die Zukunft soll es möglicherweise Neuverpflichtungen ohne Ablöse geholt werden. Wie das geht, zeigten die Bayern den Schalkern. Nachdem man schon vor neun Jahren Manuel Neuer an den Rekordmeister verlor, dafür allerdings noch 30 Millionen Euro kassiert, geht man bei Alexander Nübel nun leer aus. Der Torhüter wechselt ablösefrei an die Isar. Schalke muss übrigens am Sonnabend gleich zum Revierderby nach Dortmund.