Griechischer Strahl und cooler Zehner: FC St. Pauli lebt noch

Kiezkicker feiern Heimerfolg gegen unglückliche Schwaben

Manolis Saliakas (FC St. Pauli) bejubelt seinen Treffer. Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Hamburg – Sechs Spiele ohne Sieg, ein halbes Dutzend Ausfälle, der Tabellenvierte zu Gast – und trotzdem stand am Sonnabendabend das Millerntor Kopf. Der FC St. Pauli hat im Kampf um den Klassenerhalt ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und den VfB Stuttgart verdient mit 2:1 (2:0) geschlagen.

Die 1. Hälfte: Kompakt, mutig, konsequent

Trotz der langen Ausfallliste fand St. Pauli sofort in die Partie. Gegen den Ball extrem diszipliniert, mit Ball mutig und zielstrebig. Der VfB tat sich sichtbar schwer, überhaupt in gefährliche Zonen zu kommen. Die Kiezkicker ließen den Ball gut laufen, suchten Abschlüsse und blieben auch nach kleineren Rückschlägen ruhig. Nach mehreren Annäherungen belohnte sich Braun-Weiß schließlich selbst: Pyrka legte von links ins Zentrum, Sinani ließ clever durch – und Manolis Saliakas (35.) jagte den Ball aus 15 Metern kompromisslos ins Eck. 1:0, hochverdient, Millerntor-Explosion. Stuttgart blieb auch danach erstaunlich harmlos, St. Pauli verteidigte konzentriert und ging mit Applaus in die Pause.

Die Spieler von FC St. Pauli feiern den Sieg. Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Nach der Pause: Nervenstark vom Punkt, Zittern bis zum Schluss

Die Gäste kamen mit mehr Druck aus der Kabine und hatten Pech, als Dźwigała den Ball an den Pfosten lenkte. Doch der nächste entscheidende Moment gehörte wieder St. Pauli: Führich bekam den Ball im Strafraum an die Hand, VAR, Elfmeter. Definitiv keine Absicht des Flügelflitzer, allerdings ein strafbares Vergehen. Danel Sinani (55.) blieb eiskalt und schob zum 2:0 ein. Stuttgart versuchte es nun mit viel Ballbesitz, biss sich aber immer wieder an der leidenschaftlichen Defensive die Zähne aus. Erst spät gelang Jamie Leweling (90.) noch der Anschluss, doch mehr ließ St. Pauli nicht mehr zu. Nach minutenlangem Anrennen war Schluss – und die Erkenntnis klar: Diese drei Punkte waren kein Zufall, sondern das Ergebnis eines Auftritts, der genau zur richtigen Zeit kam.

Der 21. Spieltag (6.–8.2.2026)

Berlin – Frankfurt 1:1
Freiburg – Bremen 1:0
Mainz – Augsburg 2:0
Wolfsburg – Dortmund 1:2
St. Pauli – Stuttgart 2:1
Heidenheim – Hamburg 0:2
Mönchengladbach – Leverkusen 1:1
Köln – Leipzig (So., 15.30 Uhr)
München – Hoffenheim (17.30 Uhr)

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  • FCSP Jubel: Lobeca/Henning Rohlfs
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